Die FPÖ sieht im rot-schwarzen Frage-Antwort-Spiel der vergangenen Tage eine "mehr als billige Inszenierung". Die Große Koalition sei ohnehin ausgemachte Sache, sagte FP-Generalsekretär Harald Vilimsky am Dienstag in einer Aussendung. Für das BZÖ bekundete der designierte Parteichef Stefan Petzner nach einem Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer einmal mehr seine Bereitschaft zum Mitregieren. Wünschen würden sich beide Parteien eine große Verwaltungsreform.

"Kasperltheater überflüssig". Für Vilimsky ist das "Kasperltheater" der vergangenen Tage "überflüssig", weil eine rot-schwarze Regierung längst ausgemachte Sache sei. FP-Rechnungshofsprecher Manfred Haimbucher fordert indessen, ohne Details zu nennen, eine Verwaltungsreform mit einem Einsparungspotenzial von "mindestens fünf Mrd. Euro".

BZÖ "gut aufgestellt". BZÖ-Chef Petzner versicherte, seine Partei sei "gut aufgestellt" und habe "die Kraft, den Willen und das Können" zum Mitregieren. Damit unterscheide man sich klar von FPÖ und Grünen, die durch "Verweigerung und Ausgrenzung" die Bildung einer Regierung jenseits von Rot-Schwarz erschweren würden. Wünschen würde sich das BZÖ eine große Verwaltungsreform - u.a. die Zusammenlegung der Sozialversicherungsanstalten und die Halbierung von Nationalrat, Landesregierungen und Landtagen, wie Rechnungshofsprecher Gerald Grosz sagte.