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VerwirrungGefangenenaustausch zwischen Ukraine und Russland im Gange?

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dementierte, dass der Austausch bereits abgeschlossen sei.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj © APA/AFP/SERGEI SUPINSKY
 

Ein Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine ist offenbar im Gange, aber noch nicht abgeschlossen. Zunächst hatten am Freitag russische Medien und der ukrainische Generalstaatsanwalt mitgeteilt, mehrere bisher in Russland inhaftierte Ukrainer seien bereits auf dem Rückweg in ihr Heimatland. Dies wurde jedoch aus dem Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dementiert.

Der Austausch sei noch nicht abgeschlossen, hieß es. Die Mitteilung des ukrainischen Präsidentenamtes auf Facebook beklagte "Desinformation" und ein "Spiel mit den Gefühlen der Gesellschaft". Das Amt werde den Austausch offiziell bekanntgeben, sobald er stattgefunden habe. Auch die russische Nachrichtenagentur Interfax zitierte eine Moskauer Quelle, wonach die Gefangenen noch nicht ausgetauscht worden seien.

Seeleute und Filmemacher

Unter den Inhaftierten, die ausgetauscht werden sollen, dürften sich laut Medienberichten Seeleute und der Filmemacher Oleg Senzow befinden. Russland hatte Senzow zuvor aus einem abgelegenen Gefängnis aus Sibirien nach Moskau verlegt, wie die Nachrichtenagenturen TASS und Interfax am Donnerstag meldeten. Bei den 24 Seeleuten handelt es sich vermutlich um jene Marinesoldaten, die bei einem Vorfall im November 2018 in der Straße von Kertsch zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meer festgenommen worden waren. Dabei wurden drei ukrainische Marineschiffe beschossen und beschlagnahmt.

Ein ukrainisches Gericht soll wiederum einen russischen Journalisten freigelassen haben, dem die Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Ostukraine vorgeworfen worden war.

Sollte der Gefangenenaustausch tatsächlich gelingen, wäre dies ein großer Erfolg für den neuen ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Er war mit dem Versprechen angetreten, den Konflikt in der Ostukraine zu beenden. Dort liefern sich ukrainische Soldaten seit 2014 trotz eines Waffenstillstandsabkommens Kämpfe mit von Russland unterstützten Separatisten. Russland hält mehrere Dutzend Gefangene aus dem Konflikt in der Ostukraine fest sowie die 24 Seeleute, die vergangenes Jahr festgenommen worden waren.

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