Im Jahr 2013 trat mit Kroatien das bisher letzte Land der EU bei. Die Erweiterungsmündigkeit war bereits damals deutlich spürbar, obwohl zur selben Zeit die Beitrittsgespräche mit Montenegro, der kleinsten ehemaligen Teilrepublik des sozialistischen Jugoslawien, begannen. Wirkliche Fortschritte machten die Verhandlungen nicht. Auch in der Politik gibt es kein Vakuum; daher ermöglichte das Desinteresse der europäischen Staatenwelt anderen Mächten wie China, Russland, der Türkei, aber auch arabischen Staaten das Eindringen in den europäischen Hinterhof. Erst der russische Großangriff in der Ukraine im Februar 2022 brachte ein gewisses Umdenken.
Am Weg in die EU
Wie Montenegro zur geopolitischen Arena wird
Analyse.
Albanien will der EU 2030 beitreten, Montenegro 2028 – wobei die Verhandlungen mit Brüssel bis Ende 2026 abgeschlossen sein sollen. Erfüllte Kriterien sind nur eine Sache.
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