Während sich Donald Trumps umstrittenes Mega-Gesetz - von ihm durchwegs „One Big Beautiful Beautiful Bill“ (Das eine große, schöne Gesetz) genannt - durch den Senat müht, kracht es wieder lauter zwischen ihm und seinem bis vor wenigen Wochen wichtigsten Berater und größten finanziellen Unterstützer, Elon Musk. Der Tech-Milliardär und der US-Präsident zerstritten sich über das von Trump initiierte Steuer- und Ausgabengesetz, das Musk eine „widerliche Abscheulichkeit“ nannte.

Die beiden Männer kritisieren einander bevorzugt online. Musk auf der von ihm gekauften Plattform X (vormals Twitter), Trump via der von ihm gegründeten Plattform Truth Social. Der Tech-Milliardär wetterte am Dienstag gegen Trumps Gesetz und sprach dabei auch eine Drohung gegen Abgeordnete aus: „Jedes Mitglied des Kongresses, das mit der Reduzierung der Regierungsausgaben geworben und dann sofort für die größte Schuldenerhöhung in der Geschichte gestimmt hat, sollte sich schämen! Und sie werden ihre Vorwahl im nächsten Jahr verlieren, wenn es das letzte ist, was ich auf dieser Erde tue.“ Zudem drohte er mit der Gründung einer eigenen Partei, sollte das Gesetz vom Senat verabschiedet werden.

Trump kontra Musk: „Unser Land würde ein Vermögen sparen“

Die Antwort des US-Präsidenten ließ nicht lange auf sich warten. „Elon bekommt vielleicht mehr Subventionen als jeder andere Mensch in der Geschichte, und zwar mit Abstand, und ohne Subventionen müsste Elon wahrscheinlich sein Geschäft schließen und zurück nach Hause nach Südafrika gehen. Keine Raketenstarts, Satelliten oder Elektroauto-Produktion mehr, und unser Land würde ein Vermögen sparen“, schrieb Trump auf Truth Social. Seinen auch in eigenen Reihen kritisierten Gesetzesentwurf bewarb er mit den Worten: „Republikaner, das ‚Eine Große Schöne Gesetz‘ – vielleicht das größte und wichtigste seiner Art in der Geschichte – bringt die größten Steuersenkungen und die stärkste Grenzsicherung aller Zeiten, Millionen neuer Jobs, Aufstockungen für Militär und Veteranen und vieles mehr. Das Scheitern der Verabschiedung bedeutet eine gewaltige Steuererhöhung von 68 Prozent, die größte in der Geschichte!!!“

Trump bewirbt Parfüms

Doch der US-Präsident und Unternehmer nutzt seine Plattform Truth Social auch, um für andere Dinge zu werben. Nur fünf Stunden vor dem Posting zum Gesetzesentwurf - die Debatte im Senat war zu diesem Zeitpunkt bereits im Laufen - verlautbarte Trump: „Die Trump-Düfte sind da. Sie heißen ‚Victory 45-47‘, weil sie ganz im Zeichen von Sieg, Stärke und Erfolg stehen – für Männer und Frauen. Hol dir eine Flasche und vergiss nicht, auch deinen Liebsten eine zu besorgen. Viel Spaß, genieße es und bleib auf der Gewinnerseite!“ Dazu einen Link, der zur Verkaufsseite führt. Die Flacons werden von einer goldenen Statue geziert, darunter prangt die Unterschrift des US-Präsidenten, wie man sie von seinen zahlreichen Notverordnungen kennt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump seine US-Präsidentschaft für die Bewerbung und den Verkauf eigener Produkte nutzt. So brachte er in den vergangenen Monaten unter anderem ein goldenes Trump-Handy und eine Trump-Kryptowährung auf den Markt. Im offiziellen Trump-Store kann von MAGA (Make America Great Again) Kappen über Trump 2028 Fanartikel, Golfausrüstung, Schmuck, Kleidung bis hin zu Geschirr und Dekoartikeln ein buntes Sammelsurium an Trump-Devotionalien erstanden werden.