Es ist ein ungewöhnlich kühler Vormittag in Buenos Aires. Der Frühling zeigt sich in der argentinischen Hauptstadt dieses Jahr selbst Mitte Oktober noch launisch. In Villa Soldati, einem ärmeren Viertel im Südwesten, weht ein schneidend kalter Wind durch die schmalen Gassen. In den weitgehend unverputzten Häusern leben vor allem Tagelöhner, Handwerker, Reinigungskräfte, Hausangestellte. Hier draußen in der Vorstadt ist das glamouröse Buenos Aires mit seinen hippen Innenstadtgegenden eine ganz normale lateinamerikanische Stadt.