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Regierung abgestraftLega-Sieg dreht bisher links dominierte Region Umbrien nach rechts

Klarer Sieg der rechten Lega bei Wahl in italienischer Region Umbrien: Die Partei von Ex-Innenminister Matteo Salvini erreicht 37 Prozent, die Fünf-Sterne-Bewegung stürzt auf sieben Prozent ab.

© AP
 

Bei der Regionalwahl in der mittelitalienischen Region Umbrien am Sonntag hat das Mitte-Rechts-Lager unter der Führung der rechten Lega-Partei einen klaren Sieg errungen. Die Mitte-Rechts-Kandidatin und Lega-Senatorin Donatella Tosei behauptete sich laut endgültigen Wahlergebnissen mit 57 Prozent der Stimmen.

Ihr Mitte-Links-Rivale um das Amt des Regionalpräsidenten, Vincenzo Bianconi, musste sich mit 37 Prozent begnügen. Bei der Wahl des Regionalparlaments eroberte die Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini 37 Prozent der Stimmen. Die mit der Lega verbündete postfaschistische Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) kam auf zehn Prozent. Die rechtskonservative Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi, die ebenfalls zum Mitte-Rechts-Bündnis gehört, erreichte fünf Prozent. Zum ersten Mal seit den 1970-er Jahren übernehmen nun Mitte-Rechts-Kräfte die Führung der traditionell linksorientierten Region.

Das Wahlergebnis in Umbrien gilt als schwere Niederlage für die Regierungsparteien in Rom. Die Fünf-Sterne-Bewegung, stärkste Einzelpartei im italienischen Parlament, fiel auf sieben Prozent. Ihr Koalitionspartner, die Sozialdemokraten der Partito Democratico (PD), kam auf 22 Prozent. Die beiden Parteien waren im August eine Regierungskoalition eingegangen, nachdem die Allianz aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung in die Brüche gegangen war. Dies hatte im September zur Bildung eines zweiten Kabinett unter dem parteilosen Premier Giuseppe Conte geführt.

Die Mitte-Rechts-Koalition in Umbrien profitierte klar von der hohen Wahlbeteiligung. 64,4 Prozent der 703.000 Wahlberechtigten, gaben bei den Wahlen am Sonntag ihren Stimmzettel ab, das sind fast neun Prozent mehr als bei den letzten Regionalwahlen in Umbrien 2015.

"Dieser Sieg der Mitte-Rechts-Kräfte ist eklatant. Ich feiere auch das starke Wachstum bei der Wahlbeteiligung", kommentierte Salvini, der in den letzten Wochen unermüdlich wahlwerbend durch Umbrien gereist war. Das Wahlergebnis stärkt Salvinis Forderung nach vorgezogenen Parlamentswahlen in Italien.

Die Sozialdemokraten, die die Region in den vergangenen Jahren regiert hatten, zahlen einen hohen Preis für einen im April ausgebrochenen Skandal im umbrischen Gesundheitswesen. Mehrere Lokalpolitiker waren festgenommen worden. Die sozialdemokratische Präsidentin der Region war zurückgetreten, was den Weg zu vorgezogenen Regionalwahlen geführt hatte.

Kommentare (4)

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Airwolf
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Salvini

Wir brauchen mehr Salvinis!!!!!

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picciona1
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ich hab den regierungswechsel in italien ein wenig

über die ital. medien verfolgt, und mir ist aufgefallen, dass die medien von anfang an sehr negativ über conte2 berichtet haben. jede kleinigkeit wurde zu einem KO für die regierung aufgebauscht.
und wenn man sich mal die premierministerliste anschaut, fragt man sich, muß man in It. einen medienkonzern besitzen um lange an der macht zu bleiben?
"Berlusconi konnte so als Unternehmer und Ministerpräsident beinahe den gesamten Fernsehmarkt kontrollieren – und damit auch die Nachrichten, die Italiens Haushalte erreichten" (presse)
streng genommen ist salvini der größte ungustl, studienabbrecher, in der partei groß geworden und die lega eine weit unter 10 % partei die erst 2018 17% erreichte.
erst in der regierung konnte er sich wichtig machen und hatte die mediale aufmerksamkeit, zb bei den vielen menschenrettungsaktionen.

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Dilandau
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Das ist die Strafe dafür,

dass sie den Salvini ausgebootet haben und für deren Umgang in der Migrationspolitik. Und das ist erst der Anfang.

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picciona1
5
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der dumme salvini hat sich selbst ausgebootet

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