AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

UN-Gipfel in New YorkGretas Abrechnung und Trumps Ziele

Beim UN-Klimagipfel geht eine emotionale Greta Thunberg mit der Politik hart ins Gericht. Doch in New York wird es heute auch um andere Konflikte gehen.

© APA/AFP/Ludovic Marin
 

Tränen glitzerten in ihren Augen und ihre Stimme bebte vor Wut. „Menschen leiden. Menschen sterben. Wir befinden uns am Anfang eines Massenaussterbens, und alles, woran ihr denken könnt, sind Geld und Märchen von ewigem Wachstum. Wie könnt ihr es wagen!“, warf die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg am Montag den in New York versammelten Staatenlenkern beim UN-Klimagipfel vor.

„Sie haben mit ihren leeren Worten meine Träume und meine Kindheit gestohlen“, sagte die 16-Jährige, die die Bewegung „Fridays for Future“ angestoßen und mit 15 weiteren Jugendlichen aus zwölf verschiedenen Ländern bei den UN eine Menschenrechtsbeschwerde zum Klimawandel eingereicht hat. Die österreichische Jugendvertreterin Anika Dafert durfte mitreisen nach New York und war tief beeindruckt. Ihr Kommentar: "Greta hat die Wahrheit gesagt."

Gretas zorniger Appell ist eine steile Vorgabe für die UN-Vollversammlung, die heute in New York beginnt. Für Zündstoff ist gesorgt. Wird doch die Generaldebatte von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro eröffnet, dessen ausbeuterische Abholzungspolitik als eine der Ursachen der Brände am Amazonas gilt.

"Politische Kräfte von morgen"

Bundespräsident Alexander Van der Bellen zeigte sich beeindruckt von Thunbergs Rede. "Greta hat die Fähigkeit, direkt ins Herz zu gehen", sagte er am späten Montagnachmittag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Die jungen Klimaaktivisten seien die "politischen Kräfte von morgen", freute sich der 75-Jährige. Wer "60 Jahre mehr am Buckel" habe als die Jugendlichen, wisse, "wie langsam" sich die Maschinen oft in Bewegung setzen würden, räumte er in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, Umweltministerin Maria Patek und Außenminister Alexander Schallenberg ein.

>>>Wahlquiz zu Klimapolitik Öffi-Ausbau, CO2-Steuer, radikale Begrünung: Was sagen die Parteien, was sagst du?

Anika Dafert, die von Van der Bellen nach New York mitgenommene "Fridays-for-Future"-Kämpferin aus Österreich stieß in dasselbe Horn. "Gretas Rede hat mich sehr getroffen, sie hat die Wahrheit gesagt, die Gefühle, die Panik, die Hoffnungslosigkeit in Worte gefasst", gab sich die 17-jährige Schülerin aus Radstadt in Salzburg emotional, um kurz darauf nicht mit Kritik an den handelnden Politikern zu sparen: "Wir versuchen, es euch jeden Freitag zu erklären, aber es nützt noch immer nichts." Was hier in New York "geredet" werde, sei "schön und gut". "Aber es muss etwas passieren. Es ist unsere Zukunft, die hier auf dem Spiel steht. Unser Haus brennt!"

Akzente setzen konnte in New York auch der österreichische Bundespräsident. Seine "Initiative for more Climate Ambition" wird bereits von 34 Staatsoberhäuptern aus mehreren Kontinenten getragen, freute sich Van der Bellen. In New York betonte etwa auch die slowakische Präsidentin Zuzana Caputova ihre Unterstützung für die Initiative.

Trump überraschend aufgetaucht

Überraschend erschien beim Klimagipfel US-Präsident Donald Trump - allerdings nur für einige Minuten. Er setzte sich kurz ins Plenum, obwohl er ursprünglich nicht an dem Treffen teilnehmen wollte. Trump hat den menschengemachten Klimawandel immer wieder angezweifelt und den Austritt seines Landes aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. Offiziell wurden die USA bei dem Gipfel nur durch eine Büroleiterin des Außenministeriums vertreten.

