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Kompetenz-Kompromiss

Die Eckpunkte der Bildungsreform

Die Bildungsreform steht: Die Verwaltung übernehmen Bildungsdirektionen in den Bundesländern. In Modellregionen soll es die gemeinsame Schule für 10- bis 14-Jährige geben. Zweites verpflichtendes Kindergartenjahr.

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP)
Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) © APA
 

Angesichts der frühmorgendlichen Einigung in der Bildungsreform sprach Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Dienstag am Rande des Ministerrats davon, dass ein "Durchbruch gelungen" sei.

Gemeinsame Schule in Modellregionen

Einer der umstrittensten Punkte in den Verhandlungen war die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen. Das Ergebnis: Die Bundesländer können Modellregionen einrichten, in denen alle Schüler zwischen zehn und 14 in eine gemeinsame Schule gehen. Dies "kann, muss aber nicht bezirksübergreifend sein", sagte Heinisch-Hosek bei der Präsentation. Einschränkung: Die Gesamtzahl der Standorte in den Modellregionen darf in keinem Bundesland 15 Prozent aller Standorte der jeweiligen Schulart (Volksschule, Sonderschule, NMS, AHS) sowie 15 Prozent aller Schüler der jeweiligen Schulart überschreiten. Dass ganze Bundesländer zur Modellregion werden, ist also nicht möglich. Offenbar müssen die betroffenen Schulen aber nicht zustimmen - außer Privatschulen. Weitere Einschränkung: Der Bund wird die Modellregionen nicht zusätzlich finanzieren, womit keine Mehrkosten entstehen.

Nicht ganz klar ist, ob diese Modellregionen geographischer Natur sind oder ob einfach eine gewisse Anzahl an Gesamtschulen im jeweiligen Bundesland eingerichtet werden. Während Heinisch-Hosek in einem Beispiel von "ungefähr drei Bezirken, in denen nur Gesamtschulen stehen" sprach, bezeichnete Staatssekretär Harald Mahrer die Modellregionen eher als "nicht geographische Verbünde". Geht es aber nach Heinisch-Hosek, müssen in Modellregionen wohnhafte Eltern, die gegen die Gesamtschule sind, ihre Kinder wahrscheinlich in weiter entfernte Schulen schicken. Nach zehn Jahren wird evaluiert, welche Schule - AHS, NMS oder Gesamtschule - die besten Ergebnisse bringt. Das solle dann das Schulmodell der Zukunft sein.

Zudem wird das zweite verpflichtende Kindergartenjahr kommen. Eine "Qualitätsoffensive", allerdings keine Akademisierung soll die Ausbildung in der Kindergartenpädagogik erfahren. Alle Kinder ab dreieinhalb Jahren sollen außerdem regelmäßig getestet werden - das Ganze soll sich "Bildungskompass" nennen. Für Kinder ohne Förderbedarf gibt es eine Ausstiegsmöglichkeit aus dem verpflichtenden Kindergartenjahr.

Bildungsdirektion ähnelt bisherigem Landesschulrat

Der zweite große Streitpunkt in den Verhandlungen war die Verwaltung. Die durch die Bildungsreform geschaffenen neuen Bildungsdirektionen ähneln in ihrer Konstruktion den künftig obsoleten Landesschulräten - vor allem in jenen Ländern, die schon bisher die Pflichtschullehrer mitverwalteten.  Die neuen Bildungsdirektionen werden als "gemeinsame Bund-Länderbehörde" eingerichtet. Der Bildungsdirektor wird ein Bundesbediensteter sein, der auf Vorschlag des Landeshauptmanns bestellt wird.

Derzeit verwalten die Landesschulräte in Wien, Nieder- und Oberösterreich, Burgenland und der Steiermark neben den AHS- und BMHS-Lehrern ("Bundeslehrer") auch die Pflichtschullehrer ("Landeslehrer") mit. In den anderen Ländern gibt es eigene Schulabteilungen der Landesregierungen für die Pflichtschullehrer. Künftig verwalten die Bildungsdirektionen alle Lehrer inklusive Schulaufsicht und Bundesverwaltungspersonal.

Mächtigere Direktoren

Aufgewertet wird die Rolle der künftig auf fünf Jahre befristet bestellten Direktoren: Sie können entscheiden, welche neuen Lehrer an ihrer Schule eingestellt werden bzw. welche Pädagogen nicht weiter verlängert werden. Außerdem soll jede Schule bis 2020 mit High-Speed-Internet und W-LAN ausgestattet werden.

