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Kirchen rufen zum Gebet aufKardinal Schönborn: "Hass kann nicht die Antwort sein"

IGGÖ bietet Kooperation bei Aufklärung an, die Islamische Glaubensgemeinschaft IGGÖ weiß derzeit nicht mehr über den Täter als bereits bekannt. Evangelische Kirchen "tief betroffen". Kardinal Schönborn verurteilt jede Form von "blinder Gewalt".

CORONAVIRUS: PK 'WIEDERAUFNAHME VON OeFFENTLICHEN GOTTESDIENSTEN': SCHOeNBORN
Kardinal Christoph Schönborn: Ein Trauergottesdienst im Stephansdom wird vorbereitet © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) hat nach dem Terroranschlag in Wien auch uneingeschränkte Kooperation mit den Sicherheitsbehörden angeboten. Man wisse über den oder die Täter auch nicht mehr, als das Innenministerium am Dienstag bekannt gegeben hat, sagte eine Sprecherin zur APA. Die Polizei könne auch jederzeit in Kontakt mit den Extremismus-Präventionsexperten der Glaubensgemeinschaft treten.

Die IGGÖ werde noch am Dienstag mehrere Gremiensitzungen einberufen, kündigte die Glaubensgemeinschaft an. Dabei werde es auch darum gehen, ob der Täter überhaupt in die Gemeinschaft eingebunden gewesen oder aufgefallen sei. "Für uns ist es auch wichtig, ob es ein Zufall war, dass der Anschlag vor der Synagoge stattgefunden hat", sagte die Sprecherin zudem. Seit dem Abend des Anschlags sei man in ständigem Kontakt mit der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG).

++ ARCHIVBILD/THEMENBILD ++ IMAME: VFGH BESTAeTIGT VERBOT DER AUSLANDSFINANZIERUNG
Tief betroffen: Auch die Islamische Glaubensgemeinschaft Foto © APA/HANS KLAUS TECHT

Gebet für Opfer und Einsatzkräfte

Der katholische Kardinal Christoph Schönborn hat dazu aufgerufen, auf den Terroranschlag vom Montag nicht mit Hass zu antworten. "Der Hass kann auf keinen Fall die Antwort sein. Hass schürt Hass", sagte Schönborn im ORF. Man müsse weiter den Weg der Solidarität, der Gemeinschaft und der Rücksichtnahme gehen. Für den heutigen Dienstag überlegt die katholische Kirche seinen Angaben zufolge einen Trauergottesdienst im Stephansdom.

Schönborn, der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl und der St. Pöltner Bischof Alois Schwarz versicherten laut Kathpress, für die Opfer und die im Einsatz stehenden Sicherheitskräfte zu beten. "In diesen dramatischen Stunden bete ich mit vielen anderen, die über die Medien die tragischen Ereignisse im Herzen unserer Stadt mitverfolgen, für die Opfer, die Einsatzkräfte und dass es zu keinem weiteren Blutvergießen kommt", sagte der Wiener Erzbischof noch Montag Nacht.

Schönborn zeigte sich "tief betroffen" von den Ereignissen und sagte: "Dass jetzt wieder Schüsse unmittelbar vor dem Stadttempel der Israelitischen Glaubensgemeinschaft gefallen sind, erinnert mich an das blutige Attentat auf die Synagoge im Jahr 1981. Was auch immer die Hintergründe für den Anschlag heute sein mögen, klar muss sein, dass blinde Gewalt durch nichts zu rechtfertigen ist."

"Wien hält zusammen"

"Tiefe Betroffenheit" haben auch Vertreter der Evangelischen Kirche in Österreich nach dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt geäußert. "Wenn die Worte versagen, bleibt mir nur das stille Gebet für die Opfer und ihre Angehörigen und die Helferinnen und Helfer", äußerte sich der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka in sozialen Medien. "Wien hält zusammen für das Leben in dieser Stadt. Terror darf den Zusammenhalt nicht spalten!"

