Nach erzwungener LandungWeißrussland und Lettland wiesen gegenseitig Botschaftspersonal aus

Streit um Protestaktion mit Fahnentausch am Rande der Eishockey-WM in Riga. Hintergrund ist die erzwungene Landung einer Passagiermaschine in Minsk.

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Ein Ryanair-Flugzeug wurde auf dem Weg von Athen nach Vilnius zur Landung gebracht
Ein Ryanair-Flugzeug wurde auf dem Weg von Athen nach Vilnius zur Landung gebracht © AFP/Petras Malukas
 

Weißrussland hat am Montag alle Botschaftsmitarbeiter des Nachbarlandes Lettland ausgewiesen. Zuvor waren in der lettischen Hauptstadt Riga am Rande der Eishockey-Weltmeisterschaft die offiziellen Flaggen von Belarus gegen die weiß-rot-weiße Variante der weißrussischen Opposition ausgetauscht worden. Hintergrund ist die erzwungene Landung einer Passagiermaschine in Minsk.

Der weißrussische Außenminister Wladimir Makej sprach mit Blick auf den Flaggen-Tausch der Staatsagentur Belta zufolge von einer "provokanten Aktion" und einem Akt von "staatlichem Vandalismus". Der Botschafter von Lettland müsse das Land innerhalb von 24 Stunden verlassen. Den anderen Mitarbeitern seien 48 Stunden eingeräumt worden. Ein Angestellter dürfe für technischen Dienst der Botschaft im Land bleiben.

Lettland reagierte umgehend und wies ebenfalls alle Botschaftsmitarbeiter von Weißrussland aus. Dies gelte so lange, bis sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisiert hätten.

Behörden der autoritär regierten Republik Belarus hatten am Sonntag ein Ryanair-Flugzeug auf dem Weg von Athen nach Vilnius zur Landung gebracht. Dabei stieg auch ein Kampfjet vom Typ MiG-29 auf, wie das Militär in Minsk bestätigte. An Bord der Ryanair-Maschine war nach Angaben des Menschenrechtszentrums Wesna auch der von Lukaschenko international gesuchte Blogger Roman Protassewitsch, der in Minsk festgenommen wurde. Die EU verurteilte das Vorgehen geschlossen und forderte Protassewitschs Freilassung.

Kommentare (3)
Hapi67
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Traumtänzer

Weder die EU oder sonstige Kasperl werden entscheiden wer künftig in Minsk oder sonst wo reagiert und welche Flaggen dort gehisst werden.

Billige Polemik den Sport und seine Akteure miteinzubeziehen, siehe auch Katar.

Auch wenn es nicht gefällt, die angeblichen und echten Probleme in diesen Ländern müssen von den Menschen selbst erkannt und gelöst werden-alles andere ist und bleibt eine schöne Illusion für verwöhnte verweichlichte westliche Bürger.

Vielen Dank

Nora
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5
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Gauner!

Die EU unterstützt nach wie vor Diktatoren! Dem gehört beneluch ein Ende gesetzt! Wann kapiert das die EU?

Nora
1
9
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Weg mit denen!

Die Diktatoren gehören weg,wie auch immer!