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Aus für Plastiksackerln"Plastik-Gipfel" will Schlussstrich gegen Vermüllung setzen

Beim "Plastik-Gipfel" im Bundeskanzleramt geht es heute um die Umsetzung des Plastiksackerl-Verbots ab 2020 sowie weitere Schritte gegen Kunststoffmüll und die kurz vor Weihnachten beschlossene Einwegplastik-Richtlinie der EU.

© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Um einen laut Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) "Schlussstrich gegen die Plastikvermüllung" zu ziehen, treffen sich am heutigen Dienstag Handel, NGOs und Experten im Bundeskanzleramt zu einem "Plastik-Gipfel". Themen sind Umsetzung des Plastiksackerl-Verbots ab 2020 sowie weitere Schritte gegen Kunststoffmüll und auch die kurz vor Weihnachten beschlossene Einwegplastik-Richtlinie der EU.

Alleine mit dem Plastiksackerlverbot sollen 5.000 bis 7.000 Tonnen weggeworfene Kunststofftragetaschen jährlich vermieden werden. Bereits Anfang Dezember haben die Regierungsparteien angekündigt, zu einem runden Tisch mit den führenden Handelsketten und Branchenvertretern laden zu wollen.

Geteilte Reaktionen

Es brauche einerseits klare Vorgaben der Politik, andererseits müsse für die bestmögliche Umsetzung gemeinsam mit Handel und Experten nach Lösungen gesucht werden, hieß es damals bei der Bekanntgabe der Regierung ein Plastiksackerl-Verbot in die Wege zu leiten. Handel und die Wirtschaftskammer reagierten damals mit geteilten Reaktionen und zum Teil mit Kritik.

Warnung vor Papier-Sackerln

Greenpeace warnt davor, Plastiksackerl mit Sackerl aus Papier oder Bio-Plastik zu ersetzen. Nur Mehrwegsackerl seien tatsächlich umweltschonend. Das Verbot müsse zu einer Reduktion der Abfallmengen führen und dürfe das Problem nicht auf andere Materialien verlagern, die eine ähnlich schlechte Ökobilanz aufweisen, wie das Plastiksackerl, so Greenpeace.

Neues Umweltbewusstsein

"Mit dem Plastiksackerl-Verbot leiten wir einen Systemwechsel in Österreich ein und schaffen ein neues Umweltbewusstsein. Gemeinsam mit dem Handel und allen Beteiligten wollen wir nun in die Umsetzung gehen und die nächsten Schritte beraten", wurde Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am vergangenen Samstag zitiert, als der Termin für den Gipfel bekannt wurde. Mit Plastiksackerl-Verbot "und den Reduktionszielen sind wir auch in der Umsetzung Vorreiter in Europa", meinte Regierungskoordinator Norbert Hofer (FPÖ).

Das sind die Ziele

Erklärte Ziele der Regierung sind beim Thema Einwegplastik das Verbot von biologisch nicht abbaubaren Kunststofftragetaschen sowie der Beimengung von Mikroplastikpartikeln in Kosmetik- und Reinigungsmitteln ab 2020. Pro Tag würden allein hierzulande mehr als 100 Kilogramm Plastik über die Donau abtransportiert. Bis 2025 soll die Anzahl der Plastikverpackungen insgesamt um 20 bis 25 Prozent im Vergleich zur Menge aus dem Jahr 2016 verringert werden. Das entspreche einer Reduktion von rund 60.000 Tonnen Plastik.

Die EU-Einwegplastik-Richtlinie beinhaltet u.a. ab 2021 das Verbot von Produkten, für die es nachhaltigere Alternativen gibt, nämlich Wattestäbchen, Teller, Besteck, Strohhalme und Luftballonstäbe. Plastikbecher und Lebensmittelverpackungen sollen spürbar reduziert werden. Außerdem ist vorgesehen, dass Hersteller einen Beitrag zu den Kosten für Sammlung und Verwertung leisten.

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Danke für Ihr Verständnis.

kumpale
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Pfand auf Plastikflaschen!

Warum gibt es in Österreich kein Pfand auf Plastikflaschen,in Deutschland aber schon?
Es gibt keine herumliegenden Flaschen nach Großveranstaltungen usw.
Ist bei uns die Plastiklobby so groß?
Warum wird das nicht mal andiskutiert,man hört nichts davon?

