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Nach dem StaatsbankettQueen und Trump beschwören britisch-amerikanische Freundschaft

US-Präsident Donald Trump spürte am ersten Tag seines Staatsbesuches in Großbritannien "viel Liebe überall". Königin Elizabeth II. mahnt beim Staatsbankett aber die Pflege und Bewahrung der internationalen Institutionen ein.

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Donald Trump und Queen Elisabeth II. © APA/AFP/POOL/DOMINIC LIPINSKI
 

Die britische Königin Elizabeth II. und US-Präsident Donald Trump haben am ersten Abend des Staatsbesuchs des US-Präsidenten die engen Beziehungen ihrer beiden Länder seit dem Zweiten Weltkrieg hervorgehoben. Bei einem Staatsbankett zu Ehren Trumps im Buckingham-Palast am Abend mahnte Trump jedoch zugleich ungewöhnlich deutlich zur Wahrung internationaler Institutionen.

Zuvor hatte die Queen in ihrer Ansprache die "enge und langjährige Freundschaft" zwischen den beiden Staaten gelobt. Trump und First Lady Melania waren am Montag zu einer dreitägigen Staatsvisite im Vereinigten Königreich eingetroffen. Angesichts der Opfer des Zweiten Weltkriegs hätten die beiden Länder mit anderen Verbündeten eine Reihe von internationalen Institutionen aufgebaut, um sicherzustellen, dass sich die "Schrecken des Konflikts" nicht wiederholten, sagte die 93 Jahre alte Monarchin. "Obwohl sich die Welt verändert hat, sind wir uns der ursprünglichen Bestimmung dieser Strukturen bewusst: Völker arbeiten zusammen, um einen hart erkämpften Frieden zu bewahren."

Empfang mit Queen: Donald Trump auf Staatsbesuch in Großbritannien

US-Präsident Donald Trump ist von 3. bis 5. Juni 2019 auf einem umstrittenen Staatsbesuch in Großbritannien. An seiner Seite Ehefrau Melanie.

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Am ersten Tag wurden der Präsident und First Lady Melania mit militärischen Ehren und Kanonensalut...

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...im Buckingham-Palast in London empfangen.

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Das Präsidentenpaar landete mit einem Hubschrauber auf dem Gelände des Palasts in London.

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Thronfolger Prinz Charles und Herzogin Camilla kamen dem US-Präsidenten und seiner Frau im Garten entgegen...

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...und führten sie zur Veranda des Palasts,...

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...wo die Königin sie in Empfang nahm.

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Ein Staatsbesuch wird anders als ein normaler Arbeitsbesuch mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert und gilt als besondere Ehre.

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Kaum ein Land kann es mit Großbritannien aufnehmen, wenn es um staatstragende Zeremonien geht.

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Die traditionelle Kutschfahrt über die Prachtstraße "The Mall" wurde jedoch, vermutlich aus Furcht vor Protesten, gestrichen.

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Britischen Medienberichten zufolge ...

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... wurden bis zu 250.000 Demonstranten erwartet.

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Bei einem Staatsbankett zu Ehren Trumps im Buckingham-Palast am Abend...

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... mahnte Trump zugleich ungewöhnlich deutlich zur Wahrung internationaler Institutionen, nachdem die beiden zuvor die engen Beziehungen ihrer beiden Länder seit dem Zweiten Weltkrieg hervorgehoben hatten. 

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Auch Trump betonte das im Zweiten Weltkrieg entstandene "unverbrüchliche Band zwischen den beiden Nationen". Beide Staatschefs wollen am Mittwoch in Portsmouth an der Südküste Englands an Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie teilnehmen, dem sogenannten D-Day.

Dinner mit Prinz Charles und May

Bei dem festlichen Abendessen im Ballsaal des Palasts nahmen auch Prinz Charles und seine Frau Camilla sowie Prinz William und Herzogin Kate und Premierministerin Theresa May teil. Mit der scheidenden britischen Regierungschefin trifft Trump am Dienstag zusammen.

Auf dem Menü standen am Abend unter anderem Lamm mit Frühlingsgemüse, Heilbutt-Filet mit Spargelspitzen und Erdbeertörtchen. Die Königin ist bekannt dafür, jedes Detail bei einem Staatsbankett persönlich zu entscheiden.

Für die Queen ist Trump bereits der zwölfte US-Präsident, den sie in ihrer langen Regentschaft trifft. Die Ehre eines Staatsbesuchs in Großbritannien wurde jedoch vor ihm nur Barack Obama und George W. Bush zuteil.

"Viel Liebe überall"

Am Morgen hatte die Queen den US-Präsidenten und die First Lady bereits feierlich im Buckingham-Palast empfangen. Die Trumps besuchten außerdem die Westminster Abbey und trafen Prinz Charles und dessen Frau zum Nachmittags-Tee. Trump schrieb zwischenzeitlich fast überschwänglich auf Twitter, sein London-Besuch laufe sehr gut. Die Queen und die gesamte Königsfamilie seien "fantastisch" und die Verbindung zu Großbritannien sei sehr stark. Es gebe dort in riesiger Zahl Menschen, die die USA liebten. "Ich habe bis jetzt keine Proteste gesehen, aber ich bin sicher, dass die Fake News sich sehr bemühen werden, welche zu finden", schrieb Trump weiter: "Viel Liebe überall."

Große Proteste erwartet

Die Staatsvisite des US-Präsidenten in Großbritannien ist sehr umstritten. Am Dienstag werden im Zentrum Londons große Proteste gegen Trump erwartet.

Trump hatte bereits große Irritationen ausgelöst, bevor er britischen Boden betrat. Kurz vor seinem Besuch hatte er sich in zwei Interviews mit britischen Zeitungen in die Brexit-Debatte eingemischt. Dort sprach er sich unter anderem für Brexit-Hardliner Boris Johnson als Nachfolger von May aus und empfahl notfalls einen "No-Deal"-Brexit. Am Montag hatte Trump außerdem kurz vor seiner Landung in London den Bürgermeister der britischen Hauptstadt, Sadiq Khan, auf Twitter scharf angegriffen, was ebenfalls für Verstimmung sorgte.

Auf Twitter schrieb Trump auch, ein großes Handelsabkommen zwischen beiden Ländern sei möglich, sobald Großbritannien seine "Fesseln" loswerde. Experten rechnen nicht damit, dass sich in der Handelsfrage etwas bewegt, solange Großbritannien den geplanten EU-Austritt nicht umgesetzt hat.

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Danke für Ihr Verständnis.

cathesianus
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Sehr zweifelhaft,

ob die Queen das freiwillig macht und nicht nur unter Druck von May. ... oder sollte sie am Ende nicht mehr ganz bei Trost sein???

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