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Syrien"Nieder mit Bashar!"

Währungsverfall und Wirtschaftskrise setzen Assads Herrschaft zu. Wortführer wie Nizar Bou Ali nennen vor allem die Korruption der Behörden, die „empörenden Preise“ in den Geschäften und den rasanten Anstieg der Kriminalität als Gründe für das ungewöhnliche Aufbegehren, welches Regime-Zirkel sofort mit einer Lawine von Pro-Assad-Tweets beantworteten.

Alltag in Syrien © AP
 

In Syriens Pro-Assad-Gebieten steigt der Frust. „Syrien gehört uns und nicht dem Assad-Clan“, deklamierten Graffiti, die kürzlich erstmals in küstennahen Regime-Hochburgen wie Lattakia und Jableh auftauchten. „Nieder mit Bashar“, hallte es durch die Straßen der Stadt Suweida. „Packt eure Sachen, ab mit euch in den Iran“, skandierte die aufgebrachte Menge. Seit Tagen brodelt es in dieser südlichen Region, wo mehrheitlich Drusen wohnen, die ein gewisse Autonomie genießen. Den gesamten Bürgerkrieg über stand ihre Minderheit loyal zu Bashar al-Assad, doch jetzt schwindet der Rückhalt, wie Videos im Internet zeigen.

Kommentare (1)

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ck2107
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Lesenswert?

Was ist mit den EU-Sanktionen?

Lieber Herr Gehlen,

sind die EU-Sanktionen nicht auch mit Schuld an der wirtschaftlichen Misere in Syrien? Wenn ja, warum werden sie nicht in der Aufzählung erwähnt?