AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Laut "profil"FPÖ löst dubiose Vereine auf

Insgesamt sollen mehr als 600.000 Euro an Spenden an FPÖ-nahe Vereine geflossen sein, schreibt das "profil" in seiner aktuell erscheinenden Ausgabe. Die FPÖ räumt ein, dass über einen der Vereine das Personenkomitee von Strache finanziert werden sollte.

Regierungskrise
Ein weiterer Verein im Umfeld von Heinz-Christian Strache soll der Verein "Wir für HC Strache" sein © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die FPÖ hat am Samstag angekündigt, zwei der drei neu aufgetauchten parteinahen Vereine aufzulösen. Für den dritten Verein - "Patria Austria" - kündigte Generalsekretär Christian Hafenecker eine Prüfung durch Wirtschaftsprüfer bis Montag an. Die NEOS verweisen indessen auf weitere, aus ihrer Sicht verdächtige Verbindungen der Vereinsverantwortlichen.

Konex zu den Casinos?

In allen fünf bisher bekannten FP-nahen Vereinen ist laut "Profil" neben dem FPÖ-Abgeordneten Markus Tschank auch der von der FPÖ in den ORF-Stiftungsrat entsandte Markus Braun tätig. Dessen früherer Mitarbeiter Peter Sidlo ist mittlerweile zum Finanzvorstand der Casinos Austria aufgestiegen - und zwar laut einem Bericht des "Standard" mit Unterstützung der FPÖ, dafür aber ohne Empfehlung des eigentlich mit der Personalsuche betrauten Personalberaters.

NEOS-Abgeordneter Sepp Schellhorn will nun in einer parlamentarischen Anfrage  von Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) wissen, wie es zu dieser Postenbesetzung gekommen ist. In der Anfrage verweist Schellhorn nämlich darauf, dass Sidlo und Tschank gemeinsam mit dem Sprecher des Novomatic-Konzerns, Bernhard Krumpel, eine gemeinsame Firma unterhalten haben: die Mitte 2018 liquidierte "Polimedia GmbH". Novomatic ist sowohl Konkurrentin der Casinos als auch Minderheitsaktionär des teilstaatlichen Konzerns. Schellhorn kritisiert, dass diese Verbindungen die Personalbesetzung "in ein massiv schiefes Licht" rücken und verlangt von Löger Aufklärung darüber, wie die Berufung Sidlos zustande kam. Insbesondere, ob es Interventionen der FPÖ für ihn gab.

Sidlo betonte in einer Stellungnahme gegenüber der APA, dass die Polimedia "Beratungsleistungen an der Schnittstelle Recht, Finanzen und Kommunikation" für Unternehmen angeboten habe. Er und seine zwei Partner Tschank und Krumpel hätten jeweils ihre Expertise eingebracht: "Es gab zu keinem Zeitpunkt irgendeine Überschneidung oder gar Konflikt mit den Geschäftsbereichen der CASAG oder Novomatic."

Geplant als Personenkomitee für Strache

Die Freiheitlichen beklagen indessen eine "mediale Hetzjagd". Generalsekretär Christian Hafenecker betonte, dass zwei der drei am Samstag bekannt gewordenen Vereine über gar kein Konto verfügen. Das Personenkomitee für Strache sei zwar geplant, aber nie realisiert worden. Es soll nun aufgelöst werden, ebenso der Verein "Reformen - Zukunft - Österreich". Der Verein "Patria Austria" werde von Wirtschaftsprüfern überprüft, das Ergebnis wolle man am Montag vorlegen. "Es gab jedoch auch in diesem Fall zu keinem Zeitpunkt direkte oder indirekte Spenden dieses Vereins an die FPÖ", versicherte Hafenecker.

Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner aktuell erscheinenden Ausgabe, dass es im Umfeld der FPÖ noch weitere bisher unbekannte Vereine geben soll. Einer davon soll drei Monate vor den Nationalratswahlen gegründet worden sein: "Wir für HC Strache - Parteiunabhängiges Personenkomitee". Die anderen beiden Vereine heißen laut "profil" "Patria Austria" und "Reformen - Zukunft - Österreich".

Insgesamt sollen die Vereine mehr als 600.000 Euro an Spenden gesammelt haben - rund 100.000 davon sollen an "Patria Austria" geflossen sein. Die Vereine "Wir für HC Strache" und "Reformen - Zukunft - Österreich" sollen über keine Konten verfügen.

Kommentare (40)

Kommentieren
47er
4
5
Lesenswert?

Eigentlich ist HCS nur ein prahlendes Waisenkind zu den viel gefährlicheren Hintermännern

was man schon oft ahnte, aber erst jetzt zum Teil öffentlich erfährt. Aber er hat den Charakter dieser Leute hinausposaunt, am liebsten würden sie ihn dafür wahrscheinlich lynchen. Leider ging und geht es auch bei den anderen Parteien nicht immer so sauber zu, wie uns diese immer wieder versichern wollen. Und um etwas umzufärben, müssen ja vorher auch schon Mauscheleien passiert sein. Trostlos, momentan finde ich keine Partei würdig für eine Stimme.

