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Internationale ReaktionenMerkel: "Islamistischer Terror ist unser gemeinsamer Feind"

"Ich bin in diesen schrecklichen Stunden, in denen Wien Ziel terroristischer Gewalt geworden ist, in Gedanken bei den Menschen dort und den Sicherheitskräften, die der Gefahr entgegentreten", erklärt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.

 

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich über den Anschlag in Wien erschüttert gezeigt. "Ich bin in diesen schrecklichen Stunden, in denen Wien Ziel terroristischer Gewalt geworden ist, in Gedanken bei den Menschen dort und den Sicherheitskräften, die der Gefahr entgegentreten", erklärt Merkel am Dienstag auf Twitter. "Wir Deutschen stehen in Anteilnahme und Solidarität an der Seite unserer österreichischen Freunde", schrieb sie weiter. "Der islamistische Terror ist unser gemeinsamer Feind. Der Kampf gegen diese Mörder und ihre Anstifter ist unser gemeinsamer Kampf."

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte sein Entsetzen über die Ereignisse. "Wir sind schockiert", so Söder ebenfalls auf Twitter. Mitgefühl gelte den Opfern, Verletzten und Angehörigen. "Wir stehen fest an der Seite Österreichs." Bei dem Anschlag am Vorabend waren mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Ein Angreifer wurde von der Polizei erschossen.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat in den USA, Joe Biden, hat angesichts des Terroranschlags in Wien aufgerufen, gegen Hass und Gewalt zusammenzustehen. "Nach der entsetzlichen Terrorattacke heute Nacht in Wien, Österreich, beziehen Jill (seine Ehefrau, Anm.) und ich die Opfer und ihre Familien in unsere Gebete ein. Wir müssen alle vereint dem Hass und der Gewalt trotzen", twitterte Biden.

US-Präsident Donald Trump hat angesichts des Terroranschlags in Wien auf Twitter seine Anteilnahme ausgedrückt. "Unsere Gebete sind bei den Wienern nach einem weiteren abscheulichen Terrorakt in Europa. Diese bösen Angriffe gegen unschuldige Menschen müssen aufhören. Die USA stehen mit Österreich, Frankreich und ganz Europa im Kampf gegen Terroristen, einschließlich radikaler islamischer Terroristen", schrieb der Staatschef, der sich am Dienstag zur Wiederwahl stellt.

Der Chef von Italiens rechter Oppositionspartei Lega, Matteo Salvini, hat den Anschlag in Wien verurteilt. "Terror im Herzen Wiens, Schüsse vor der Synagoge, Tote und Verletzte: Wir verfolgen die Entwicklungen mit Sorge: Wir sind den Wienern und dem österreichischen Volk nahe", schrieb Salvini auf Facebook. Davor hatten zahlreiche italienische Politiker den Anschlag verurteilt. "Es gibt keinen Platz für Hass und Gewalt in unserem gemeinsamen europäischen Haus", schrieb der italienische Premier Giuseppe Conte auf Twitter.

Der Verband von Italiens muslimischer Gemeinschaft (UCOII) hat den Anschlag in Wien verurteilt. "Wir sind mit den Wienern solidarisch, denn dieser Angriff trifft auch uns und unsere Werte als europäische Muslime", schrieb UCOII-Präsident Yassine Lafram am Dienstag. "Wir müssen gemeinsam auf den Hass reagieren. Wir verurteilen all jene, die Tod und Terror verbreiten", so Lafram per Twitter.

Auch der ungarische Außenminister Peter Szijjarto hat seine Solidarität mit Österreich bekundet. Europa solle "Alarm schlagen" und müsse angesichts der "entsetzlichen Welle von Terrorismus", die den Kontinent bedrohe, zusammenstehen, schrieb Szijjarto auf Facebook. "Wir müssen realisieren, dass die Sicherheit Europas und damit der europäische Lifestyle angegriffen wird", so der ungarische Chefdiplomat. Europa müsse sich gegen die "sinnlosen Aggressionen" verteidigen, um größeres Unheil zu vermeiden.

