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Menschenrechte, WHO und CoronaEx-Chefin von UN-Menschenrechtsrat: „Hintennach ist ein jeder ein Prophet“

Interview. Wir sollten uns nicht einreden lassen, der Westen sei auf dem absteigenden Ast, sagt die frühere Präsidentin des UN-Menschenrechtsrats, Elisabeth Tichy-Fisslberger.

++ HANDOUT ++ OeSTERREICHERIN NEUE PRAeSIDENTIN DES UNO-MENSCHENRECHTSRATES: TICHY-FISSLBERGER
"Es gibt zur Zeit kaum eine Organisation, der nicht vorgeworfen würde, in der COVID-19 Krise versagt zu haben", sagt Elisabeth Tichy-Fisslberger, ehemalige Präsidentin des UN-Menschenrechtsrats © APA/BMEIA/EUGÉNIE BERG
 

Sie waren Präsidentin des UN-Menschenrechtsrats: Macht es Sie nicht wütend, wenn Sie in aller Welt Menschenrechtsverletzungen sehen? Von Myanmar bis Belarus?
Elisabeth TICHY-FISSLBERGER: Jemand hat einmal gesagt, man sollte einem Apfel nicht vorwerfen, dass er keine Orange ist. Der Menschenrechtsrat ist ein diplomatisches Gremium. Man sollte ihm also nicht vorwerfen, dass er kein internationaler Gerichtshof ist und auch keine Schnelleingreiftruppe. Wütend zu sein, würde nicht viel bringen. Diplomatie ist ein auf längere Zeit angelegtes Wechselspiel zwischen dem Miteinander-so-zivilisiert-umgehen, dass man immer in Kontakt bleibt, und dem Einander-trotzdem-die-Meinung-sagen und zwar so, dass sie der anderen Seite einen Anreiz bietet, Änderungen vorzunehmen, ohne das Gesicht zu verlieren.

Kommentare (1)
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UHBP
4
1
Lesenswert?

„Hint'n nach ist ein jeder ein Prophet“

Ja!
Nur die Intelligenten wissen das vorher schon.
Die anderen glauben, sie machen immer alles Richtig!