Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen hat am Mittwoch Königin Margrethe II. formell über den Ausgang der Parlamentswahlen vom Vortag unterrichtet und dabei angekündigt, als Ministerpräsident mit der bisherigen Regierung und der Unterstützung durch die Dänische Volkspartei weitermachen zu wollen. Fogh Rasmussen kann durch den Erhalt der bisherigen Regierungsmehrheit laut dänischer Verfassung ohne Unterbrechung im Amt bleiben.
"Gratulation". ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanzler Wilhelm hatte sich zuvor erfreut über den Wahlsieg Rasmussens gezeigt: "Gratulation an Ministerpräsident Rasmussen. Das ist eine Bestätigung für den Mitte-Rechts-Kurs seiner Regierungskoalition", erklärte Molterer am Mittwoch laut Aussendung. Der Wahlsieg zeige, "dass die Regierungsarbeit in den letzten Jahren gut gearbeitet hat, und ist ein Beweis dafür, dass die Bevölkerung den reformorientierten Kurs für Dänemark weiterhin unterstützt".
Angepeilter Kurs. Noch in der Wahlnacht hatte Fogh Rasmussen "alle Parteien, die ihn unterstützten" - das heißt, außer der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei auch die "Neue Allianz" - zu Gesprächen über die künftige Gestaltung der Regierungspolitik sowie eine mögliche Zusammenarbeit eingeladen. Gleichzeitig machte der Premier klar, dass er nicht vorhat, das bisher aus Mitgliedern seiner rechtsliberalen "Venstre"-Partei und Konservativen bestehende Kabinett um Minister aus anderen Parteien zu erweitern.
Färöer-Inseln als Trumpf. Dank eines Mandats von den Färöer-Inseln und des Zugewinns eines Mandats durch die Rechtspopulisten bleibt dem bisherigen Regierungslager die Mehrheit im Parlament (Folketing) auch in Zukunft erhalten - trotz des Verlustes von sechs "Venstre"-Abgeordneten. Sowohl die Rechtspopulisten als auch die "Neue Allianz" des syrisch-stämmigen Naser Khader nahmen die Einladung Fogh Rasmussens zu Gesprächen an.
Fogh Rasmussen nach knappem Wahlsieg bei Königin Margrethe
ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanzler Wilhelm Molterer zeigte sich erfreut über den Wahlsieg von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen bei den dänischen Parlamentswahlen.
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