>>>Thunberg starrt Trump ernst an: Video geht viral

Per Videobotschaft meldete sich auch Papst Franziskus zu Wort. "Auch wenn die Lage nicht gut ist und der Planet leidet, ist das Fenster der Möglichkeiten noch immer geöffnet", sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche. "Noch. Noch sind wir in der Zeit. Lassen wir nicht zu, dass es sich schließt."

Iran, Saudi-Arabien und das Öl

Der Klimawandel ist das Hauptthema der 74. Sitzungsperiode der Vereinten Nationen. Aber bei Weitem nicht das einzige. Man darf gespannt sein, womit US-Präsident Donald Trump die hochrangigen Delegierten aus 193 Ländern überraschen wird.

Hatte er im Vorjahr noch mit Eigenlob für Gelächter gesorgt, könnte er sich diesmal den Iran vorknöpfen. Nach den Drohnenangriffen auf saudische Erdölanlagen, hinter denen die USA den Iran als Drahtzieher vermuten, ist die Kriegsgefahr am Golf so groß wie lange nicht. Seit der Aufkündigung des Atomabkommens durch die USA vor gut einem Jahr haben die Spannungen dramatisch zugenommen.

Erst im letzten Abdruck bekamen Irans Präsident Hassan Rohani und sein Außenminister Mohammed Dschawad Sarif ihre Visa für New York. Rohani will bei der Vollversammlung einen Friedensplan vorlegen. Sich mit Trump persönlich treffen will der Iraner nicht. Aber wer weiß.

Kommentare (22)

Kommentieren
ugglan
0
3
Lesenswert?

Wie

wäre es endlich mit einer weltweiten Bewegung "Only One Child families" - das würde allen - den Menschen und der Natur viel nachhaltiger helfen! Aber das wird von niemanden auch nur erwähnt!

Antworten
Leberknoedel
0
7
Lesenswert?

Zum Nachdenken - Text ist nicht von mir

Friday for Future?

Alle, die wie, ich in den 50er oder 60er Jahren geboren wurden, müssen uns heute anhören, wir ruinieren der Jugend das Leben.
Ich muss Euch enttäuschen, denn in meiner Jugend wurde nachhaltig gelebt.
Strümpfe und Strumpfhosen wurden gestopft. An Pullover wurden längere Bündchen gestrickt. Hosen wurden mit bunten Borten verlängert. Zum Einkaufen und zur Schule musste ich mehrere Kilometer zu Fuß laufen, transportiert wurden die Einkäufe in einem Netz.
Wenn Kleidung nicht mehr brauchbar war, wurden alle noch verwertbaren Dinge wie Knöpfe oder Reißverschlüsse abgetrennt und der Rest für Flicken oder als Putzlappen genutzt. Geschenkpapier wurde vorsichtig geöffnet um es wieder zu verwenden.
Wir sammelten Altpapier und Flaschen mit der Schule und halfen bei der Kartoffelernte.
Ich könnte noch mehr dieser Art der Nachhaltigkeit aufzählen, stattdessen muss man sich von Rotzlöffeln die sich mit dem SUV zu Schule kutschieren lassen, alleine wahrscheinlich einen 20 mal höheren Stromverbrauch haben als wir in unserer gesamten Jugend, sagen lassen, wir ruinieren Ihr Leben. Wir hatten keine elektronischen Spiele, unser WhatsApp waren Zettel unter der Bank in der Schule verteilt, wir verabredeten uns mündlich, Telefon gab es keins - das war für Notfälle gedacht.
Diese dämlichen Gören wollen mir etwas über Umweltschutz erzählen, werfen ihre Kleidung nach zweimal tragen weg, produzieren Müll ohne Ende, verbrauchen seltene Erden und müssen immer die neuesten Geräte bes

Antworten
Leberknoedel
0
8
Lesenswert?

Weiter gehts

itzen.
Auf euren Demos lasst Ihr EUREN Müll von Euren erwachsenen Sklaven wegräumen und am Wochenende geht es zum nächsten Open Air Konzert zum Koma-Saufen, auch euer Koma-Saufen gab es früher nicht. So und wenn ihr dann einmal so nachhaltig lebt wie meine Generation gelebt hat, dann dürft IHR gerne streiken.

