Der Rücktritt von Frankreichs Regierungschef Sébastien Lecornu nach nur 28 Tagen im Amt stürzt Frankreich in eine tiefe politische Krise, deren Ausgang ungewiss ist. Die Opposition rechts wie links fordert von Emmanuel Macrons Zentrumspartei seit Wochen Parlamentswahlen, wenn nicht sogar den Rücktritt des Präsidenten. Dieser Ruf ist nach dem Überraschungsrücktritt von Lecornu noch lauter geworden. „Ohne Neuwahlen und ohne die Auflösung der Nationalversammlung kann es keine Stabilität geben“, erklärte Jordan Bardella, Parteichef vom rechtspopulistischen Rassemblement National (RN).