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Medizinischer EingriffBolsonaro sagte Teilnahme an Amazonas-Gipfel ab

Zum vierten Mal, seit er während seines Wahlkampfes vor einem Jahr niedergestochen wurde, muss Bolsonaro operiert werden.

Bolsonaro sagte Teilnahme an Amazonas-Gipfel ab
Bolsonaro sagte Teilnahme an Amazonas-Gipfel ab © APA/AFP/EVARISTO SA
 

Brasiliens ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro hat seine geplante Teilnahme an einem Amazonas-Gipfel zu den verheerenden Waldbränden in der Region abgesagt. Bolsonaro müsse sich auf einen für nächste Woche anberaumten medizinischen Eingriff vorbereiten, sagte ein Regierungssprecher am Montag.

Bolsonaro müsse sich ab dem kommenden Freitag einer Flüssig-Diät unterziehen, sagte der Sprecher. Zum vierten Mal, seit er während seines Wahlkampfes vor einem Jahr niedergestochen wurde, muss Bolsonaro operiert werden. Bei dem Eingriff in Sao Paulo nächste Woche soll ein Narbenbruch behandelt werden. Bolsonaros Ärzte erklärten, der Präsident brauche anschließend eine zehntägige Erholungsphase.

Brände im Amazonasgebiet: Kampf gegen das Flammenmeer

So sieht Regenwald aus, nachdem eine Feuerwalze durch ihn zog.

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Die Bevölkerung sowie Zehntausende Soldaten versuchen, die verheerenden Waldbrände im Amazonasbecken einzudämmen.

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Es bleibt beim Versuch: In Brasilien wüten die schwersten Waldbrände seit Jahren.

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Die Auswirkungen sind weitreichend - nicht nur für die örtliche Bevölkerung, sondern für den ganzen Planeten.

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Seit Jänner stieg die Zahl der Feuer und Brandrodungen im größten Land Südamerikas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach Angaben der brasilianischen Weltraumagentur INPE um 78 Prozent auf mehr als 80.000 Brände.

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Betroffen waren meist Flächen in Privatbesitz, aber auch in Naturschutzgebieten und Ländereien der indigenen Bevölkerung brechen immer wieder Feuer aus.

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Neben der großflächig zerstörten Flora sind natürlich auch unzählige Tierspezies betroffen.

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Umweltschützer und indigene Gruppen werfen Brasiliens rechtem Präsidenten Jair Bolsonaro vor, ein Klima geschaffen zu haben, in dem sich Bauern, Holzfäller und Goldgräber zu immer weiteren Rodungen ermutigt fühlen.

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So sollen Medienberichten zufolge Bauern im Bundesstaat Para sich zu einem "Tag des Feuers" verabredet und große Waldflächen in Brand gesteckt haben.

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"Es besteht der Verdacht auf eine orchestrierte Aktion. Es gibt den Verdacht, dass das von langer Hand geplant wurde", sagte Generalstaatsanwältin Raquel Dodge.

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Die Feuer zu löschen ist geradezu unmöglich, zu entlegen, zu zahlreich, zu weit verstreut sind die Brandnester.

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"Wenn es so etwas gegeben hat, war es ein Einzelfall. Wir wissen nichts von einer orchestrierten Aktion", behauptet der Präsident des Verbands in Novo Progresso, Agamenon da Silva Menezes, der Nachrichtenagentur Agencia Brasil.

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Vertreter oder Verschiebung

Die Regierung in Brasilia erwägt, einen Stellvertreter zu dem Gipfel nach Kolumbien zu schicken oder um eine Verschiebung des Treffens zu bitten. Der Amazonas-Gipfel beginnt ebenfalls am Freitag.

Bei dem regionalen Gipfeltreffen sollte es um die schweren Waldbrände gehen, die derzeit im Amazonasgebiet wüten. Die Brände sorgen seit einigen Wochen für Streit zwischen Bolsonaro und internationalen Regierungen. Unter wachsendem Druck hatte Bolsonaro am Donnerstag ein Dekret erlassen, das das Abbrennen von Flächen für 60 Tage untersagt.

Waldbrände am Amazonas: Bilder der Katastrophe

Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet: "Die Situation ist dramatisch. Zwischen Januar und August gab es nach offiziellen Angaben 72.843 Waldbrände in Südamerika, Stunde um Stunde frisst sich das Feuer in die grüne Lunge unseres Planeten", sagt Jens Karg von Greenpeace.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Die Dimension ist derart groß, dass man die Rauchschwaden selbst aus dem Weltall beobachten kann.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Die Zerstörung des Amazonas ist auch für das Weltklima eine Belastung: "Sie führt zum Ausstoß enormer Mengen an Treibhausgasen, die sonst im Regenwald gespeichert würden", sagte Georg Scattolin von WWF Österreich.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Das brasilianische Weltraumforschungsinstitut INPE hatte Anfang der Woche alarmierende Zahlen und Satellitenbilder von Waldbränden am Amazonas veröffentlicht. Demnach gab es in Brasilien seit Jahresbeginn bereits mehr als 76.000 Waldbrände - ein Zuwachs von 84 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Nach Einschätzung von Umweltschützern haben Farmer die jüngsten Brände im Amazonasgebiet gelegt, um neue Weideflächen für ihre Viehherden oder Felder für den Sojaanbau zu schaffen.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

In Brasilien und anderen Städten Südamerikas demonstrieren tausende Menschen gegen den brasilianischen Staatschef Bolsonaro.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Der brasilianische Häuptling Raoni Metuktire macht den brasilianischen Staatschef Jair Bolsonaro für die Feuer im Amazonasgebiet verantwortlich. "Er will mit dem Wald Schluss machen, mit uns", sagte Raoni.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Die Katastrophe in Südamerika hat auch mit dem Konsumverhalten in Europa zu tun - vor allem der Heißhunger auf Steaks und Koteletts befeuert die Abholzung und Brandrodung großer Flächen im Amazonasgebiet.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Das Amazonasgebiet ist nicht nur die grüne Lunge der Welt, sondern auch ein gigantischer Ressourcenschatz, der Begehrlichkeiten weckt: Im Regenwald lässt sich gutes Geld verdienen mit Rindfleisch und Soja, Energie und Gold.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Die Welternährungsorganisation FAO macht die Umwandlung in Weideland für 80 Prozent der Verluste an Regenwald in der Amazonasregion verantwortlich.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

In den vergangenen Jahren ist die Fleischproduktion in Brasilien explodiert - rund 200 Millionen Rinder leben heute in dem größten Land Südamerikas. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Verheerende Waldbrände im Amazonasgebiet

Greenpeace-Experte Karg sagt: "Denn Verantwortung für die Brände, die Abholzung, die Umweltverbrechen am Amazonas, haben Namen und Adresse: Die Regierung Bolsonaro."

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Soforthilfe zunächst abgelehnt

Zuvor hatte Bolsonaro von den G7-Staaten bewilligte Soforthilfen für die Bekämpfung der Brände abgelehnt. Später lenkte er ein und erklärte, die Hilfe unter bestimmten Bedingungen akzeptieren zu wollen.

Umweltschützer machen Bolsonaro dafür verantwortlich, dass Rodungen und Brände im Amazonasgebiet in diesem Jahr massiv zugenommen haben. Der Staatschef ist eng mit der brasilianischen Agrarlobby verbündet und hat Umweltschutzauflagen gelockert.

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