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AußensichtWas zählt: Glück oder Leistung?

Das kontinentaleuropäische Modell operiert mit der Annahme, dass Glück und Pech eine wichtige Rolle spielen. Ist die Annahme korrekt, dann spricht viel für einen ausgebauten Wohlfahrtsstaat kontinentaleuropäischer Prägung, der Pech abfedert.

Martin G. Kocher findet, dass eben auch Glück unser aller Fortkommen massiv mitbestimmt. Martin G. Kocher leitet das Institut für Höhere Studien in Wien und ist Professor an der Universität Wien
Martin G. Kocher findet, dass eben auch Glück unser aller Fortkommen massiv mitbestimmt. Martin G. Kocher leitet das Institut für Höhere Studien in Wien und ist Professor an der Universität Wien © kerdkanno - Fotolia
 

Zum Jahreswechsel wünscht man einander viel Glück für das kommende Jahr. Dass Glück unser Leben stärker bestimmt, als wir das gemeinhin wahrnehmen, ist eine gut fundierte Erkenntnis der Verhaltensökonomik. Menschen tendieren dazu positive Ergebnisse ihrem Können und negative Ergebnisse Pech zuzurechnen. Das hilft uns, besser mit den Rückschlägen im Leben umzugehen. Es sollte uns aber auch vorsichtig machen bei der Interpretation von individuellen Erfolgen: Oft ist es schwer zu unterscheiden, ob ein Unternehmen eine Zeitlang erfolgreich war, weil vor allem durch Glück richtige Entscheidungen getroffen wurden, oder weil dahinter eine strategische Leistung des Managements steht.

Kommentare (2)
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petera
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Das US Modell funktioniert halt für viele nicht

Wenn man Pech hat wird man ernsthaft krank, verliert unverschuldet seine Arbeit, reißt ein Unfall/eine Tragödie die Familie auseinander.

Auf der anderen Seite at man Glück er macht einen großes Erbe oder kommt mit Vitamin B an lukrative Posten, oder wurde auch "nur" von der Familie finanziell oder mental unterstützt ein Studium abzuschließen.

Es braucht aus meiner Sicht einen stark ausgebauten Wohlfahrtsstaat um jenen zu helfen, die weniger Glück, und jene animieren zu teilen, die viel davon hatten.

Hausberger
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Marktverständnis?

Preise spielgeln sehr wohl die Leistung wider, aber unter dem Gesichtspunkt, was andere für diese Leistung bereit sind zu zahlen!

Anders ist die Geburt zu betrachten bzw. in welches soziale Gefüge man geboren wird! Ein Millionärskind hat in Österreich ohne Steuerpflicht (Erbschaft/Schenkung) in finanzieller Hinsicht schon mal ordentlich Glück gehabt, ohne Leistung!