Wie gesagt, Text kam heute über SMS, ich hätte es nicht so hart formuliert aber es steckt schon auch viel Wahres drin.

Antworten
Popelpeter
9
9
Lesenswert?

Eigentlich ist es ein Affront!

Wenn mann ehrlich ist! Da reisen Hunderte Leut um den halben Globus, verursachen damit jede Menge Co2 , um dann über das Klima zu diskutieren!!! Haha! I packs net

Antworten
schadstoffarm
4
0
Lesenswert?

Sicher Schmerzhaft

Wenn eine halbwüchsige mehr Hirn hat als ein sog. Erwachsener.

Antworten
Popelpeter
7
12
Lesenswert?

Fräulein Thunberg

Wie haben Sie sich bisher fortbewegt!! Bzw Ihre Eltern !? Wie werden Sie ( ihre Eltern) sich zukünftig fortbewegen! Das wüsste ich gerne!?

Antworten
Popelpeter
8
10
Lesenswert?

Hr Vdb

Sind Sie eigentlich first class nach NY gereist????? Nur so nebenbei! Wissen Sie dass allein der Tabakanbau 0,2 % des weltweiten Ausstoßes an klimaschädlichen Emissionen verursacht! In einem CO2 - Äquivalent von 84 Millionen Tonnen! Herstellung 1 Zigarette 3,7 Liter Wasser verbraucht!! Dann kommt aber erst das Rauchen selber dazu! Also fordere ich Sie auf, als gutes Beispiel voran zu gehn! Und sofort das Rauchen einzustellen!!

Antworten
Lodengrün
4
2
Lesenswert?

Trump, der Säulenheilige

der FPÖ (Vilimsky kann gar nicht genug von ihm kriegen) hat erneut seine gewohnte Präpotenz an den Tag gelegt. Klar, bei ihm, Strache und Co ist die Klimakatastrophe ein periodisches Phänomen. Auch die Mammute starben so. Würden aber die Herrschaften Yuval Harari lesen (DER Lieblingsautor von Herrn Kurz) dann hätten sie erfahren das die Proteingier unserer Vorfahren ihnen den Garaus machte.

Antworten
redniwo
7
9
Lesenswert?

.

Zwei Aussagen in der Thunberg Rede haben mE an der Wahrheit gekratzt. "Geldgier" und "Märchen vom Wachstum".
Alles andere wie zB der Wunsch von VdB nach mehr Geld für irgendeinen Märchenfonds, oder Merkels Satz "wir haben euren Ruf gehört" sind für mich lediglich ein Versuch das Klimaproblem zur Gewinnmaximierung der Wirtschaft umzulenken. In den Klimaschutz "investieren" anstelle den Menschen zu sagen dass Verzichte wohl nötig sein werden. Oder Verzichte werden wahrscheinlich von der Natur erzwungen werden.

Antworten
Popelpeter
13
17
Lesenswert?

Dort

regt der Vdb auch dass Österreich seine Zahlungen in den Green Climate Fund verdreifachen !!!!! solle!! Von 30 Millionen auf 90 Millionen! Einfach unerhört! Fliegt selber um die halbe Welt und wir solln scho wieder zahlen, fest! Vorallem wage ich zu behaupten dass für sicher 50% des CO 2 Ausstoßes der Transitverkehr zuständig ist! Und da solln wir wieder zur Kasse gebeten werden!!!!?????

Antworten
huckg
6
4
Lesenswert?

Es gibt sogar echte Zahlen nicht nur ihre Behauptungen

Der Anteil des Strassenverkehrs weltweit am CO2 Ausstoß betrug 2015 genau 17,94 Prozent. Den Großteil davon macht der PKW Verkehr aus. Quelle: Statistica 2019

Antworten
blubl
0
3
Lesenswert?

