Es ist warm in Süditalien mit beinahe schon frühsommerlichen Temperaturen. Das Meer ist ruhig. Das sind beste Voraussetzungen für die Schlepperbanden, auf seeuntüchtigen Booten Migrantinnen und Migranten über den Kanal von Sizilien zu schiffen. Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat nun Alarm geschlagen. Als Alarm-Signal muss man die Verhängung eines „Ausnahmezustandes“ wegen der zahlreichen Ankömmlinge in den vergangenen Tagen und Wochen einordnen. Nach Angaben des italienischen Innenministeriums kamen seit Jahresbeginn rund 31 000 Menschen über das Mittelmeer nach Italien. Allein in den Tagen um Ostern herum erreichten etwa 2000 Menschen das italienische Festland.
''Flüchtlingsnotstand"
Wie dramatisch die Lage in Italien wirklich ist
Italiens Regierung hat den "Flüchtlingsnotstand" ausgerufen. Ein Zeichen nach innen an ihre Wählerschaft - und an Brüssel.
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