Antworten
hbratschi
1
5
Lesenswert?

@47er

richtig: auch ich glaube nicht, dass hc jemals etwas von sich gegeben hat, dass nicht auf kickls mist gewachsen ist. strache ist nur das blauäugige sprachrohr vom fpö mastermind. auch seine angriffig weinerliche abschiedsrede trägt die kicklsche handschrift.
aber um etwas umzufärben, muss es nicht zwangsweise zuvor mauscheleien gegeben haben. hin und wieder sollen posten auch noch korrekt (zumindest mit fähigen personen) besetzt worden sein.
und ja, momentan tut man sich wirklich schwer eine "würdige" partei zu wählen. deshalb bleibt einem nur die wahl des kleineren übels, denn sonst bekommt man wieder das größere...

Antworten
hermyne
2
14
Lesenswert?

Unglaublich

Mir stellt sich die Frage, wie man einen Verein, mit dem man nichts, aber schon wirklich überhaupt nichts zu tun hat, als FPÖ dann auflassen kann. Also, liebe Leute, wenn ihr glaubt, dass diese Vereine clean sind, dann weiß ich aber nicht mehr. So dämlich kann ja wirklich niemand mehr sein, dieser Argumentation zu folgen!!!!!!

Antworten
baloo38
0
9
Lesenswert?

Bierzelt

Da wäre ich mir nicht so sicher, bei blauen Veranstaltungen im Bierzelt ????

Antworten
mapem
3
17
Lesenswert?

Tja, was …

Korruption # Postenschacher # Umfärben # kuriose Parteienfinanzierung # politischen Kultur- und Moralverfall … anbelangt, zeigt uns die sauberste aller Parteien den Weg in eine vollkommen neue Dimension …

Antworten
mapem
2
16
Lesenswert?

… und wie locker die Ponyhofer Straches Unglaublichkeiten kleinreden und sich selbst ans Opfer-Kreuz nageln –

tja – da kannst definitiv nichts mehr in dir haben, was man wie eine letzte Grenze – oder der letzte Rest – von sowas wie Moral oder Skrupel nennen könnte.
Diese Tugenden scheinen doch tatsächlich vollkommen aus dem Betriebssystem gelöscht zu sein – unglaublich.

Antworten
haumioh
1
6
Lesenswert?

STEHT HC ..........

FÜR HandballClub STRACHE

Antworten
PMA
0
2
Lesenswert?

Nein

Steht für Haider Copie

Antworten
hbratschi
0
0
Lesenswert?

@pma

das wär er gern. aber diese schuhe sind ihm eindeutig zu groß...

Antworten
hbratschi
2
26
Lesenswert?

ja,...

...auch unter rot, schwarz usw hat es politisch motivierte personalentscheidungen gegeben. das hat die fpö auch (oftmals zurecht) ständig lautstark kritisiert. was die blauen aber abliefern, seit sie am trog sind, fällt wirklich unter den hoferschen leitspruch "wir werden uns noch wundern, was alles möglich ist". zb nationalbank: da wurde ein effe reingedrückt, bei dem selbst der "untadelige" strache in einer fehlgeleiteten sms fragte: "wie argumentieren wir das, der hat ja nix zu tun?". oder bei den casinos austria: peter sidlo war der mit abstand am schlechtesten beurteilte bewerber und wurde dennoch zum finanzvorstand gemacht. usw usf. grausliche einzelfälle ohne ende. aber vermutlich ist das alles nur (alp)geträumt...

Antworten
Lodengrün
2
19
Lesenswert?

Hafenecker

ein anderer Name der meinen Blutdruck steigen lässt. Aber was mache ich nur? Deren gibt es noch mehr. Steger, Kitzmüller, Chamäleon Lugar, Rosenkranz,.....

Antworten
wirklichnicht
0
34
Lesenswert?

Eine halbe Million ging danach an 2 Vereine ohne Konten

Für das wenige Geld muss man ja auch nicht gleich ein Konto eröffnen, das kann man ja in in bar der Keksdose verstecken.
Da werden alle ehrlichen Menschen in Österreich vera***, wenn so etwas erlaubt ist. Bei Vereinen muss sich in dieser Bananenrepublik etwas ändern.

Antworten
Hildegard11
0
4
Lesenswert?

Vereine

Die wirklichen ehrenamtlichen Vereine sind sauber, aber das sind ja geradezu Marodeure.

Antworten
wirklichnicht
0
1
Lesenswert?

