Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), Lars Klingbeil, hat in einem Interview erstmals öffentlich über seine Krebserkrankung im Jahr 2014 berichtet. In der Podcast-Sendung „Alles gesagt?“ des Nachrichtenmagazins ZEIT berichtete der 47-Jährige, wie er die Krankheit früh selbst bemerkte und erfolgreich behandelt werden konnte.
Seit der erfolgreichen Therapie habe er keinen Rückfall erlitten und gelte als geheilt. Die Erfahrung habe ihn jedoch nachhaltig geprägt: „Ich glaube, dass man ein Stück weit gelassener an Sachen rangeht.“ Dies sei ein Grund, warum ihm häufig eine ruhige Art nachgesagt werde. „Man blickt schon anders auf das Leben, wenn man einmal kurz vor der Klippe stand. Zungenkrebs hat sehr wenig Chancen auf eine Heilung“, erzählt der sozialdemokratische Politiker im Podcast.
Klingbeil gab im Podcast an, früher starker Raucher gewesen zu sein. Er habe zwar erst spät, etwa mit 25 Jahren, mit dem Rauchen begonnen, zeitweise aber „40 Zigaretten am Tag“ konsumiert. Heute sei er seit elf Jahren rauchfrei.
Wie geht es in Deutschland weiter?
In Deutschland haben sich CDU, CSU und SPD auf einen Koalitionsvertrag für eine schwarz-rote Regierung geeinigt: Zweieinhalb Monate nach der Bundestagswahl soll CDU-Chef Friedrich Merz am 6. Mai vom Bundestag zum deutschen Kanzler gewählt werden. Voraussetzung ist aber die Zustimmung von CDU, CSU und SPD zum Koalitionsvertrag.
Bei der SPD endet die Abstimmung am 29. April. Lars Klingbeil wird als Finanzminister im Kabinett von Friedrich Merz gehandelt. Ob er den Posten annimmt, ist aber derzeit noch unklar. Kommt die Zustimmung zustande, kann die Bundesregierung in Deutschland genau ein halbes Jahr nach dem Bruch der Ampel-Koalition am 6. November 2024 ihre Arbeit aufnehmen.