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Queen erteilt RegierungsauftragJohnson neuer britischer Premierminister

Der neue Tory-Chef Boris Johnson löste am Mittwochnachmittag Premierministerin Theresa May in ihrem Amt ab. Königin Elizabeth II. erteilte ihm den Regierungsbildungsauftrag. Seinen Konkurrenten Jeremy Hunt hat Johnson aus der Regierung entlassen.

Königin Elizabeth II. empfängt Tory-Chef Boris Johnson. © 
 

Der neue Tory-Vorsitzende Boris Johnson wurde von Königin Elizabeth II. zum 77. Premierminister Großbritanniens ernannt. Der Brexit-Hardliner bekam am Mittwochnachmittag im Buckingham-Palast in London den Regierungsauftrag erteilt.

Nach seiner Ernennung hielt Johnsons seine erste Rede als Premierminister vor der Downing Street No. 10. Er wollte Optimismus verbreiten und verdeutlichte noch einmal seinen Brexit-Kurs: "Ich sage Ihnen, die Kritiker haben unrecht, die Zweifler werden falsch liegen. Wir verlassen die EU am 31. Oktober, ohne wenn und aber." 

Mays letzte Mahnung an Johnson

Unmittelbar zuvor hatte die bisherige Premierministerin Theresa May die Queen besucht, um ihren Rücktritt einzureichen. Die Monarchin nahm diesen an. Kurz vor ihrer Fahrt zum Buckingham-Palast sagte May, der Brexit sei für ihren designierten Nachfolger Boris Johnson "oberste Priorität". Der EU-Austritt müsse so gestaltet werden, "dass er für das ganze Vereinigte Königreich funktioniert", mahnte May in ihrer letzten Ansprache als Regierungschefin vor ihrem Amtssitz in der Downing Street.

Ernennung durch die Queen: London

Mays letzte Fragestunde.

Die ehemalige Premierministerin Theresa May legte bei ihrer letzten Fragestunde im Unterhaus Mittwochnachmittag dem Labour-Chef Jeremy Corbyn den Rücktritt nahe.

House of Commons

Bye Bye

Nach ihrer Abschiedsrede vor der Downing Street No. 10 winkt May mit ihrem Ehemann Philip zum Abschied, danach ging es zu ihrem offiziellen Rücktrittstermin mit der Queen im Buckingham Palace.

TOLGA AKMEN

Der 14. Premierminister der Queen.

Die britische Königin Elisabeth II. empfing den Tory-Chef Johnson gegen 16 Uhr im Buckingham Palace und erteilte ihm den Auftrag zur Regierungsbildung. Somit war es fix: Boris Johnson ist der 77. Premierminister Großbritanniens - und der 14. der Queen.

VICTORIA JONES

Erste Rede im neuen Amt.

Und da steht er schon vor seinem neuen Heim: Der Downing Street Nr. 10. Vor der berühmten schwarzen Tür hielt Johnson seine erste Rede als neuer Premierminister.

BEN STANSALL

Brexit im Oktober

Der Brexit Hardliner gibt sich kämpferisch: "Die, die gegen Großbritannien gewettet haben, werden ihre Hemden verlieren", sagt Johnson. Und: "Am 31. Oktober werden wir ohne Wenn und Aber die EU verlassen."

Tim Ireland

Johnsons Freundin Carrie Symonds

Im Hintergrund stand Johnsons Freundin Carrie Symonds, die die 31-Jährige ist nun Großbritanniens "First Girlfriend". Die Rolle und der Wohnort der ehemaligen Kommunikationschefin der Konservativen Partei ist noch unklar. Johnson wich bisher Fragen zu seinem künftigen Privatleben aus: "Ich spreche nicht über die Menschen, die ich liebe", sagte er vergangene Woche.

Tim Ireland

Johnson hat einiges zu tun.

Nach seiner Ansprache zum Amtsantritt winkt Johnson noch einmal vor der schwarzen Tür, nun hat er eine Regierung zu bilden. Doch als erste Amtshandlung muss Johnson noch einen Brief schreiben, den "Letter of last resort". Dieser soll die vier Atom-U-Boote des Königreichs für den Fall eines Atomkriegs instruieren.

ADRIAN DENNIS
1/7

Der frühere Außenminister Johnson hatte sich in einer parteiinternen Urwahl deutlich gegen Jeremy Hunt als Tory-Chef durchgesetzt. Damit fiel Johnson auch das Amt als Regierungschef zu. Sein erstes Opfer: Hunt muss den Hut als Außenminister nehmen, Johnson entlässt ihn.

Kabinett mit Brexit-Hardlinern

Johnson plant britischen Medien zufolge eine weitreichende Kabinettsumbildung, um seine Pläne für den EU-Austritt durchzusetzen. Er will die Posten vor allem an Brexit-Hardliner verteilen und nur zu einem Drittel an EU-freundliche Politiker. Zum "Kabinett des modernen Großbritanniens" werden den Berichten zufolge auch mehr Frauen und Politiker ethnischer Minderheiten zählen als bisher.

Es wird erwartet, dass Johnson die Namen zumindest einiger der neuen Kabinettsmitglieder noch Mittwoch verkündet. Unterdessen traten drei Minister von ihren Posten zurück: Neben Finanzminister Philip Hammond sind dies Justizminister David Gauke und Entwicklungshilfeminister Rory Stewart. Die drei EU-freundlichen Tory-Politiker hatten diesen Schritt bereits in den vergangenen Tagen angekündigt, falls Boris Johnson Premierminister werden sollte. Auch der Vize-Premierminister David Lidington hat seinen Rücktritt via Twitter verkündet. Für ihn sei der richtige Augenblick dafür jetzt gekommen.

Brüssel fordert Klarheit über Brexit-Kurs

EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier hat unmittelbar vor der  Ernennung Johnsons Klarheit über den Kurs beim EU-Austritt gefordert. "Wir freuen uns darauf zu hören, was der neue Premierminister Johnson will", sagte Barnier dem Sender BBC am Mittwoch. "Welche Entscheidungen trifft das Vereinigte Königreich?"

Kommentare (1)

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Die Queen tut mir leid,

muss zusehen wie Schwachköpfe ihr Land ruinieren.

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