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Tränengas und RauchbombenFlüchtlinge: Lage an griechisch-türkischer Grenze bleibt angespannt

Auch in der Nacht auf Sonntag wurden Rauchbomben von der Türkei nach Griechenland geschossen.

Weiterhin campieren zahlreiche Flüchtlinge nahe der griechischen Grenze
Weiterhin campieren zahlreiche Flüchtlinge nahe der griechischen Grenze © APA/AFP/OZAN KOSE
 

Die Situation an der griechisch-türkischen Grenze bleibt weiterhin angespannt. Immer wieder kam es in der Nacht und Sonntag früh zu Attacken mit Tränengas, Rauchbomben und Blendgranaten, die von der türkischen Seite aus über den Zaun geschossen wurden, wie griechische Medien berichteten. Für Aufregung sorgen in Griechenland zudem Aufnahmen einer Wärmebildkamera der griechischen Polizei.

In der Nacht zum Samstag wurde damit ein gepanzertes Fahrzeug beim Versuch gefilmt, den Grenzzaun einzureißen, um den Flüchtlingen und Migranten den Weg nach Europa freizumachen. Die gespenstischen Aufnahmen, die dem griechischen Fernsehsender Skai zugespielt worden waren, zeigen den Berichten zufolge ein gepanzertes türkisches Grenzüberwachungsfahrzeug vom Typ "Hizir/Ates", das über ein Stahlseil mit dem Grenzzaun verbunden ist und versucht, das Drahtgeflecht niederzureißen.

Andere Videos zeigen türkisches Militär, das Tränengaskartuschen oder Rauchbomben über die Grenze schießen soll. Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hatte solche Beschuldigungen seitens der Griechen zuletzt zurückgewiesen.

Boote abgefangen

Die türkische Küstenwache hat in der Ägäis 121 Migranten aufgegriffen. Sie hätten mit Booten versucht, nach Griechenland zu gelangen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag unter Berufung auf eine entsprechende Erklärung. Die griechische Küstenwache habe die Boote zurück in türkische Gewässer abgedrängt, hieß es. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Menschen im Niemandsland: Verzweiflung an der Grenze

Eine Mehrheit der Österreicher würde die Aufnahme von an der griechischen Grenze gestrandeten Flüchtlingen derzeit ablehnen.

(c) AP (Emrah Gurel)

Dafür sprechen sich nur Wähler von Grünen und NEOS aus. SP-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner plädierte indessen erstmals zaghaft für die Aufnahme von Kindern in Österreich.

(c) AP (Emrah Gurel)

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte die Regierung zuletzt aufgefordert, sich einer "Koalition der Willigen" anzuschließen und angesichts der Flüchtlingskrise an der griechisch-türkischen Grenze insbesondere Frauen und Kinder aufzunehmen.

(c) AP (Felipe Dana)

Die ÖVP lehnte das innerhalb der türkis-grünen Koalition aber bisher klar ab.

(c) AP (Felipe Dana)

Bei der Mehrheit der Österreicher stößt die harte Haltung der Kanzlerpartei auf Zustimmung. Der Umfrage (500 Befragte) zufolge sind 61 Prozent dagegen, dass Österreich mit anderen EU-Ländern Flüchtlinge aufnimmt, um die Situation an der griechischen Grenze zu entlasten.

(c) AP (Darko Bandic)

SP-Chefin Rendi-Wagner plädierte am Samstag nach längerem Zögern erstmals für die Aufnahme von Kindern in Österreich aus: "Einzelhilfe für Menschen in Not, insbesondere Kinder und unbegleitete Minderjährige, muss auch in Österreich möglich sein".

(c) AP (Darko Bandic)

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Freitag eine Initiative angekündigt, um gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu gewährleisten.

(c) AP (Giannis Papanikos)

Die NEOS wollen bei der nächsten Nationalratssitzung einen Antrag einbringen, bis zu 500 Flüchtlinge aus griechischen Lagern in Österreich aufzunehmen. "Es ist eine einmalige Aktion, um die Schande Europas in Moria zu lösen", so Vorsitzende Beate Meinl-Reisinger in der "Kleinen Zeitung".

(c) AP (Darko Bandic)
(c) AP (Emrah Gurel)
(c) AP (Michael Varaklas)
(c) AP (Darko Bandic)
(c) AP (Giannis Papanikos)
(c) AP (Panagiotis Balaskas)
(c) AP (Giannis Papanikos)
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(c) AP (Giannis Papanikos)
(c) AP (Michael Varaklas)
(c) AP (Giannis Papanikos)
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   Ein Boot mit 47 Afghanen und einem Syrer sei vor dem westtürkischen Bezirk Cesme gestoppt worden, meldete Anadolu. Zudem sei ein Boot mit 48 Syrern, 24 Migranten aus dem Kongo und einem Angolaner von der griechischen Seite abgedrängt worden. Alle Migranten seien wieder auf das türkische Festland gebracht worden.

   Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte nach der Öffnung der Grenzen seines Landes zur EU vor rund einer Woche die Küstenwache am Freitag angewiesen, Migranten nicht mehr mit Booten die Ägäis durchqueren zu lassen. Gemeint ist die Überfahrt nach Griechenland, also in die EU. Grund sind demnach "Risiken", denen die Migranten ausgesetzt seien. Nach wie vor halten sich jedoch Migranten an der Landgrenze zu Griechenland auf, in der Hoffnung, in die EU zu gelangen.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

Popelpeter
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Ist ja das schon ein Wahnsinn

Von Jänner bis jetzt sind 25.000 neue Asylanträge gestellt worden! Jetzt stelle man sich vor wies weitergeht! Da kommen bis Dez locker an die 100.000 zusammen! Was gedenkt man hiergegen zu tun! In 5 Jahren 500.000 usw!!

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valentine711
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Erdogans Ziel ist die Islamisierung Europas

Recep Tayyip Erdogan:

"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“.

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valentine711
0
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Erdogans Ziel ist die Islamisierung Europas

Recep Tayyip Erdogan:

"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“.

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Pelikan22
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Wenn man nichts kommentiert, ist es einfacher!

Das Spielchen, das die Türken mit der EU treiben, nämlich alles zu verheimlichen, ist dasselbe was hier im Forum passiert.

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Katschy
3
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Die EU versagt auf allen Linien.

Wo ist die Unterstützung der EU für Griechenland!

Worthülsen wie, wir stehen hinter euch, oder wir unterstützen die Anstrengungen der Griechen, .........
helfen ganz genau NICHTS.
Es sollten bereits tausende Polizisten und Soldaten der EU an der Grenze zur Türkei stationiert sein und die Grenzen sichern.

Wie schaut es in Wirklichkeit aus?
Die EU und auch die überforderte Regierung in Österreich beobachten die Situation, so wie Waldorf und Statler und geben ihre Standardsätze zum Besten, die ohnehin niemand mehr glauben kann.

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wjs13
2
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Wieso spricht die Kleine immer noch von Flüchtlingen?

Es müsste sich inzwischen bis in die Redaktion durchgesprochen haben, dass, per Definition (Genfer Konvention) aus der sicheren Türkei kein Flüchtling kommen kann, es sei denn er wird vom Sultan verfolgt. Aber die werden sicher nicht zur Grenze transportiert.

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