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AußensichtGläsernes Österreich: Warum wir eine Transparenzkultur brauchen

IHS Chef Martin Kocher
© Weichselbraun
 

Österreich ist nicht für seine Transparenzkultur bekannt, weder im öffentlichen, noch im privaten Bereich. Je stärker Daten, Algorithmen und der Umgang mit ihnen relevant für Innovation werden, desto größer wird der wirtschaftliche Nachteil aus der fehlenden Transparenzkultur.

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gehtso
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Eigentlich ist

es ganz einfach, überall, wo auch nur 1Euro Steuergeld verwendet wird, hat jeder Bürger und Steuerzahler das Recht auf Einsicht aller Dokumente!

Morioka
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Hr. Prof. ihre Worte beweisen worum es hier geht ...

Die Daten der Bürger für Interessenten sollten offengelegt und leicht zugänglich gemacht werden. Wohingegen der dann transparente, gläserne Depp, eh. Bürger, wenn es um Behörden geht, weiterhin froh sein muss, die aktuelle Uhrzeit mitgeteilt zu bekommen.

'Es gibt zwar kein Amtsgeheimnis mehr, aber des heisst ja noch ned, dass mir mit den Daten einfoch so rausrücken. Gehen's zum Gericht, reichen's Klage ein, vielleicht kriegen's jo Recht. Auf Wiederschaun!'

Proaktiv werden Daten für Bürger nicht zugänglich gemacht werden. Wird man zahlreiche Formulare ausfüllen und Anträge stellen müssen, oder so komplizierte Auskunftsbegehren, dass es dem Normalbürger der Aufwand nicht Wert sein wird. Wo doch, wird es sich um solche Daten und Informationen handeln, die ohnehin nicht belastbar wären. Es könnte ja sein, dass damit wichtigen Personen geschadet würde. Oder um unwichtige, wie zB. den Getreidestand bei Grossbauer Hermann, Sommer 1296.

Weiterhin werden Institutionen wie AMS [da hört man immer wieder Klagen, welche personenbezogenen Daten da an welche Unternehmen, Schulungseinrichtungen, etc. weitergereicht werden - auch Gesundheits-Daten], und Andere, erst recht Datenschleuder spielen. Sehr zum Nachteil des nunmher nackten, transparenten, Bürger.

Firmen, die mit Daten handeln, werden sich diebisch freuen, Facebook, Twitter, ... es auch hierzulande einfacher haben. Dann ist auch eine tracking-app egal, die Daten in die USA sendet, 'DIE wissen dann Alles ...'

Morioka
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Stichwort: Transparenzdatenbank.at

Ein Paradebeispiel dafür wie man sich die Geschichte mit der 'Transparenz' auf der anderen Seite vorstellen darf. Ja, da werden Firmen gelistet, und auch Private [anonymisiert], die Beträge, und zu welchem ZWECK die Millionen oder Hunderttausende Euro die an Förderungen fliessen sie verwendet werden SOLLTEN.

Da liest man bei den Fördernehmern u.a. folgendes: 'Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die wirtschaftliche und ökologische Leistung landwirtschaftlicher Betriebe und ländlicher Unternehmen sowie die Effizienz der Vermarktung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu verbessern, die erforderliche Infrastruktur für die Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft bereitzustellen und nichtproduktive Investitionen zu unterstützen, die zur Verwirklichung von Umweltzielen erforderlich sind.', und ähnliches.

Was man NICHT erfährt, ist hingegen, wofür die Summen eines Fördernehmers im einzelnen tatsächlich eingesetzt WURDEN. Sowas würde ich Transparenz nennen ... Warscheinlich sehe ich es einfach zu eng, und sollte da lieber so denken: 'Man kann ja nicht über jeden Cent Buch führen, wo käme man da hin, geht nicht!' Auch wenn es erlauben würde, die Effektivität der Förderungen im einzelnen darzustellen und zu evaluieren. Aber auch da sehe ich es wohl zu Eng ...

SoundofThunder
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Transparenzdatenbank haben wir eh!

Nur benutzt sie keiner.