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Neue Brexit-VerhandlungenWie Boris Johnson das Drama auf die Spitze treibt

Ausgerechnet Boris Johnson, dessen Zickzackkurs die Brexit-Verhandlungen an den Rand des Scheiterns brachten, will der EU ein Ultimatum setzen – und provoziert damit erst recht den „No Deal“.

Zickzackkurs bei den Brexit-Verhandlungen
Zickzackkurs bei den Brexit-Verhandlungen © AFP
 

Heute reist EU-Chefverhandler Michel Barnier zur achten Verhandlungsrunde dieses Sommers nach London und die Vorzeichen könnten kaum düsterer sein. Schon bisher hatte es bei den Gesprächen zwischen der EU und Großbritannien über die künftigen Beziehungen nach Ablauf der Brexit-Übergangsfrist so gut wie keine Fortschritte gegeben, was vor allem immer wieder neuen Forderungen der Briten angelastet wurde. Nun brüskiert Boris Johnson die EU-Länder mit gleich zwei neuen Vorstößen: Laut mehreren Medienberichten will der Premier morgen Gesetze verabschieden, die Teile des Brexit-Abkommens über Staatshilfen und Grenzregelungen mit Irland außer Kraft setzen – und damit das Gegenteil dessen wären, was Johnson selbst mit der EU ausgehandelt hat und im Unterhaus hat absegnen lassen.

Kommentare (4)

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VH7F
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BoJo will den harten Brexit,

Er wird ihn bekommen.

wintis_kleine
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@VH7F

Ich hoffe dass die EU in diesem Fall wirklich einmal "Kante zeigt". Es wäre ein fatales Signal an weitere "Ausstiegswillige", dass man sich die Goodies behalten, aber die Verpflichtungen über Bord werfen darf.

fans61
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Ich hoffe, die EU rückt keinen Millimeter von den Vereinbarungen ab.

Dieses komische Inselvolk - nur noch bedauerlich.

wintis_kleine
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@fans

Ich befürchte, es ist nicht das Volk, zumindest nicht knapp 50% davon, sondern ein selbstherrlicher Premierminister, der seinen Egotrip weiter fahren will, denn er wird sicher keinerlei Einbußen durch diese obskure Handlung haben.