Wenn ein Papst stirbt, gibt es nicht nur eine aufwändige Beerdigungszeremonie, sondern bald darauf auch ein Konklave. Dort wählen die Kardinäle den Nachfolger. Wenn es also nicht gut um die Gesundheit eines amtierenden Papstes steht, erfasst die katholische Kirche, den Vatikan und berichtende Medien eine eigene, endzeitliche Dynamik. Das ist auch jetzt wieder zu beobachten. Papst Franziskus liegt seit Freitag in der römischen Gemelli-Klinik. Diagnostiziert wurde eine „polymikrobielle Infektion“ sowie eine beidseitige Lungenentzündung bei einem 88-Jährigen , der seit Jugendtagen Probleme mit den Atemwegen hat. Die Situation sei „komplex“, hieß es offiziell.