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Othmar Karas im Interview"Die Sparsamen Vier, das ist ein irreführender Slogan"

Othmar Karas, Vizepräsident des Europaparlaments und ÖVP-Langzeitabgeordneter in Straßburg, übt Kritik an der Selbststilisierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz. Auch die Schuldenunion hält er für ein "Schreckgespenst".

Othmar Karas warnt davor, die Chance auf einen raschen Wiederaufbau zu verspielen
Othmar Karas warnt davor, die Chance auf einen raschen Wiederaufbau zu verspielen © (c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)
 

Herr Karas, kann sich Europa ein Scheitern bei diesem Gipfel überhaupt leisten?
OTHMAR KARAS: Ohne Zweifel drängt die Zeit. Wer die Chance auf eine Einigung jetzt verspielt, verspielt die Chance auf einen raschen Wiederaufbau und verschärft die Krise, statt sie entschieden zu bekämpfen.

Kommentare (9)

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Plantago
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Eine Verkehrsmeldung:

Zwischen Brüssel und Wien kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen. Bitte fahren Sie vorsichtig und überholen Sie nicht.

freeman666
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Am Beispiel Karas sieht man,

dass die im eigenen Land unfähigsten Politiker nach Brüssel geschickt wurden.

zweigerl
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Unfähig?

Karas ist im Gegenteil einer der wendigsten EU-Politiker, die Österreich hat. Gewiss ist das auch eine Mitgift seines erst ganz zuletzt gescheiterten Schwiegervaters, dessen diplomatische Schlüpfrigkeit an die Spitze der UN geführt hat. Da verliert man leicht die Bodenhaftung, die Karas einmal als Jungkonservativer gehabt hat. Heute definiert er "Sparsamkeit" als die Bereitschaft, "Geld aufzunehmen", um sich aus der Krise "herauszuinvestieren". Geld, Geld, Geld: Das ist das letzte Schmiermittel für die Bewältigung von Krisen.

gberghofer
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Während in Österreich das Füllhorn ausgeschüttet wird, auch

für Dinge die mit der Pandemie nichts zu tun haben wie Borkenkäfer und Bauernpensionen will man bei Ländern die am stärksten von der Pandemie betroffen sind, "sparen". Wohl wissend dass Italien nach Deutschland unser wichtigster Handelspartner ist. Sie müssen wieder auf die Füße kommen. Das müsste auch Kurz wissen. Was er macht ist reiner Populismus. Die Gelder sollen natürlich nur für die am ärgsten betroffenen Gegenden werden und nicht den Schulden allgemein. Das kann man ja vereinbaren. Man hat aus Griechenland nichts gelernt.

Grazer1960
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Frage der Ehre

Das ist ja das Problem. Italien will das Geld UND einen Freibrief es zu verwenden wie und wo sie wollen. Eine Frage der Ehre sozusagen, sich nichts vorschreiben zu lassen, da jedes Regulativ aus Brüssel innenpolitisch nicht akzeptiert wird. Und wenn auf einmal Neuwahlen stattfinden und die extrem Rechten unter Slavini gewinnen? Ohne Regeln werden sie es für populistische Geschenke an das Wahlvolk ausgeben und sicher nicht für die nötigen Reformen. Es war auch die italienische Regierung, die die Anzahl der Intensivbetten vor Corona drastisch reduziert hat. Es war die italienische Regierung, die am Anfang der Krise darauf bestanden hat, dass in Altersheimen keine Schutzkleidung getragen wird, um die Leute nicht zu beunruhigen. Etc. Etc. Ich kann hier wenig Populismus bei Kurz erkennen; er hat ganz einfach recht. Bei Ihnen orte ich dagegen eher eine Leugnung der Tatsachen, die nicht in ihr Weltbild passen.

gberghofer
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In größeren Zusammenhängen zu denken fällt ihnen schwer.

Die Wirtschaft wird, wenn überhaupt nicht so schnell auf die Füße kommen. Unser "Sparen" geht letztlich nach hinten los.

limbo17
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Das ein Schwarzer

EU Politiker das Wort SPARSAM nicht versteht ist doch klar!

tintifax
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ich bin dankbar,

dass herr karas seinen mund aufgemacht hat und gesagt hat, was sache ist!

wasloswerden
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Lieber Othmar...

...hättest Du geschwiegen, wärst Du ein Philosoph geblieben.