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat Montagabend seine Solidarität mit Österreich nach dem Terrorangriff in Wien bekundet. Auf Deutsch und auf Französisch twitterte er: "Wir Franzosen teilen den Schock und die Trauer der Österreicher nach einem Attentat in ihrer Hauptstadt Wien. Nach Frankreich ist es nun ein befreundetes Land, das angegriffen wird. Dies ist unser Europa. Unsere Feinde müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wir werden nicht nachgeben."

In Frankreich war Mitte Oktober ein Lehrer von einem 18-Jährigen getötet worden, weil er im Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte. Seine Leiche war enthauptet aufgefunden worden. Die Tat hatte in Frankreich riesiges Entsetzen ausgelöst. Keine zwei Wochen später starben bei einer Messerattacke in einer Kirche in Nizza drei Menschen, auch hier geht die Staatsanwaltschaft von einem islamistischen Anschlag aus. Nizza wurde bereits 2016 von einem Terroranschlag erschüttert, dabei starben 86 Menschen. Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorwelle heimgesucht.

Von der Leyen: Schockiert und traurig

Angesichts des mutmaßlichen Anschlags hat sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen "schockiert und traurig" gezeigt. "Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer und der österreichischen Bevölkerung", schrieb sie auf Twitter. "Europa steht in voller Solidarität an Österreichs Seite. Wir sind stärker als Hass und Terror."

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven verurteilte die Tat in der Nähe einer Synagoge. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien. Wir müssen uns gemeinsam gegen Angriffe auf unsere offene Gesellschaft wehren", schrieb er auf Twitter.

Britischer Premier Johnson: Gemeinsam gegen Terror

Angesichts des mutmaßlichen Anschlags am Montagabend in Wien hat sich der britische Premierminister Boris Johnson "zutiefst schockiert" gezeigt. "Die Gedanken Großbritanniens sind bei den Menschen in Österreich - wir stehen vereint mit Ihnen gegen den Terror", schrieb Johnson auf Twitter.

Deutsches Außenministerium: "Verstörend"

Nach dem mutmaßlichen Anschlag in Wien hat sich das deutsche Außenministerium entsetzt gezeigt. Es kämen "erschreckende, verstörende Meldungen" aus der österreichischen Hauptstadt, erklärte das Ministerium am Montagabend auf Twitter. "Auch wenn das Ausmaß des Terrors noch nicht absehbar ist: unsere Gedanken sind bei den Verletzten und Opfern in diesen schweren Stunden", hob das Auswärtige Amt hervor. Es fügte hinzu: "Wir dürfen nicht dem Hass weichen, der unsere Gesellschaften spalten soll."

Italiens Premier: "Kein Platz für Hass in Europa"

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte hat die mutmaßliche Terrorattacke verurteilt. "Es gibt keinen Platz für Hass und Gewalt in unserem gemeinsamen europäischen Haus", schrieb Conte auf Twitter. Er drückte dem österreichischen Volk, den Familienangehörigen der Toten und den Verletzten seine Nähe aus.

Der Präsident der italienische Abgeordnetenkammer, Roberto Fico, sprach von "brutalem und erschütternden Anschlag im Herzen Europas". Wieder einmal Gewalt, Hass und Terror", schrieb Fico. Auch er drückte den "österreichischen Freunden" seine Nähe aus. "Der Anschlag in Wien ist ein Anschlag auf uns alle", twitterte der Politiker aus den Reihen der regierenden Fünf-Sterne-Bewegung.

"Ich habe viele Jahre in Wien gelebt. Der Angriff auf diese Stadt ist ein schrecklicher Schmerz für mich. Wir stehen an Seite des österreichischen Volks: Geschlossen gegen den Terror", kommentierte der italienische Europaminister Enzo Amendola.