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Trotz KritikVilimsky bekräftigt Rücktrittsaufforderung an Juncker

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky bleibt bei seinem Vorwurf, dass EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker beim NATO-Gipfel betrunken war.

FPOe NOe LANDESPARTEITAG: VILIMSKY
© APA/HANS PUNZ
 

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky hat seine Rücktrittsaufforderung an EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker und seinen Verdacht bekräftigt, dass dieser beim NATO-Gipfel am Mittwoch betrunken war. Vilimsky schrieb am Samstag auf Facebook, er habe sich "als Laie in die Symptome von Ischias-Problemen etwas eingelesen".

"Derartige Auffälligkeiten und fröhliche Verhaltensmuster habe ich dabei allerdings nicht gefunden. Aber man lernt ja nie aus. Vielleicht hätte man als Mediziner sogar früher schon eine erste Diagnose von Ischias-Problemen sehen können", erklärte Vilimsky.

Schwankender Juncker

Ein im Netz verbreitetes Video zeigt, dass Juncker bei der Aufstellung für das "Familienfoto" vor dem NATO-Galadiner nicht auf das Podium steigen konnte. Er schwankte und wurde von mehreren Regierungschefs gestützt. Später gab es Bilder Junckers im Rollstuhl.

Vilimsky war am Freitag unter anderem vom EU-Kommissar Johannes Hahn, dem ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, und der SPÖ wegen seiner Rücktrittsaufforderung an Juncker scharf kritisiert worden. Seitens der ÖVP-Regierungsmannschaft in Österreich gab es vorerst keine Reaktionen.

Der freiheitliche Europaabgeordnete meinte dazu ironisch, "aktuell" würden "zahlreiche EU-freundliche Medien und Politiker pfeilgenau medizinisch diagnostizieren, Jean Claude Juncker leide nur an Ischias und all die früheren Berichte über sein vermeintliches Alkoholproblem" seien "wie immer nur die übliche Anti-EU-Propaganda".

"Er möge den Hut nehmen"

Als Kommissionspräsident sollte man besondere Verantwortung haben und unterliege auch einer überdurchschnittlich hohen kritischen Beurteilung. "Daher bleibe ich dabei: Er möge den Hut nehmen und der EU damit einen positiven Neustart ermöglichen", betonte Vilimsky.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher erklärte am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, Vilimsky habe Juncker "übelst beleidigt". "Was auch immer man von der Politik Junckers hält, aber sich über die körperlichen Gebrechen eines Menschen, der nach einem Autounfall schwer körperlich gezeichnet ist, lustig zu machen, ist absolut inakzeptabel. Als Fraktion auf Steuerzahlerkosten Champagner zu schlürfen und über Alkohol zu witzeln, ist außerdem peinlich und unverschämt", sagte Lercher.

FPÖ-Politiker "entgleist vollkommen"

Vilimskys Fraktion habe im EU-Parlament 234 Flaschen Champagner bestellt und mehr als 500.000 Euro an Steuergeld für eigene Privilegien zu Unrecht verschwendet. "Doch statt sofort zurückzutreten, entgleist der FPÖ-Politiker nun vollkommen", so Lercher.

Aus Junckers Umfeld hieß es nach Angaben des "Standard", Juncker habe ein Ischiasleiden und Mittwochabend einen "akuten Krampf" gehabt. Er habe unter großen Schmerzen gelitten. Dies sei nicht zuletzt die Spätfolge eines schweren Autounfalls vor fast 30 Jahren, den der damalige luxemburgische Finanzminister nur knapp überlebt habe. Seither habe der inzwischen 63-Jährige Probleme in einem Bein und Gleichgewichtsstörungen beim Treppensteigen.

Berichte über die Gehprobleme Junckers wie über übermäßigen Alkoholkonsum sind nicht neu. Im EU-Wahlkampf 2014 wurde ihm das von EU-Skeptikern und britischen Medien vorgehalten, was er stets zurückwies.