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andy379
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"Schlussstrich gegen die Plastikvermüllung"

Das kann nur der Anfang sein und wird niemals ein "Systemwechsel in Österreich" oder schafft gar "ein neues Umweltbewusstsein"

Aber wir sind von dieser Regierung leider schon gewöhnt, dass nur lautes Getöse um die kleinsten "Errungenschaften" gemacht werden.

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schteirischprovessa
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Du bist also für gar keinen Anfang

????

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Stratusin
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Noch besser war die Alte Regierung.

Da war lautes Getöse um keine Handlung!

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UHBP
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Schlussstrich - Systemwechsel

Elisabeth Köstinger (ÖVP) "Schlussstrich gegen die Plastikvermüllung"
Sebastian Kurz (ÖVP): "Mit dem Plastiksackerl-Verbot leiten wir einen Systemwechsel in Österreich ein und schaffen ein neues Umweltbewusstsein."
Es gibt schon seit Jahren plastiksackerlfreie Gemeinden, das ist kein großer Wurf, aber beim Aufsagen sind sie ganz groß da!
Das ist so, wie wenn jemand statt 100 kg nur mehr 98 kg wegschmeißt und dann behaupt, dass er/sie damit die Welt rettet.

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kumpale
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Da geht es darum das in die Köpfe der Menschen zu platzieren!

Komisch, das immer nur gejammert wird wenn die neue Regierung was umsetzt.
Was haben die letzten Regierungen so zusammengebracht,es tut einfach weh weg vom Trog zu sein,kommt mir vor.

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UHBP
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@Komp..

In den Köpfen jener mit einem IQ über 80 ist es schon lange.
Kann aber sein, dass die Wähler der FPÖVP diesbezüglich Nachholbedarf haben.

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kumpale
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Na ja,.....

die Aussage ist typisch für einen linken Parteisoldaten.
Sehr gewagt, über 60% der Österreichischen Wähler als dumm oder ungebildet zu bezeichnen(IQ unter80).
Sie gehören natürlich zu den Menschen mit einem IQ über 80,wie auch immer sie den bei Ihnen selbst gemessen haben,weil NICHT-FPÖVP Wähler,oder wie?

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X22
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Eine österreichische Politikerin der Grünen, um einen Zeitfaktor hinzuzugeben, hätte es eine grüne Regierungsbeteiligung gegeben, hätte es wahrscheinlich auch keine so schnelle Entscheidung gegeben, obwohl sie schon sehr lange dieses Thema bearbeiten, da gibt und gab es einen Bremsklotz, nennt sich Industrie, und genau die Vertreter der Industrie wollen das als Erfolg preisgeben, die die den Bremsklotz vertreten haben, ein steirischerProvessa hat heute so etwas ähnliches Paradox genannt

Nach einem Urlaub auf einer kroatischen Insel mit viel Plastikmüll am Strand und im Wasser,[2] und inspiriert durch den Kinofilm Plastic Planet des österreichischen Regisseurs Werner Boote, der die Gefahren von Plastik und generell synthetischer Kunststoffe in ihren verschiedensten Formen zeigt, wurde Krautwaschl zur Öko-Aktivistin. Sie beschloss, nach der Grazer Premiere des Films im November 2009 mit ihrer Familie vorerst einen Monat lang plastikfrei zu leben und sich Kunststoff-Produkten zu entsagen. Dazu wurden sämtliche Kunststoffartikel im Haushalt gesammelt und nach alternativen Möglichkeiten gesucht. Im Hof der Liegenschaft türmten sich diese zu einem riesigen Berg. Die Bemühungen gipfelten im Film Kein Heim für Plastik, der von der ThimFilm GmbH produziert wurde. Der Film erlangte internationales Interesse; in der ARD wurde ebenso darüber berichtet, wie in der Schweiz oder den USA.[3][4][5] Dazu veröffentlicht sie im Heyne Verlag am 8. Juni 2012 das Taschenbuch „Plastikfreie Zone – Wie meine Familie es schafft, fast ohne Kunststoff zu leben“.[6] Der „Versuch“ der Familie Krautwaschl-Rabensteiner dauert selbst heute (2018) noch an. Sandra Krautwaschl gibt ihre Erkenntnisse und Erfahrungen auch immer wieder in Vorträgen und Diskussionen weiter.[7][8]

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schteirischprovessa
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Hab vor einiger Zeit Teigwaren von Wolf beim Merkur in Papierverpackung statt im üblichen Plastik entdeckt.

