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Sprengstoffgürtel gezündetTrump bestätigt: IS-Chef al-Bagdadi ist tot

Bagdadis Versteck sei entdeckt worden, als er versucht habe, seine Familie aus Idlib heraus zur Grenze zur Türkei zu bringen.

Abu Bakr al-Baghdadi
Abu Bakr al-Baghdadi © AP
 

Der Anführer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Baghdadi, ist bei einem Einsatz von US-Spezialeinheiten im Nordwesten Syriens getötet worden. US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag bei einer Ansprache im Weißen Haus, al-Baghdadi habe während des Angriffs eine Sprengstoffweste gezündet und so sich selbst und drei seiner Kinder getötet.

Außerdem seien zahlreiche Komplizen des Anführers des IS getötet worden. US-Bürger seien bei dem Einsatz nicht ums Leben gekommen. Tests hätten inzwischen bestätigt, dass es sich bei dem Toten um al-Baghdadi handle.

Der Auslandsgeheimdienst CIA habe beim Orten des IS-Führers geholfen. Einem hochrangigen Pentagon-Mitarbeiter zufolge habe es ein kurzes Gefecht gegeben, als die US-Streitkräfte das Gelände betreten hätten, berichtete "Newsweek". Al-Baghdadi habe sich dann mit einem Sprengstoffgürtel selbst getötet.

Die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" berichtete, dass sich der Einsatz in der Nähe von Barisha nördlich von Idlib ereignet habe. In der Gegend seien Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sowie der islamistischen Miliz Hurras al-Din aktiv. Aktivisten in Idlib berichteten der Beobachtungsstelle von unbekannten Hubschraubern.

Hohes Kopfgeld

Der Aufenthaltsort des bereits mehrfach für tot erklärten Al-Baghdadi ist unbekannt. Mit dem von den USA ausgesetzten Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (rund 22 Millionen Euro) ist er einer der meistgesuchten Terroristen der Welt. Zuletzt hatte der IS im April ein Video mit Al-Baghdadi verbreitet, in dem er dem Westen mit Angriffen drohte.

Details über die Biografie von Abu Bakr al-Baghdadi, den selbst ernannten "Kalifen Ibrahim", sind mit Vorsicht zu genießen. Häufig lassen sie sich nicht verifizieren. Lange Zeit wusste kaum jemand, wie der Chef der Terrormiliz IS aussieht, da es nur zwei Fotos von ihm gab.

Wenige Tage nach Ausrufung des Kalifats Ende Juni 2014 tauchte er dann völlig überraschend in einer Moschee in der nordirakischen Stadt Mosul auf, wo er die Freitagspredigt hielt. Danach aber zeigte er sich lange nicht mehr. Immer wieder gab es Gerüchte, er sei bei Angriffen verletzt oder sogar getötet worden. Erst im April - nach dem endgültigen Zerfall des vom IS ausgerufenen Kalifats - zeigte er sich noch ein zweites Mal in einem Video. Zwischendurch verbreitete der IS vereinzelt Audio-Botschaften seines Anführers.

Von Al-Kaida zu IS

Al-Baghdadi wurde 1971 in der irakischen Stadt Samarra geboren. An der Universität Bagdad machte er einen Abschluss in Islamischen Studien. Nach dem Sturz von Langzeitherrscher Saddam Hussein im Jahr 2003 saß er eine Zeit lang in einem US-Gefängnis im Irak.

Im Jahr 2010 übernahm Al-Baghdadi die Führung des Al-Kaida-Ablegers im Irak, der damals noch "Islamischer Staat im Irak" hieß. Nach und nach begann die Gruppe, sich nach Syrien auszudehnen. Darüber brach Al-Baghdadi mit Al-Kaida, weil er nicht die Forderung der Führung des Terrornetzwerkes akzeptieren wollte, sich auf den Irak zu beschränken.

Mit Ausrufung des Kalifats benannte sich die Terrormiliz in "Islamischer Staat" um. Damit verbunden war der Anspruch, alle Muslime weltweit zu vereinen und zu führen. Nach und nach verlor der IS jedoch sein Herrschaftsgebiet im Irak und in Syrien wieder. Offiziell galt der IS mit dem Fall seines letztes Rückzugsorts im ostsyrischen Baghouz als besiegt.