Aus Gesetzesebene beschlossen sollen die Maßnahmen im Sommer 2016 werden. Die Einteilung der Modellregionen für die Gesamtschule werde laut Mahrer "etwa zwei Jahre dauern" - da wird es dann die ersten Gesamtschul-Regionen geben.

Der Live-Ticker von der Pressekonfernz zum Nachlesen:

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Danke für Ihr Verständnis.

Momi60
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Wo ist sie denn nur? ich kann sie einfach nirgends finden - die Reform.

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beneathome
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Beamtenwerk

Das ist wie bei der Gesundheitsreform. Auch hier nutzen die falschen Experten (Lehrer + Gewerkschaft) die Chance, vorrangig ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Ausbaden und zahlen tut es ja der Otto-Normalstaatsbürger. Schafft endlich die Länder ab und denkt vielleicht ein ganz wenig an Bildungsqualität und Effizienz. Die Weichenstellung von heute wird zeigen, ob wir uns in Zukunft positiv von den anderen differenzieren können.

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Reinzahler
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Reform ?

Steuergeld wird für Verwaltung verschwendet
unter den Absolventen der Pflichtschule sind 20% Analphabeten?
Zwangsbeglückung für alle 2jahre Kindergarten verpflichtend ???
Gewerkschaften machen aus motivierten Lehrern nur Stimmvieh !

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satiricus
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Ein anderer Name .....

... soll bereits eine Reform sein?

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natürlich, hauptsache das geld

geht drauf.
hast eh bei der nms gsehn....neuer name draufpickt, leistung sinkt, aber die kohle ist gut untergebracht und eine person hat sich ihr "denkmal" setzen können.....

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hfg
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Übrigens die Ansage des Staatssekretärs

Er finde das 2 verpflichtende Kindergartenjahr " geil"
Er muß ein Pädophiler sein - die Staatsanwaltschaft sollt ermitteln

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hfg
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Eine zusätzliche Behörde wurde geschaffen

und 3 einhalbjährige Kinder bekommen eine Beurteilung - diese Reform ist eine "Nachgebauer" Reform - verhandeln, verhandeln, verhandeln und der kleinste gemeinsame Nenner - weniger als nichts.
2 Kindergarten Jahr - damit die Ausländerkinder Deutsch lernen , wird als großer Erfolg verkauft - unsere Kinder brauchen,dürfen nicht Englisch lernen - die knappen Ressourcen werden für Deutsch lernen verbraucht.
Diese Regierung ist Wahn..sinnig.., unfähig und eine reine Katastrophe

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yo hfg,

wenn unsere kinder englisch lernen sollen, können wir eh selber brennen, vom kindergarten über die volksschule und sogar im gymnasium .....
mindestwissen wird vermittelt, mehr braucht keiner mehr können, verstehen ist zum kreuzerlmachen am wahlzettel nicht wichtig.

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Interessiert in Zeiten wie diesen

Leider nur mehr peripher. Knapp gefolgt von ELGA und Parlamentsrenovierung.

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interessiert in

zeiten wie diesen alle, die kinder haben....ich zb. bin froh, dass meinem kleinsten die drohende gesamtschule grad noch erspart bleibt, sonst wäre privatschule fällig gewesen....

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evi52
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Ein Wahnsinn

welche Leute im Bildungsministerium und an der Spitze desselben sitzen. Wenn ich meinen Betrieb so führen würde, hätten's mich schon längst eingesperrt. Und dieses Desaster wird uns von den inkompetenten "Gschaftlhubern"auch noch als Erfolg verkauft. Nicht zu fassen!!!

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fedorov
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Bitte wo...

.... sind die Reformen. I glaubs net, Umbennenungen als Reform zu bezeichnen. Wer ist da ganz oben im Staat am Werk, des wird schoen langsam bedenklich

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Februar14
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Reförmchen

Die Landeskaiser und andere Besitzstandwahrer haben sich durchgesetzt! Eine Reform wurde angekündigt - ein Reförmchen ist daruas geworden: Umbenennungen (nicht mehr Landesschulratspräsident, sondern Bildungsdirektor)und andere Placebo-Maßnahmen beweisen die Unfähigkeit dieser Regierung, kraftvolle Reformen umzusetzen. Schade um unser Steuergeld für solche Politiker!

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katrinlena88
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Re: Reförmchen

Da wird sich die steirische Werklehrerin Frau Meixner aber freuen.

