AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Vor Theresa MayMagazin "Forbes" kürt Merkel wieder zur mächtigsten Frau des Jahres

Mächtigste Frau der Welt zum achten Mal in Folge - am Freitag entscheidet sich, wer Angela Merkel folgt. Die Merkel-Vertraute, der Wirtschaftsanwalt und der junge Minister: Wie ticken die drei Rivalen im Rennen um das Merkel-Erbe?

© AP
 

Das US-Magazin "Forbes" hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zum achten Mal in Folge zur weltweit mächtigsten Frau des Jahres gekürt. Die Öffentlichkeit stelle sich die große Frage, wer und was folge, wenn die CDU-Politikerin nicht mehr im Amt sei, schreibt das Magazin.

Auf Platz 2 der "Forbes"-Liste folgt - ebenfalls wie vergangenes Jahr - die britische Premierministerin Theresa May vor der französischen Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, die auf Platz 3 landet.

Für die Liste berücksichtigt "Forbes" unter anderem Vermögen, Medienpräsenz und Einfluss der jeweiligen Frauen. Die jüngste Frau auf der Liste ist mit 28 Jahren die US-Sängerin Taylor Swift (68. Platz). Ivanka Trump, Tochter und Beraterin von US-Präsident Donald Trump, rutschte vom 19. auf den 24. Platz ab.

Das Merkel-Double

Nach aufregenden Jahren als gefragtes Kanzlerinnen-Double sehnt sich die Doppelgängerin von Angela Merkel nach weniger Rampenlicht. "Ich freue mich, dass es ein bisschen ruhiger wird - für Frau Merkel und für mich", sagte Ursula Wanecki (61) aus Attendorn im Sauerland.

Am Freitag gibt Angela Merkel nach 18 Jahren den CDU-Vorsitz auf. "Wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, können wir dann zum Ende ihrer Kanzlerschaft 2021 gemeinsam in den Ruhestand gehen", sagte ihre Doppelgängerin. Die Büroangestellte tritt im Nebenjob regelmäßig bei Firmenfesten, Videodrehs oder Veranstaltungen auf.

Knapp sechs Wochen nach der Ankündigung von Angela Merkel, nicht mehr für den Vorsitz der CDU Deutschland anzutreten, wählt ein Parteitag am Freitag in Hamburg ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger. Als Kandidaten nominiert sind bisher Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn.

Beim Parteitag selbst können sich noch weitere Bewerber aufstellen lassen, die jedoch kaum Chancen haben dürften.

Die drei aussichtsreichen Anwärter im Überblick:

ANNEGRET KRAMP-KARRENBAUER

Für die 56-jährige Saarländerin ist es nicht unbedingt von Vorteil, dass sie Merkel nahesteht. Ihre Wahl zur neuen Parteichefin würde weitgehend für Kontinuität stehen - oder in den Augen von Kritikern für ein "Weiter so". Im Wettstreit um den Parteivorsitz betont "AKK", wie die Rechts- und Politikwissenschaftlerin genannt wird, gern ihre Regierungserfahrung.

GERMANY-POLITICS-PARTIES-CDU
Foto © APA/AFP/ODD ANDERSEN

Ab dem Jahr 2000 war die dreifache Mutter saarländische Ministerin für Inneres, Bildung, Arbeit und Soziales. Im Sommer 2011 trat die nüchtern, aber freundlich auftretende Politikerin an die Spitze einer Jamaika-Koalition, die bald darauf zerbrach. Anfang 2012 schmiedete Kramp-Karrenbauer nach vorgezogenen Neuwahlen eine Große Koalition mit der SPD. Im Mai 2017 konnte "AKK" das Wahlergebnis der CDU sogar auf über 40 Prozent verbessern.

Im Februar dieses Jahres machte Kramp-Karrenbauer dann den Sprung nach Berlin - für den Job als CDU-Generalsekretärin gab sie ihr Regierungsamt im Saarland auf, was ihr unter Christdemokraten hoch angerechnet wird.