Inzwischen mehrmals gekauft, sind eher besser als die von Barilla oder Recheis, und für die Umwelt sicher die schonendere Variante. Man muss halt bei den kleinen Dingen anfangen, bei entsprechend vielen Konsumenten schaut dann gleich mal wirklich was Positive für die Umwelt raus.

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Es gibt leider bei gewissen bildungsfernen Menschen Probleme mit der Entsorgung von Müll

Das trifft leider nicht nur Zugezogene (Kinder arabischer Herkunft kauften Schoko beim Russischen Geschäft in der Elisabethstrasse und warfen es achtlos auf den Boden. Habe das selbe Verhalten bei Palästinensischen Kindern in Jerusalem leider auch beobachten können) sondern auch Einheimische (Fussballspiele)

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tannenbaum
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Alles

nur eine reine Augenauswischerei! Wie schaut es im Bereich Landwirtschaft aus? Da wird jedes Büschel Gras in Plastik verpackt und jedes Kilo Zusatzfutter in Plastiksäcken angeliefert! Und erst am Bau! Was allein beim Bau eines normalen Einfamilienhauses an Plastikmüll anfällt spottet jeder Beschreibung! Da gibt es praktisch kein Baumaterial, das nicht in Plastik eingeschweißt wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier alles ordnungsgemäß entsorgt wird!

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ichbindermeinung
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Ist das wohl nicht diskriminierend

ist dieses Verbot wohl nicht diskriminierend, da mengentechnisch nur ein paar komplett unbedeutende Plastikprodukte verboten werden und alle anderen nicht. Insbesondere für die Plastikflaschen, Milch und Joghurts, Windeln etc. gibt es nachhaltigere Alternativen....

"Die EU-Einwegplastik-Richtlinie beinhaltet u.a. ab 2021 das Verbot von Produkten, für die es nachhaltigere Alternativen gibt, nämlich Wattestäbchen, Teller, Besteck, Strohhalme und Luftballonstäbe"

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Mein Graz
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@ichbindermeinung

Ich hab es schon ein Mal erklärt: man kann eine Sache nicht diskriminieren!

Leicht verständlich für alle erklärt, übernommen von Kindersache(dot)de:

"Das Wort Diskriminierung kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Unterscheidung“. Diskriminierung beschreibt also die unterschiedliche Behandlung von Menschen. Die Benachteiligung von Menschen kann auf verschiedene Eigenschaften beruhen. Besonders häufig werden Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihres Alters diskriminiert. Hierbei gibt es meist eine Gruppe von Menschen, die diskriminiert wird, und eine Gruppe von Menschen, die dadurch Vorteile hat."

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eadepföbehm
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Wo kommt denn in dem Wort "Unterscheidung" der Begriff "Mensch" vor?

oder wo ist in deiner Erklärung ersichtlich, dass das Wort nicht auf Sachen bezogen werden kann.

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Mein Graz
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@eadepföbehm

Das Wort Diskriminierung ist mir noch niemals, außer beim User "ichbindermeinung", in Bezug auf Dinge untergekommen. Und das, obwohl ich extrem viel lese.

Aus Wikipedia:
"Das Wort Diskriminierung stammt von dem aus dem lateinischen Verb discriminare „trennen, absondern, abgrenzen, unterscheiden“ im Spätlateinischen abgeleiteten Verbalsubstantiv discriminatio „Scheidung, Absonderung.“ Das Verb diskriminieren wurde im 16. Jahrhundert in der wertneutralen Bedeutung „unterscheiden, sondern, trennen“ ins Deutsche entlehnt und ist dort seit dem 19. Jahrhundert kontinuierlich belegt. Seit dem späten 20. Jahrhundert bedeutet es mit negativer Bewertung „jemanden herabsetzen, benachteiligen, zurücksetzen“, zunächst im Politischen und dann vor allem im sozialen Bereich, während die ältere wertneutrale Bedeutung des Verbs nur noch vereinzelt fachsprachlich erscheint."

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Mein Graz
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@ichbindermeinung

Natürlich sollte man beim Verbot viel weiter gehen, allerdings kann ein Umstieg nur in kleinen Schritten erfolgen. Der Konsument muss, genau wie die Industrie, erst wieder umdenken, damit das funktionieren kann.

Und eine Alternative für Windeln? Da gibt es m.W. nur Stoffwindeln, und deren Reinigung hat sicherlich keine positive Ökobilanz.
Zusätzlich ist es schwierig, einen pflegebedürftigen Senioren zu überzeugen, sich eine Stoffwindel um den Hintern wickeln zu lassen...

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