Kommentare (10)

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b6f59ac9dcde3ccfd1b2869f43b2477
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Vilimsky

Vielleicht hat sich der Fossi Bär da doch heimlich ein paar von den 264 Flaschen Schampus der Europa- Rechten unter den Nagel gerissen und zipfelt die jetzt heimlich!

paulrandig
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Wo wir schon bei laienhaften Diagnosen sind...

Ich orte ein tief sitzendes Trauma, seit sich die kärntner Sonne alkoholisiert mit dem Auto in eine Betonwand gewuchtet hat. Seitdem betäubt man in dieser Partei die letzten funktionstüchtigen Gehirnzellen mit Champagner und schreibt reflexartig anderen Trunkenheit zu.
Ich muss das wissen, denn ich hab es gegoogelt.

Lodengrün
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Gudenus und Vilimsky

die Sympathiepropen der FPÖ. Man möchte es nicht für möglich halten das solche P......n unser Hohes Haus bevölkern.

X22
2
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wederlechtsnochrinks (Standard Kommentar)

"er habe sich "als Laie in die Symptome von Ischias-Problemen etwas eingelesen"

Etwas ist an FPÖlern faszinierend:
ihre übermenschliche Fähigkeit sich lächerlich zu machen/sich regelrecht zu blamieren ohne vor Scham in den Boden zu versinken; die kommen eindeutig von einem anderen Planeten

Irgendeiner
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Ja, erst Rabatz machen und sich daneben benehmen und

dann auch noch pampig sein, die Trotzphase, bissale spät halt.Und er plustert und ist jetzt Mediziner auch noch,hat wohl von Gudenusens stichhaltigen Gerüchten genascht,man lacht.Wissens mein Tasertester, seltsames Hobby übrigens, ich trink lieber ein Bier aber jedem das seine, wissens also,mein Held mit dem vollen Mundwerk,wenn wo Schmerzen sind,wurst warum,entlasten sie den Teil automatisch,dann bewegen sie sich falsch womit die Stabilität sinkt,das ist ziemlich trivial.Und selbst wenn Junker trinkt wie Hemingway ist das seine Sache und kein Beweis daß er hier angetrunken war.Und in einer Partei, wo Leute für Ämter in Frage kommen die sich vollfett mit dem Auto auf einer Radfahrerbrücke festklemmen,man lacht, das muß man allerdings erstmal bringen, dorten halt sollte man nicht so den Puritanismus der Möchtegerntemperenzller raushängen lassen, es ist so komisch.

jg4186
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Schande!

Vilimsky ist eine Schande für unser Land.
Es ist ein Skandal, welche Leute da unser Land in der EU vertreten. Und dafür Geld bekommen und jede Menge Steuergeld verprassen. Diese Partei ist zum ....
Wenn einer zurücktreten soll, dann wohl Vilimsky. Aber ehebaldigst, bevor die Schande noch größer wird für unser Land.
Wer hat diesen Vilimsky eigentlich gewählt?

mahoni1970
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Die Frage ist...

...wer hat Juncker gewählt? Diese EU ist von einer Demokratie weit, sehr weit, entfernt. Ist auch nicht möglich, weil Demokratie nur im Kleinen funktioniert. So haben wir eben die Gaukler und Puppenspieler (wobei die Puppen in diesem Fall die "gewählten" Leute in Straßburg und Brüssel sind) am Hals.

harri156
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Schande ja!

Eine größere Schande ist, dass der Regierungschef Kurz wieder abtaucht. Vom Vilimsky ist man seit seinem Selbstversuch nichts anderes gewöhnt!

Lodengrün
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Schaun wir

uns diesen Bulli einmal an. Und er hat die Unterstützung von Strache und co, also der EU Gegner, sonst traute er sich nicht so zu kläffen.

schadstoffarm
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Vilimsky

schau ned so vüll youtube und hackl was.