FRIEDRICH MERZ

Viel wurde über Rachegelüste des einstigen Hoffnungsträgers der CDU spekuliert, als der inzwischen 63-jährige Sauerländer Ende Oktober seinen Hut in den Ring warf. Denn Merz, seit dem Jahr 2000 Unionsfraktionschef im Bundestag, musste nach der verlorenen Bundestagswahl 2002 Parteichefin Merkel weichen, die dann bis 2005 beide Posten versah.

GERMANY-POLITICS-PARTIES-CDU
Foto © APA/AFP/ODD ANDERSEN

Grollend wechselte der konservative Jurist in die Privatwirtschaft, 2009 trat Merz nicht mehr zur Bundestagswahl an. Zuvor hatte sich Merz als ausgewiesener Finanzpolitiker und eloquenter Redner einen Namen gemacht. Er machte Furore mit der Forderung nach einem radikal vereinfachten Steuerkonzept - die damalige Idee der Steuererklärung auf dem Bierdeckel wandelte er inzwischen in eine "Steuer-App" um.

Die Tatsache, dass der Wirtschaftsanwalt Merz so lange nicht in der aktiven Politik war, legen ihm Kritiker als Manko aus. Wegen seiner Tätigkeiten für den US-Vermögensverwalter Blackrock und die HSBC Bank wurde zudem über Interessenskonflikte gemutmaßt. Wirtschaftsvertreter hingegen hoffen, dass der wirtschaftsliberale Vater dreier Kinder fortan bei der CDU das Ruder übernimmt. Merz selbst betonte wiederholt, in diesem Fall gut mit Bundeskanzlerin Merkel zusammenarbeiten zu wollen.

JENS SPAHN

Mit seinen 38 Jahren ist der deutsche Gesundheitsminister deutlich jünger als seine beiden Kontrahenten - allerdings laut Umfragen auch weit abgeschlagen, was die Chancen auf einen Sieg am Freitag angeht. Auch Spahn ist ein profilierter Merkel-Kritiker etwa in der Flüchtlingspolitik, der immer wieder mit markig-konservativen Sprüchen auf sich aufmerksam machte. Der Münsterländer hat eine steile Politkarriere hingelegt: mit nur 22 Jahren wurde der Bankkaufmann und Politologe erstmals in den Bundestag gewählt.

GERMANY-POLITICS-PARTIES-CDU
Foto © APA/AFP/ODD ANDERSEN

Dort machte er sich erst als Gesundheitsexperte einen Namen, dann auch in der Finanzpolitik. Ende 2014 schaffte der mit einem Journalisten verheiratete Politiker mit einer Kampfkandidatur den Sprung ins CDU-Präsidium, 2015 wurde er unter dem damaligen Finanzminister Wolfgang Schäuble Staatssekretär. In der neuen "GroKo" holte Merkel dann den Partei-Rebellen als Minister ins Kabinett.

Eine Niederlage gegen "AKK" oder Merz muss Spahn nicht schaden, für den der Wettstreit vielleicht einfach zu früh kam. Er hat noch viele Berufsjahre vor sich, in denen er einen neuen Anlauf auf die Parteispitze und das Bundeskanzleramt machen kann.

Kommentare (2)

Kommentieren
BernddasBrot
1
2
Lesenswert?

Die zwei mächtigsten Frauen in Deutschland

sind die Frau Springer und die Frau Mohn vom BURDA Verlag. Die geben die Themen vor ...z.b. die Berthelsmann - Stiftung ( im Besitze der Familie Mohn ) liess die Unterlagen zu Hartz IV ausarbeiten und reichte sie der Politik . Vorerst die FDP dann die SPD unter Schröder realisierten es und niemand spricht darüber......

Antworten
Irgendeiner
1
1
Lesenswert?

Sehr gut, panem,

aber niemand ist falsch, ich hab hier mehrfach darauf hingewiesen,nur überfordern derart simple Dinge schon die meisten.Und wenn man den Hintergrund turbokapitalistischer Agenda nicht sieht kann man die Situation in der auch wir uns hier befinden nicht verstehen und dann fällt man auf Schmarrn herein, wie die taulose Kritik daran wie Drozda ein Bild korrekt hinstellt.Und Schröder war nicht allein, vergiß Fischer nicht, das war der Sündenfall zweier Parteien dort der sich im Grunde bis heute fortsetzt.

Antworten