Verein als Deckmantel

Das gibt es leider sehr oft in Österreich. Kenne selbst mehrere dubiose Personen, die mit Freunden einen 3-Personen-Verein gegründet haben und sich selbst beim Verein angestellt haben. Nachdem ein Verein ja keine Gewinne ausschütten darf, verdienen diese Leute den Gewinn als Gehalt. Irgendeinen Vorteil muss es haben, dass man einen Verein wählt und nicht eine GmbH oder andere Gesellschaftsform.

Antworten
weinsteirer
17
3
Lesenswert?

lustig

da gibts ja von allen parteien immer die lustigen personenkomitees

fakt ist das alle parteien nicht staatstragend sind sondern die sachlage wohl genau umgekehrt ist!

Antworten
Mein Graz
1
24
Lesenswert?

@weinsteirer

Welche "Sachlage" meinst du, die "umgekehrt" ist?

Antworten
Irgendeiner
5
50
Lesenswert?

Ja,ja, ehrlich und vor allem soo fleißig,

die Büchse der Pandora die der ihnen im Unterhemd auf Ibiza aufgemacht hat kriegen die sichtbar nicht mehr zu,naja, haben für kleine Männer gesammelt, für sich,man lacht.

Antworten
cleverstmk
6
46
Lesenswert?

Und jetzt?

und jetzt erst rechts werden Hump und Dump die Blaunen wählen -schon wieder so eine linke Verschwörung.

Antworten
minerva
24
9
Lesenswert?

eigentlich @cleber...

kanns dir wurscht sein was Hump und Dump wählen

Antworten
hbratschi
8
39
Lesenswert?

eigentlich @minerva...

...kann's niemanden wurscht sein, was hump und dump wählen, denn genau diese humps und dumps spül(t)en die blauen staatsverräter ins parlament...

Antworten
minerva
3
2
Lesenswert?

das hbratschi...

waren schon die türkisen

Antworten
hbratschi
2
7
Lesenswert?

nein minerva,...

...das waren schon die humps und dumps. denn normalerweise dürfte eine partie wie die blauen nicht mal eine stimme bekommen. aber du weißt schon, hump und dump wählt auch noch seinen eigenen schlächter...

Antworten
Windstille
54
16
Lesenswert?

Parteispenden sind ein rotes Tuch für die Roten

Warum wohl? Weil es keine Firmen gibt, die die Roten unterstützen. Ist ja logisch, Unternehmen und Konzerne werden von der SPÖ doch als ihre großen Feinde angesehen und bekämpft. Dafür haben´s eh genug Geld in den Kammern und bei den Gewerkschaften, wo sehr wohl Politik betrieben wird und Zwangsgebühren eingehoben werden. Selbst konnte die SPÖ noch nie Geld verdienen, sie hat es ja eh mit einigen Firmen versucht - und hält noch immer einen traurigen Rekord.
Den bisher - mit Abstand - größten Konkurs in Österreich hatte die Konsum-Firmengruppe mit Passiva in Höhe von rund 1,9 Mrd. Euro hingelegt. Schuld an der Pleite des "Roten Riesen" war ein System aus Fehlentscheidungen, Missmanagement, mangelnder Kontrolle und strategischer Weitsicht sowie politischer Einmischung roter Gewerkschafter, das die einst florierende Handelskette in den Ruin führte. Für 700.000 Genossenschafter und 17.000 Mitarbeiter ging eine Welt unter. Konsum-Boss Hermann Gerharter wurde dreimal verurteilt: Wegen fahrlässiger und betrügerischer Krida sowie Beihilfe zur Untreue.
Ein weiteres Beispiel ist die Amag, ein Klassiker der unsozialen Misswirtschaft der SPÖ: Bis 1994 hat die Amag 12,4 Milliarden Schilling an Steuergeld erhalten. Ziel war, das Unternehmen vor dem Konkurs zu retten, was aber nicht gelang: 1996 wurde die Amag um einen historischen Schilling verkauft.

Wundert es bei noch einigen weiteren solchen Misserfolgen, dass die Erfolgreichen von der SPÖ bekämpft werden?

Antworten
X22
2
12
Lesenswert?

Ohne copy/paste zu bewerten, die Alpine Bau ist die größte Pleite,

nebenbei ist die Pleite ein viertel Jahrhundtert her, wennst es jetzt verwenden willst um Stimmung zu machen, was hat den der Heinzi damals gemacht, Paintball gespielt?
Soll ma den Küssel fragen, der hat sicher noch etwas in der Fotoschachtel herumliegern

Antworten
scherz
6
19
Lesenswert?

Danke für die Info..

..sehr informativ! Leider zu umfangreich um von einen Laien geschrieben zu sein! Nur weiter so, vielleicht nicht ganz so auffällig, dass liegt nicht im Sinne vom Auftraggeber!

Antworten
Mein Graz
5
45
Lesenswert?

@Windstille

Da hast aber jetzt viel abschreiben müssen.
Oder hattest eine Kopiervorlage?

Antworten
 
Kommentare 1-26 von 40