Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

NahostkonfliktDie israelischen Araber: Fremde im eigenen Haus

Stürzt Netanjahu? Zum ersten Mal in Israels Geschichte bestimmt eine arabische Partei mit, wer Premier wird. Das lenkt den Blick auf die größte im Land lebende Minderheit, der unser verstorbener Kollege Wolfgang Sotill 2019 diesen Text widmete.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Straßenszene aus der Altstadt von Jerusalem: Israels Araber fühlen sich als Bürger zweiter Klasse
Straßenszene aus der Altstadt von Jerusalem: Israels Araber fühlen sich als Bürger zweiter Klasse © Wolfgang Zajc
 

Wann immer sich der emeritierte griechisch-katholische Bischof von Galiläa Elias Chacour vorstellt, sorgt er für Verwirrung: „Ich bin Israeli und Araber, Palästinenser und Christ.“ Wie kann man das alles zugleich sein? Sind das nicht sich ausschließende Gegensätze? Das sind die Fragen, die verständnislose Besucher ihm häufig stellen. Die Antwort liegt in der wechselhaften Geschichte des Landes.  Chacour kam 1939 als Kind arabischer Eltern, die sich zum Christentum bekannten, in Palästina zur Welt. Er wuchs im kleinen Dorf Gisch auf, das nach dem Waffenstillstand von 1949 zu Israel gehörte. Damit vereint Chacour all diese politischen und religiösen Identitäten in sich.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren