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Tickende ZeitbombeWie der IS die Corona-Krise für ein Comeback nutzt

Mit Blick auf Syrien warnte UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet derweil vor einer „tickenden Zeitbombe“. Verschiedene Konfliktparteien, darunter der „Islamische Staat”, betrachteten offenbar die Covid-19 Pandemie als Gelegenheit, sich neu zu gruppieren, erklärte sie.

Gut ein Jahr nach der Kapitulation ihres „Kalifates“ sind die Jihadisten des IS wieder auf dem Vormarsch - sie nützen die Coronakrise aus. Die Bevölkerung in Syrien und im Irak ist diesem Terror einfach ausgesetzt © AFP
 

Seit Wochen häuften sich nächtliche Überfälle, Sprengfallen, Entführungen, falsche Straßensperren und Selbstmordattentate. Gut ein Jahr nach der Kapitulation ihres „Kalifates“ sind die Jihadisten des IS wieder auf dem Vormarsch, auch wenn sie in Irak und Syrien kein festes Territorium mehr kontrollieren. Stattdessen nutzen sie die globale Corona-Krise, um ihren Guerillakrieg massiv auszuweiten. Ihre Kommandos agieren vor allem in den sunnitischen Provinzen im Norden und Westen des Irak, im Osten Syriens sowie in den schwer zugänglichen Wüstenregionen entlang der 600 Kilometer langen irakisch-syrischen Grenze. Mehr als 430 Anschläge gingen seit Beginn des Jahres auf ihr Konto, im Vergleich zu Jänner liegt deren Zahl im Corona-Monat April bereits doppelt so hoch. Allein in Bagdad explodierten Anfang der Woche simultan fünf Sprengsätze.

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