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Vaclav KlausÖsterreichische Koalition ist Bedrohung für Tschechien

Tschechischer Ex-Präsident warnt vor "Klimaalarmismus" und fordert radikale EU-Reform.

© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Der frühere tschechische Präsident Vaclav Klaus erachtet die Beteiligung der Grünen an der Bundesregierung als "gefährlich" für sein Land. "Diese Kombination der Regierung ist eine Bedrohung für uns", sagte Klaus am Rande des com.sult-Kongresses in Wien im Gespräch mit der APA. Im Hinblick auf die Antiatompolitik der Grünen erklärte er: "Die österreichischen Grünen sind für uns gefährlich."

Tschechien habe "keine gute Alternative zur Atomkraft. Wir haben nicht die Flüsse wie in Österreich oder etwas ähnliches", so der rechtskonservative Politiker weiter. Und er frage sich auch, wie Österreich die Energiewende schaffen wolle, wenn sogar der Ausstieg aus Gas angestrebt werde. Alte Methoden wie "Fuchsschwanzwedeln" würden vermutlich nicht ausreichen, um den hohen Energiebedarf Österreichs zu decken, ergänzte Klaus, der auch bei AfD-Veranstaltungen auftreten ist.

Warnung vor "Klimaalarmismus"

Klaus warnt schon lange vor einem "Klimaalarmismus", wie er es nennt. Er engagiert sich in mehreren Gruppen, die gegen diese "Panik" kämpfen, u.a. NIPCC des US-Klimaskeptikers und Atmosphärenphysikers Fred Singer - als Gegenstück zum Weltklimarat IPCC. Klaus' 2007 erschienenes Buch "Blauer Planet in grünen Fesseln" habe sich mittlerweile "bestätigt", sagte er: "Die Panik von Leuten wie von der Leyen ist komisch, unglaublich und irrational." Es drohe keine Klimazerstörung, das würden "seriöse Daten und Analysen" beweisen und Wetterextreme seien heute einfach stärker im Fokus der Aufmerksamkeit. "Die Feuersaison in Australien ist ident wie früher", meinte Klaus. Doch früher seien die Buschbrände kein Thema gewesen. Heute würden die Menschen mithilfe der elektronischen Medien innerhalb von fünf Minuten informiert.

Kritik an "Katastrophen-Vorhersagen"

Scharfe Kritik übt der EU-kritische Politiker und Wirtschaftswissenschafter auch an "Katastrophen-Vorhersagen" im Zusammenhang mit dem Brexit. Diese fände er "komisch". Die Teilung der Tschechoslowakei, also zweier Staaten, die 70 Jahre lang viel stärker verflochten waren als die EU mit Großbritannien, sei ein viel größerer Schritt gewesen. Und selbst da seien vorhergesagte Szenarien wie Arbeitslosigkeit und Krisen nicht eingetroffen. Leider habe es die EU bisher verabsäumt, sich zu ändern. "Wir brauchen eine radikale Wende." Die Reform der EU müsse so tief greifend wie nach dem Fall des Kommunismus sein, so Klaus.

Vertiefte Integration falsch

Die EU müsse wieder eine Europäische Gemeinschaft werden und damit zurück zur Zeit vor den Verträgen von Maastricht und Lissabon, forderte der Politiker. Er erachtet die Versuche einer vertieften Integration, die gemeinsame Währung und Schengen als "falsch". "Auch wenn ich nichts gegen die Möglichkeit habe, von Prag nach Wien ohne Grenzkontrollen zu fahren, aber der Preis ist sehr hoch", sagte der Ex-Präsident und warnte vor einer "Massenmigration". "Die europäischen Eliten haben diese Leute eingeladen", Massenmigration sei eine "organisierte Erscheinung". Klaus: "Europa muss Nein sagen."

"Ost und West Elitephrasen"

An eine echte EU-Reform, die am 9. Mai mit einer Reformkonferenz gestartet werden und den Bürgern mehr Mitsprache einräumen soll, glaubt Klaus nicht. "Das sind nur Phrasen von Eliten." Klaus kritisiert auch, wie die "westeuropäischen Eliten" die Situation in Polen und Ungarn bewerten. Diese "Irrationalität" sei für ihn "absolut inakzeptabel". "Ich sehe Postdemokratien in (West-)Europa, aber nicht eine Antidemokratie in Ungarn oder Polen." Diese Länder sollten ihre Angelegenheit allein lösen dürfen. Auch den Streit um die polnische Justizreform erachtet Klaus eher als innenpolitischen Konflikt zwischen zwei politischen Parteien in Polen.