Kommentare (7)
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unterhundert
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4
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Also,

Beten Sie, Hr. Kardinal. Dies wir aber auch nichts helfen. Dieser Verbrecher ist in Wien aufgewachsen, hatte 2 Staatsbürgerschaften, natürlich auch die Österreichische, und war den Behörden bekannt. Allein dieses macht einen fassungslos. Möchte nicht wissen, wie viele solcher Leute in Österreich herumlaufen.
Im Grunde genommen haben wir und solche Leute ja ohne ansehen der Person hereingeholt, und die Ruf werden immer lauter, noch mehr von den Griechischen Inseln abzuholen.
Im übrigen waren die 2 Männer, die sich um den verwundeten Polizisten gekümmert haben, Migranten aus der Türkei.

Irgendeiner
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Hör auf Stimmung zu machen,das pars pro toto spielma diesmal nicht,

einer hat gemordet,aktiv, im Gegensatz zu Menschen passiv ersaufen zu lassen wie ihr es tut,warum wissma so wenig wie was das Ziel war und der ist tot und Du wirst nicht alle Muslime dafür in Geißelhaft nehmen, der hatte nicht ihre kollektive demokratische Bestätigung für das was er tat wie der, der Menschen nicht aus dem Wasser ziehen lassen will, d a s Eis ist sehr dünn.

Irgendeiner
5
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"Der Hass kann auf keinen Fall die Antwort sein. Hass schürt Hass"

Ja,kann man auch als Agnostiker nur unterschreiben.Und dann trifft es immer die, die gar nichts damit zu tun haben und irgendwelche moralfreien Populisten surfen auch noch darauf.

berndhoedl
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Kooperation der islam. Glaubensgemeinschaft

ob dies auch wirklich ernst gemeint ist, bleibt offen.

Hatte kurz vis a vis einer Grazer Moschee gewohnt und konnte jeden Freitag mitverfolgen, dass sich Duzende von Menschen dort eingefunden haben und sich nach ihren Gebet alle voneinander so verabschiedeten als ob sie sich sehr gut kannten.
Ich bin mir sehr sicher, dass viele Muslime diese Attentäter kannten und auch über ihre radikalen Gedanken zumindest im Ansatz Bescheid wussten.
Die kennen sich innerhalb ihrer Moschee alle sehr gut.

Hapi67
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Nichts neues

Schönborn spricht von scheinbar blinder Gewalt und weiterer erforderlicher Rücksichtnahme - er will und wird es nicht mehr verstehen. Toleranz gegenüber Intoleranz -weiterhin viel Spass im Träumeland und bei der Selbstaufgabe.
Chalupka ist tief betroffen und wird natürlich weiterhin an den zukünftigen Rettungsmissionen mit seinen deutschen Kollegen festhalten.
Und die IGGÖ ist völlig überrascht und weiss natürlich von nichts, wird aber auf Nachfrage gerne zur Verfügung stehen.
Interessante Stellungsnahmen - sicherlich sehr aussagekräftig für die Betroffenen.

rahuder
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Lächerlich und Scheinheilig....

Wir sollen unsere Mörder lieben, so meint es unser "Erzbischof".
Wär sehr intereasant zu wissen, wenn es in seiner engeren Familie Opfer geben würde wie dann seine Güte aussieht.
Es gäbe eine Andere Lösung, einfach alle die negativ auffallen, (wie dieser Attentäterschnell bereits mehrmals Vorbestraft)abschieben ihn ihre Heimat, dort können sie weiter Krieg spielen und ihren hasserfüllten Glauben leben.

xandilus
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scheinheilig

Ich habe Haß in mir, davon kann mich der ach so erhabene Herr Schönborn nicht befreien. Und er soll bitte auch mal die Angehörigen der Opfer und diese selbst befragen, ob mit einem braven "Gottesdienst" wieder alles in Ordnung ist.
Ob ich den Haß dann auslebe, ist natürlich eine andere Sache.