Noch vor wenigen Monaten ging die von den USA geführte Anti-IS-Koalition aber in einem Bericht davon aus, dass sich noch zwischen 14.000 und 18.000 IS-Angehörige im früheren Herrschaftsgebiet der Islamisten zwischen Syrien und dem Irak aufhalten sollen. Mittlerweile sind IS-Ableger in zahlreichen Ländern aktiv.

 

Kommentare (13)

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Foks
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Klares Bild

Den Tod eines derartigen Schlächters kann man nur begrüßen. Aber eines zeigt sich bei den Kommentaren, welche den Tod vonTerroristen bejubeln und welche dabei bei deren Kommentaren den Daumen nach unten gedrückt bekommen: Wie unsere Gesellschaft von terroristischen Sympathisanten unterwandert ist. In den Terroranschlägen der 70iger Jahren hätten alle den Daumen nach oben gedrückt.

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erstdenkendannsprechen
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ich bin kein sympathisant von irgendwelchen terroristen,

aber wenn jemand den tod von irgendjemanden bejubelt, drücke ich nicht den daumen hoch.
und das ganze bitte mit vorsicht genießen: es schein inszeniert. passend grad jetzt (das soll heißen, dass ich schon glaube, dass der mann tot ist, aber dass der zeitpunkt doch recht gewählt erscheint - man wusste ev. schon länger, wo er sich aufhält).
abstoßend auch trumps rhetorik bei der pressekonferenz.

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gonde
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Ja wenns der Trump sagt, muß es ja wahr sein!

Satire /off

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schteirischprovessa
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So es eine Hölle gibt, hat sie prominenten

Zugang bekommen.

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KarlZoech
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Falls diese Meldung sich als richtig herausstellen sollte, sage ich:

Gut so! Denn: Je früher ein derartig verblendeter, fanatischer, rücksichtsloser, brutaler Bastard aus dem Leben scheidet, umso mehr unschuldige Menschen kommen dann nicht um ihr Leben!

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FRED4713
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was erwartet eigentlich die 2 frauen von dem kerl

im himmel?? wo genau ist der himmel eigentlich?
weil die Männer dürfen sich ja auf GENAU!! 72 Jungfrauen freuen....ähhh...sagte ich FREUEN? wer hat das gezählt?
wie blöd muss man sein, um so einen Unsinn zu glauben....und das geht mit einem Gott los, von dem noch NIE jemand irgendwas gesehen oder gehört hat...

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Sashoma
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Dann befass dich zuerst nal mit Religion bevor du urteilst

fang an bei Adam und Eva

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FRED4713
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sorry, aber märchenbücher

sind nicht so wirklich mein ding...und wenn es noch so schön erfunden ist

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pinsel1954
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72 Jungfrauen könnten eher die Hölle sein.....

.....aber der Glaube versetzt Berge und die Dummheit der Menschen ist wohl grenzenlos.....

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SoundofThunder
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Schon wieder?

Wieviele Leben hat der?

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Sam125
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al-Baghdadi getötet? Hoffentlich war er keine Hydra!!!

Denn sein Tod wäre bestimmt einmal ein wichtiger und richtiger Schritt hin zur Stabilisierung im ganzen Orient!! Und ja,er wollte seine Familie in Richtung Türkei, in Sicherheit bringen......!? Das schreibe ich jetzt einmal so,wie es berichtet wird und es kann sich jeder selbst seine Schlüsse daraus ziehen!

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erstdenkendannsprechen
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für einige ist die türkisch-syrische grenze sehr durchlässig.

da werden mehrer spiele gespielt, und geopolitisch sind der westen und russland auch nicht unbedingt die, die keine hintergedanken haben. armes syrien.

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KarlZoech
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@ Sam125: Ja, es ist bezeichnend, dass dieser Verbrecher

in die Türkei wollte, zum Bruder im Geist Erdogan.

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