Klaus warnte außerdem vor der Verwendung der Begriffe Ost und West, denn es handle sich um "alte kommunistische" Bezeichnungen. Sein Land Tschechien sei nicht weniger europäisch als andere. Lediglich hätten die Länder Mitteleuropas mit dem Kommunismus andere Erfahrungen gemacht und seien deswegen sensibler in Bezug auf heutige Probleme.

Subventionsbetrug

Zur Situation in seinem eigenen Land und die Demonstrationen gegen den tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis sagte Klaus, dass er Babis "nie wählen würde". Aber die Debatten würden sich nur um die Frage von Subventionsbetrug drehen. Die Proteste gegen Babis hätten nichts mit dessen Politik zu tun und seien deswegen keine "seriöse Kritik".

Klaus unterstützt freilich die Partei seines Sohnes Vaclav Klaus junior. Die EU-kritische "Trikolore Bürgerbewegung" hat laut Umfragen die Chance, bei Wahlen den Einzug ins Abgeordnetenhaus zu schaffen. "Er ist sehr begabt", sagte Klaus über seinen Sohn. Aber es sei "nicht einfach. Ich wünsche ihm viel Erfolg."

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Danke für Ihr Verständnis.

schteirischprovessa
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Wenn der Klaus weiß, wie bzw. wo man radioaktiven

Abfall so entsorgt, dass die nächsten 5000 Jahre keine Gefahr davon ausgeht, bin ich ganz bei ihm.
Vor allem, wenn die Kosten dafür, z. B. ins Weltall schießen, im Stromtarif eingepreist werden.
Dazu muss er noch garantieren können, dass Unfälle wie Fokushima oder Tschernobyl ausgeschlossen sind.
Doch da ist er nur am Stand der aktuellen Atomlobby: was geht das uns an!

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Irgendeiner
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Naja, der ist prototypisch, Mont Pelerin Society und Cato Institut

und die Klimaleugner vom NIPCC werden von der Erdölindustrie gesponsert,eine irre ökonomische Metaphysik a la Hayek und im größten Faunenschnitt der Erdgeschichte die Klappe offen über naturwissenschaftliche Dinge die sie nicht ansatzweise verstehen,die turbokapitalistische Internationale halt, aber Wissenschaft Klaus,braucht keine Propaganda.Und das ist weitaus bedrohlicher als alles andere,weil es frech lügt und die Interessen weniger auf Biegen und Brechen gegen Expertisen von unabhängiger Seite verteidigt und die mangelnde inhaltliche Substanz durch Geldeinfluß ersetzt.Und solche Figuren haben mehr als ein halbes Jahrhundert verhindert daß wir hier den ökologischen Bedrohungen entgegentreten.
Und weil er überall irrt,irrt er auch bei seinen Ängsten,solange Kurz Kanzler ist wird das alles eine Augenauswischerei, da ist die IV vor.

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Irgendeiner
9
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Weil ich Widerstand spüre und dann immer nachreiche,

was seinen Freund Basti betrifft,der ist kürzlich vorgetreten und hat vor der Wiederkehr des Kollektivismus gewarnt,erstens spielt er dauernd die nationalistische Karte,das ist Kollektivismus und zweitens hat er in der eigenen Partei jede Möglichkeit des individualismus gewaltsam beendet,nicht nur bei Funktionären auch rechtswidig durch Aushöhlen des freien Mandats,alles auf Zuruf und dann tritt der vor und warnt vor Kollektivismus. Journalisten loben die Rede,kleine Hirne stehen bewundernd davor und ich weiß nie ob ich lachen oder weinen soll über soviel Frechheit.Und Miyu, schick mir endlich Fleischmann,ich will an die Quelle.

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Irgendeiner
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Übrigens, bei Basti fallen mir immer die Masochisten ein

die ihm blind folgen,arme Gesellen,eine Art sehnsüchtiger Ruf nach der Peitsche,die verhalten sich auch anderswo ähnlich,immer kämpfen die ganz Kleinen um ihre Sichtbarkeit und wollen den Schmerz gleich spüren.Dabei wissen Erwachsene doch,daß der Triebaufschub die Lust erhöht,ob hier oder im Phantasieort Fokushima,vor einem Festessen hungert man besser und auch im erotischen gibts das Phänomen,es erhöht dann die Lust daran.Und erwachsene Männer erhöhen Ihren Lustgewinn indem sie ihn aufschieben,die Natur geistig umarmen die vom fast perfekten bis zum Produktionsfehler alles geschaffen hat,begeben sich in den seiza und und sagen sich vor dem Meditieren das Mantra von Goethe vor:In dürren Blättern säuselt der Wind...............

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ARadkohl
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Was ist denn das

Für eine gute Nacht Geschichte? 😳😳 Und auch wohl das Thema verfehlt...