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einheimischer
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Warum wird nicht die goldenen Gans angeschnitten mit den Urlaubszeiten der Lehrer....warum traut sich da keiner ran....weil weiterbilden tut sich keiner von den Lehrern....die sollen lieber einen Monat mehr Nachhilfekurse in den Schulen geben,damit die Kinder das lernen können auf Staatskosten,was ihnen die Lehrer nicht beibringen haben können oder nicht beibringen haben wollen...besser so ,als das die Lehrer auf Staatskosten einen Monat mehr Urlaub haben

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Sie haben vollkommen Recht:

die goldenen Gans
besser so, als das

Ich gebe ihnen persönlich gerne die Nachhilfe, welche sie offensichtlich bitter nötig haben......

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einheimischer
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Bitte verbessern sie gleich das ganze Forum....wenn sie schon dabei sind...sie werden hier sicher bei vielen fündig werden....sie lächerlicher Mensch

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isogs
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großer wurf

in österreichs politik ist ein kompromiss mit dem kleinsten gemeinsamen nenner --ein großer wurf!!!
aber was kann man von dieser regierung sonst erwarten, frei nach sinowatz--es ist alles sehr kompliziert!

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Hohenwanger
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Dumme und Gescheite wird es immer

brauchen.
Die Wirtschaft bezahlt nur für das, was gebraucht wird.
100 haben die Qualifikation nicht, für was sie gebraucht werden.
Welche Schule ist dafür zuständig.

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Was kann man sich von einer in

allen Belangen Inkompetenten Bundesregierung anderes erwarten.Und das auf dem Rücken unserer Kinder und Enkelkinder.Eine Katastrophe!!!!!!!

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cleverstmk
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Gute Nacht Österreich

Reform a nla Österreich:

Zuerst wurden aus Bezirksschulinspektoren sogen. Pflichtschulinspektoren
( Ersparnis???????)
Jetzt aus Landesschulräten Bildungsdirektionen ( Ersparnis???)
Ausschließlich politische Günstlinge werden weiterhin Direktoren mit noch mehr Macht???? Habe ich schon erlebt, dass man praktisch bei dem Lehrerverein sein muss, dem der Direktor angehört.
Und NMS- wer Augen und Ohren hat, sieht wie es bergab geht. Allen Jubeltönen zum Trotz

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MehrMenschlichkeit
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Wo ist da die Bildung?

Abgesehen davon, dass diese "Bildungsreform" in erster Linie eine "Organisations- und Verwaltungsänderung" ist, sind da Dinge dabei, die fast zum Fürchten sind:
- Eine "Bund-Länderbehörde" ist schlichter Unsinn. Geht es um mehr als um parteipolitischen Einfluss? Sind das nicht bloß die Landesschulräte in neuer Verkleidung?
- Auf fünf Jahre bestellte Direktoren, die Lehrer aussuchen bzw. ablehnen, sind leicht politisch willfährig zu halten (man will ja wiederbestellt werden) und werden daher vor allem die parteifarblich "richtigen" Kräfte einstellen. Toll!
Das System hat sich im Staatsdienst schon sehr "bewährt", denn anstelle der fachkundigen und gegenüber politischen Anmaßungen geschützten pragmatisierten, Beamten, hat sich inzwischen - unter dem Jubel der Medien - der sachlich schwache, aber politisch genehme, vielfach durchgesetzt. So sieht "Verschlimmbesserung" aus.
Und auf die lustigen Bürokratiespiele, die der "Bildungspass" bringen wird, darf man sich jetzt schon freuen.

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einheimischer
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Alle paar Jahre kommen neue Direktoren....natürlich keine Günstlinge der Parteien und diese neuen Direktoren machen 5 Jahre alles gratis und gehen dann voll fertig und geschafft sofort mit der höchsten Pension im den Ruhestand....sehe das eher als Zuckerl für die Politgünstlinge nachdem sie bei Bahn und Post nicht mehr untergebracht werden können, geben wir sie zu den Lehrern....und in 5 Jahren kannst gar nichts machen...nur die zeit absitzen bevor du pensioniert wirst

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Davide3470
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Foto sagt alles

Frau Potter und ein schwarzer Ministrant .. soorrryyy zum Kotz...

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StJakober
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Gemeinsame Schule

für 10-14 jährige halt ich nach der Byndeshymnengenderung für den größten Blödsinn des Jahrzehnts.Man kann nicht integrierte genau so wenig unterrichten wie nicht motivierte und intellektuell "mindebemittelte".Is so leider-die Welt wird nicht besser oder schöner allein durch Freiraum.

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du sagst es.

und weil man das von dir angeführte nicht vollbringen kann, muss man halt die, die mehr wollen/können, bissl unten halten. net dass sich noch jemand diskriminiert fühlt weil nicht ALLE nix mehr können sondern nur der eigene spross *lol*

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