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Regieren per DekretOrbáns Ausnahmezustand: So hat noch kein Land reagiert

Ungarn will in der Corona-Krise demokratische Regeln außer Kraft setzen. Von einer „Autokratie“ kann vorerst aber nicht die Rede sein.

Orbáns Gespür für Macht: Ungarns Premier nützt die Coronakrise für seine Vorhaben © AP
 

Die für morgen geplante Abstimmung im ungarischen Parlament über eine Verlängerung des am 11. März ausgerufenen Ausnahmezustands (wortwörtlich: „Veszelyhelyzet“, „Gefahrensituation“) zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise, wurde auf heute vorverlegt.

Kommentare (8)

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rubberduck34
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Österreich nicht viel besser

Heute Maskenzwang wer laut WHO kontraproduktiv ist.
Morgen Bürgerortung übers Handy (hat Kurz heute schon durchblicken lassen)
Übermorgen ausschaltung des Parlaments wie in Ungarn (Pam wird für die 2/3 Mehrheit sorgen weils ja angeblich nur für die Volksgesundheit gut ist)

migelum
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Orban-Euphemist als Ungarnkorrespondent

Für mich nicht nachvollziehbar ist, dass sich die Kleine Zeitung einen verkappten Orbanfan als Korrespondenten hält. Mit vielen Worten will er uns weismachen, dass er eh kein Autokrat und alles halb so schlimm ist. Da gehört seitens der Chefredaktion längst gehandelt.

Robinhood
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EU läßt sich alles gefallen

Die Ungarn gehören aus der EU ausgeschlossen. Wenn 2/3 den Kurs von Orban tragen, dann sind 2/3 gegen die EU.

Laser19
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Vertrauen

Orban hat sich zu Zeiten der Flüchtlingskrise das Vertrauen seiner Wähler erworben und jetzt weist selbst Europa nach, dass er damals recht hatte. Davon zehrt Orban jetzt.

Lodengrün
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Seine Umfragewerte

steigen, die von Trump, und ich gehe aus auch die von Johnson. Die Leute suchen förmlich die harte Faust auch wenn die nicht ehrlich ist und ihre Rechte zerschmettert.

Nixalsverdruss
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Die Ungarn sind ja ein sympathisches Volk...

... aber ist es an der Zeit die Grenzen fix hochzuziehen und zu kontrollieren?
Wenn man davon ausgeht, das im oststeirischen Raum die Eigentumsdelikte zurückgegangen sind (Einbrüche, Diebstähle, etc.) sollte ich mich fragen, ob da ein Zusammenhang bestehen könnte?
Wenn Orbán seine Macht stärkt, dann läuten die Alarmglocken!
Wir wissen doch alle, was er von Demokratie hält und wie er - aus der Prägung seines eigenen Werdegangs - damit umgeht.
Für solche Fälle gibt es eine klare Positionierung der EU - und alles andere, als ein massives Vorgehen gegen diese Maßnahmen würde als Schwäche der EU ausgelegt und von Polen, Tschechien und der Slowakei als falsches Signal verstanden werden.
Wir sind längst in der "zweigeteilten EU" angekommen, und die Reaktion der EU wird zeigen, ob sie diese Krise aushält oder ob sie sich endgültig aufspalten wird.
Wir sind einer Teilung der EU näher als einer Erweiterung!

jg4186
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Starker Mann

Die Sehnsucht vieler Menschen nach dem "starken Mann" war immer da. Erst recht in Krisenzeiten. Orban hat dies seinen Ungarn immer vermittelt. Er war schon immer unterwegs zum Alleinherrscher. Und die Ungarn wählen ihn offensichtlich. Weil nach der langen Zeit des verhassten Kommunismus ihnen alles recht ist, was "Rechts" ist. Traurig. Entweder passt die EU genau auf und greift notfalls ein - oder Ungarn passt nicht (mehr) in die EU. Nur Geld von der EU zu nehmen kann wohl nicht reichen auf lange Sicht!

47er
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Orban hat wohl deshalb beim eigenen Volk gepunktet,

als nach der Kommunismus-Ära große Teile Ungarns an die ausländischen Möchtegern-Grundbesitzer verscherbelt wurde, weil der neue Staat dringend Geld brauchte. Seit er nach Jahren diese Verträge annullierte und alles wieder zurückholte (zu welchen Gunsten, ist ersichtlich), hat er gewonnen. Und wenn jemand mal an der Macht ist, versucht es mit allen Möglichkeiten, diese auf lange Zeit zu behalten (siehe Putin, Assad, Al Asissi, etliche afrikanische Präsidenten, Maduro, u. nocch viele andere). Wenn das eintrifft, sollte die EU alle Verbindungen und Förderungen kappen.