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Frankreich steht stillMacron will auf 20.000 Euro monatlich verzichten, um Streik zu beenden

Die Mehrheit der Franzosen steht weiterhin hinter Streiks gegen die Pensionsreform.

Emmanuel Macron
Emmanuel Macron © (c) APA/AFP/LUDOVIC MARIN (LUDOVIC MARIN)
 

Zwei Tage vor Weihnachten ist kein Ende des massiven Verkehrschaos in Frankreich in Sicht. Zwar ging zum Wochenende die Zahl der Streikenden leicht zurück, dennoch fielen am Sonntag die Hälfte der TGV-Schnellzüge und drei Viertel der Inter-City-Verbindungen aus.

Auch Fernverbindungen von und nach Deutschland waren von den seit mehr als zwei Wochen andauernden Protesten gegen die Pensionsreform betroffen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief zu einer Streikpause über die Feiertage auf.

Frankreichs staatliche Bahngesellschaft SNCF hatte bereits gewarnt, dass der Zugverkehr in der Weihnachtszeit "stark gestört" sein werde. Das Unternehmen wollte an diesem Wochenende dennoch 850.000 Fahrkarteninhaber befördern - allerdings wurde nur die Hälfte der üblichen Verbindungen angeboten. Die SNCF rief Fahrgäste auf, geplante Reisen wenn möglich abzusagen oder zu verschieben.

"Unerträglich"

"Ich bin bestürzt, dieser Streik ist unerträglich. Die Regierung muss etwas tun", sagte Jeffrey Nwutu Ebube, der von der nördlichen Hafenstadt Le Havre zu seiner Familie ins 850 Kilometer entfernte Toulouse in Südfrankreich fahren wollte.

In der Hauptstadt Paris war der öffentliche Nahverkehr weitgehend lahmgelegt. Nur zwei der 16 U-Bahn-Linien verkehrten am letzten verkaufsoffenen Sonntag vor den Feiertagen. Nur ein Bruchteil der Vorortzüge fuhren.

Viele geplagte Reisende haben sich seit Beginn des Streiks am 5. Dezember an Autovermietungen oder Carsharing-Plattformen gewandt. Nachdem sich die französische Regierung und die Gewerkschaften im Streit um die Pensionsreform vor den Feiertagen nicht einigen konnten, gab es in letzter Minute jedoch auch über diese Dienste kaum noch Ausweichmöglichkeiten.

Macron fordert Streikpause

Macron richtete während eines Besuchs in Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) einen Appell an die Streikenden, "Verantwortungsbewusstsein" zu demonstrieren und ihre Proteste zumindest über die Feiertage auszusetzen. Er forderte eine Streikpause "aus Respekt gegenüber den Familien", die die Feiertage zusammen verbringen möchten.

Derweil ging einer Umfrage zufolge die Unterstützung für die Streiks leicht zurück. Sie sank laut einer Erhebung des Instituts Ifop um drei Prozent. Dennoch steht weiterhin eine Mehrheit von 51 Prozent der Befragten hinter den Ausständen.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, steht in den kommenden zwei Wochen auch nur eine sehr begrenzte Anzahl von Zugfahrten zwischen Frankreich und Deutschland zur Verfügung. Betroffen sind demnach die Verbindungen von und nach Stuttgart und Frankfurt am Main. Die Bahn empfiehlt, Reisen zwischen Frankreich und Deutschland "zu verschieben oder auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen".

Die Pensionsreform ist das zentrale Reformversprechen Macrons. Er will das komplizierte System mit 42 verschiedenen Regelungen in Frankreich vereinheitlichen und das Milliarden-Defizit der Pensionskassen abbauen.

Persönliches Zeichen gesetzt

Dabei setzt er auch ein persönliches Zeichen. Nach dem Ende seiner Amtszeit will der Präsident keine Pension für Ex-Staatschefs beziehen. Der 42-Jährige werde auf die Zahlung von monatlich 6.220 Euro verzichten, erklärte der Elysée-Palast am Samstag. Der Präsident werde auch auf einen Sitz im Verfassungsrat verzichten, der ehemaligen Staatschefs bei einer Vergütung von monatlich 13.500 Euro auf Lebenszeit zusteht.

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Danke für Ihr Verständnis.

Hr. Mustermann
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An alle Pro-Streik Kommentare:

Ich lebe seit Beginn des Jahres in Frankreich und bekomme den Streik dadurch sehr genau mit.
Es streiken hier Beamte der französischen Bahn SNCF. Diese Beamte haben momentan die Verträge die vor mehreren Jahrzehnten aufgesetzt wurden als Lokomotiven noch mit Kohle beheizt wurden und Lokführer ein Knochenjob wahr. Dementsprechend wurde eine Vereinbarung getroffen dass diese Teil der Bevölkerung früher in Pension gehen kann, mit geringeren Abschlägen als andere. Diese Verträge gelten jetzt noch obwohl sie längst obsolet sind. Diese Beamten Streiken damit sie ihre Privilegien nicht verlieren. Der Rest der Franzosen versteht die Streikenden nicht, allerdings sind die solidarisch denn sollte der dieser Rest mal streiken benötigen sie deren Rückhalt. Streik ist nun mal ein fixer Bestandteil der DNA von Franzosen.
Allerdings müssen dadurch Millionen von Pendlern Mietautos nehmen bzw. in Hotels übernachten oder Weihnachten ohne ihre Familien verbringen.
Spart euch also die euer Mitleid mit den Streikenden; allerdings ist die Berichterstattung der KLZ in internationalen Themen wie diesen mehr als mangelhaft.

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wischi_waschi
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H.Mustermann

Deshalb sage ich immer , wen Ihr in diesen Land nicht lebt oder gelebt habt dann könnt ich auch nicht mitreden.
Danke für die Aufklärung!

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gonde
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Da sieht man wieder, wie weit Macron von der Realität entfernt ist.

Das wird den Streikenden ziemlich wurst sein, ob er auf die Pension irgendwann, verzichtet. Jedenfalls kein Grund für sie, den Streik abzubrechen. Wollen wir wetten?

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Nora
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Richtig!

Der Streik ist richtig!Wie lange noch soll man sich von den Politikern an der Nase herumführen lassen!!Die leben in Saus und Braus,erfinden neue Steuern und das Volk muss alles ausbaden,bzw.finanzieren! Totaler Streik wäre auch bei uns schon längst notwendig!Aber bitte - ohne Gewalt!!!

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