Zahlen

Bis jetzt wurde bewiesen, dass Co2 ein Treibhausgas ist - und das ist gut so - ohne Co2 wäre grundsätzlich kein Leben auf der Erde möglich. Bis jetzt ist die Wissenschaft uneinig inwieweit Co2 (prozentual) die Klimaerwärmung beeinflusst.

Antworten
huckg
13
27
Lesenswert?

Kurz innehalten und Nachdenken ...

Sind wir wirklich schon so in unserer Selbstherrlichkeit und in unserem Egoismus gefangen, dass wir es zulassen wie die Zukunft unserer Kinder zerstört wird?
Ein 16 jähriges Mädchen steht auf und sagt die ungeschminkte Wahrheit. Denn meisten Lesern fällt aber nichts anderes ein, als in Abwehrhaltung zu gehen und die Jugendlichen als Überbringer der Botschaft zu diffamieren und klein zu halten. Klar, dass kein Politiker si könnench traut die Fakten auf den Tisch zu legen und echte Maßnahmen zu fordern, sind sie doch vom Wohlwollen der Wähler abhängig.
Aber die Fakten lassen sich nicht wegdiskutieren. Alles ernstzunehmenden Wissenschaftler, alle Klimaexperten, der UNO Generalsekretär, der Österr. Bundespräsident und selbst der Papst sprechen klare Worte. Trotzdem gibt es noch so viele Menschen die nach dem Motto: "Was nicht sein darf , kann nicht sein" leben.

Antworten
blubl
9
7
Lesenswert?

Ungeschminkte Wahrheit?

Könnten Sie mir bitte die Fakten nennen, die sich nicht wegdiskutieren lassen?
Danke

Antworten
huckg
4
6
Lesenswert?

Fakten

Es gibt genug Literatur, diese hier zu wiederholen würde wohl das Forum sprengen. Fragen sie an der UNI Graz mal am Wegener Institut nach oder auch zu empfehlen das Buch: "Big World, Small Planet" aus dem Ullstein Verlag.

Antworten
Popelpeter
13
10
Lesenswert?

Haben Sie ihr

Auto wohl schon verkauft??? Zum Schutz des Klimas, mein ich!!!! Diese mahnenden Worte richte ich hiermit an alle Klimaretter!! Bitte sofort auf jede weiter Autofahrt, Flug und Schiffreise sowie Ebike und Eroller verzichten!

Antworten
huckg
1
8
Lesenswert?

Ökologischer Fußabdruck

Danke für ihre mahnende Worte. Und ja, ich achte auf meinen ökologischen Fußabdruck. Heute mehr denn je!

Antworten
Popelpeter
7
2
Lesenswert?

Super

Das ist erfreulich!!! Ich auch

Antworten
huckg
5
21
Lesenswert?

2/2

Es geht nicht um ein 16 jähriges Mädchen, es geht um unsere Kinder und Enkel, um deren Zukunft. Es geht darum uns selbst in den Spiegel schauen zu können und unsere Politiker zu zwingen einen Systemwechsel, weg vom Erdöl, weg vom ewigen Wachstumauf einem endlichen Planeten, einzuleiten. Auch wenn es Änderungen in unserem Leben bedeuten wird, es sind auch die Chancen für die Zukunft.
Wer nicht versteht, dass es keine Alternative zum sofortige Gen Handeln gibt, soll sich informieren, die Fakten sind klar am Tisch.
Geht am Freitag zur Demo, sagt den Politikern dass wir den Planeten für unsere Kinder lebenswert erhalten wollen.

Antworten
wischi_waschi
4
4
Lesenswert?

huckg

Die Kinder sollen Samstag zur Demo, bin gespannt wer dann kommt?
Für mich heißt das Schulschwänzen,
sonst gar nichts, wir werden nur manipuliert und das jeden Tag, von irgend einen Medium!

Antworten
huckg
3
0
Lesenswert?

@wishiwashi

Haben sie irgendetwas vom Inhalt meines Postings verstanden?

Antworten
Hazel15
1
3
Lesenswert?

Manipuliert

Sie sicher!!!

Antworten