Den Vorwurf der "Manipulation zum Nachteil Kärntens" hat am Mittwoch das BZÖ im Zusammenhang mit der jüngsten Kaufkraft-Studie des Instituts Makam Market Research erhoben. Kärnten schneide nur deshalb so schlecht ab, weil in der Erhebung Osttirol dazugerechnet werde, betonte der geschäftsführende BZÖ-Chef Stefan Petzner. Das Bundesland Tirol schnitt bei der Kaufkraft-Analyse deutlich besser als Kärnten ab. Die SPÖ gibt jedenfalls Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) die Schuld an der schwachen Kaufkraft der Kärntner.
Verschlechterung. Laut Erhebung des Institutes hat Kärnten nicht nur weiterhin die geringste Kaufkraft aller österreichischen Bundesländer, 2007 hat sich die Position sogar um 0,5 Punkte auf 88,8 Prozent des Österreich-Durchschnittes verschlechtert. Petzner verwies in diesem Zusammenhang auf eine Aussage von Studien-Autorin Ulli Röhsner, die in der Mittwoch-Ausgabe der "Kleinen Zeitung" meint: "Aus regionalen Gründen untersuchen wir Osttirol und Kärnten gemeinsam. Ohne Osttirol würde Kärnten sicherlich besser dastehen."
Kaufkraft. Petzner: "Diese Aussage belegt, dass diese Studie nicht anderes ist als ein rot-schwarzer Torpedo, der auf Kärnten abgefeuert wird, dass SPÖ und ÖVP versuchen, mit solchen Studien Wahlkampf zu betreiben." Tatsächlich sei die Kaufkraft in Kärnten weit besser.
SPÖ. Die SPÖ wirft hingegen dem BZÖ und Landeshauptmann Jörg Haider "Realitätsverweigerung" vor. Dieser wolle der Kärntner Bevölkerung weismachen, dass das Land aufblühe, obwohl sie sich weniger leisten könne als der Rest von Österreich, meinte Klubchef Peter Kaiser in einer Aussendung. Landesgeschäftsführer Gerald Passegger beschuldigt Haider, Kärnten "hinuntergewirtschaftet" zu haben.
Kaufkraft-Studie - BZÖ Kärnten spricht von Manipulation
Osttirol werde gemeinsam mit Kärnten erhoben. SPÖ macht Haider für schwache Kaufkraft verantwortlich.