Ein Lichtblick für das viel gescholtene österreichische Gesundheitssystem: Laut einer schwedischen Studie sind wir EU-Spitzenreiter bei der Konsumentenfreundlichkeit. "Nirgendwo anders werden Patienten schneller behandelt", schwärmte Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) Dienstag bei einer Podiumsdiskussion des Europahauses in Klagenfurt.
Gesundheitssystem. Insgesamt gebe die öffentliche Hand jährlich 25 Milliarden Euro für das Gesundheitssystem aus. Dem gegenüber stehen freilich Rekordabgänge bei den Gebietskrankenkassen: Neben der Wiener und der steirischen verbucht auch die Kärntner Kasse Jahr für Jahr Rekord-Abgänge. Von einer finanziellen "Krise" wollte Kdolsky dennoch nicht sprechen. Es sei aber notwendig, nach Einsparungspotenzialen zu suchen und "Doppelgleisigkeiten" bei den einzelnen Kassen zu beseitigen, ohne "bei der Leistung zu sparen".
Kleine Spitäler. Konkrete Zahlen zum Einsparungspotenzial nannte Kdolsky keine. Eine gewisse "Notwendigkeit von Doppelgleisigkeiten" sah hingegen der Kärntner Ärztekammer-Präsident Othmar Haas. Er warnte vor "Nachteilen für die Landbevölkerung", wenn kleinere Spitäler zusperren würden.
Kdolsky zu Kassen: Trotz Sparkurs gleiche Leistung
VP-Gesundheitsministerin sagt bei Podiums-Diskussion "Doppelgleisigkeiten" Kampf an.