Die Taschen, die Anna aus dem Supermarkt trägt, sind weiter voll mit Milch, Saft, Weißbrot und Hühnerfiletpackungen. Und den Geburtstag, den ihre zwölfjährige Tochter Sweta im Dezember mit vier Freundinnen in einem Vergnügungszentrum feiern will, wird sie sich 30.000 Rubel kosten lassen, gut 260 Euro oder ein Viertel ihres Monatsgehalts. Aber Anna fühlt sich unwohl. Weil sie das Geld nicht haben wird, wenn der Mieter ihrer Zweitwohnung in der Moskauer Vorstadt Chimki, die monatlich vereinbarten 55.000 Rubel (480 Euro) wieder unpünktlich zahlt. „Ein netter Mann“, seufzt sie. „Aber er hat jetzt auch Probleme.“