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Irgendeiner
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Du mußt nicht alles verstehen, mein Kohl am Rad

und auch nicht alles verstehen wollen,obwohl ich glaube daß Du das erstere tust.Und ich verbinde immer das angenehme mit dem nützlichen,was ich sage bleibt bei mir und wen ich anspreche der versteht immer und mit Sicherheit,manchmal ist es so keltisch,von Druidenmund zu Kasperlohr,man lacht.Und jetzt laß mich weitermeditieren:In dürren Blättern säuselt der Wind.....

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ARadkohl
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Ja nenn mich wie du magst nirgendseiner.

.

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Irgendeiner
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Tu ich später,versprochen, noch simma

in der Anamnese,man lacht

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schteirischprovessa
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Gibt es jetzt schon eine Medikamentation

gegen eine akute Bastiphobie?

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klickme
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Alternativlos? Das gibt es nicht!

... Tschechien habe "keine gute Alternative zur Atomkraft??

Das zeigt, dass die Politiker kein Hirn haben, dass sie die Atomkraftlobby unterstützen.

Solche Politiker haben heute keinen Platz mehr in der Politik.

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wabra149a
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Es ist wohl umgekehrt:

Solche Ansichten und die tschechische Atompolitik sind eine Bedrohung für Österreich.

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hermannsteinacher
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Prag

liegt deutlich westlicher als Wien.

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levis555
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...und Singapur weiter

östlich...

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Lodengrün
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Ich verstehe

mi dem Herrn Hofer sprach es sich leichter. Aber er sollte sich nicht allzu sehr ängstigen. Herr Kurz will auch keine Reglementierungen. Zur Zeit, Opportunist der er ist, gibt er den Umweltsympathisanten, übertritt er da aber Grenzen die gegen seine IV laufen wird der Anruf schon erfolgen.

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wischi_waschi
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Böser Mann

Buh etwas über die Grünen sagen und dann noch gegen Atomkraft , das geht ja nun mal gar nicht.
Der Mainstream ist für die Elektrofahrzeuge aber die Politik weiß natürlich nicht wo hernehmen wen nicht stehlen. Buh und rechtskonservativ ist er auch noch.
Das geht ja schon mal gar nicht.
Leider waren dann meine Eltern umsonst bei der Abstimmung gegen Atomkraftwerk Zwentendorf...….. ( ich war noch zu klein 10 Jahre)
So schauts heute aus , nur mehr traurig

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Irgendeiner
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Ach weißt Du wischi,das mit dem rechtskonservativ bei dem ist schwer,

denn seine Vernetzung ist internationalistisch und seine Agenda auch,das spricht dagegen,ein nationalkonservativer würde eher im Lande wursteln.Aber noch gewichtiger, Rechtskonservative sind das weil sie im Gegensatz
zu Rechten die Demokratie nicht in Frage stellen, der aber folgt einer Ideologie die die liberale Diktatur will, der freche kontradiktorische Begriff stammt von Hayek himself, und das heißt schlicht Herrschaft der Besitzenden und ihrer Meinungsbüttel.Und abgesehen von der miesen Frechheit den Begriff liberal dafür zu mißbrauchen ist das das beabsichtigte Gegenteil von Demokratie,mir ist das zwar wurst, aber ich hätte ihn nicht rechtskonservativ genannt.

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styrianprawda
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@wischi_waschi

Mit diesem Posting werden Sie Ihrem Nick vollauf gerecht!

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schadstoffarm
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da sehen Lokapolitiker ihre Felle davonschwimmen

ein Regierungschef a.D. der zwar in Tschechien, Österreich, Ungarn, etc. ohne weiteres zur Nummer 1 taugt würde auf europäischer Ebene mit seinem Obskurantismus scheitern. Kein Wunder dass er zurück in die gute alte Zeit will, aber nicht zu weit bis zur UdSSR. Von der UdSSR hat er wenigstens gelernt dass Atomkraftwerke gut sind.

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homerjsimpson
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Wieso bekommt der alte rechtsrechte Mann so viel Platz???

Er murmelt, was andere halt am Stammtisch sagen nach dem 7. Bier, Leute die früher mal in gewissen nationalen Organisationen waren die uns in den Untergang gestürzt haben. Soll er denken was er will, ist so interessant, wie wenn ein Rad in China umfällt.

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KarlZoech
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@ homerjsimpson: Das Sprachbild mit dem Rad in China ist heute sehr überholt.

Die Chinesen fahren heute Auto, davon sehr viele E-Autos, da haben höchstens Autos fallweise eine Panne.
Das Sprachbild mit dem umgefallenen Sack Reis passt aber immer noch.

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gonde
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Gehe wetten, es fahren noch immer mehr Chinesen mit dem Rad, als mit dem Auto (besonders am Land).

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