Der frühere Bundeskanzler und jetzige ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel distanziert sich - bzw. die frühere Regierung - strikt von den im Eurofighter-Untersuchungsausschuss bekannt gewordenen dubiosen Zahlungen. "Nichts von dem, was da gelaufen ist, würde irgendeiner von uns verantworten können oder wollen", sagt er im "Salzburger Nachrichten"-Interview (Dienstag-Ausgabe).

Typenentscheidung. Diese umstrittenen Zahlungen seien "etwas ganz anderes als die Behauptung, hier sei geschmiert worden, um die Typenentscheidung zu beeinflussen". Niemand in der schwarz-blau-orangen Regierung sei "jemals mit diesen Herrschaften in Kontakt gekommen, um die es da geht", so Schüssel. Kein Mensch könne kontrollieren, was eine andere Firma als das Hersteller-Unternehmen an PR-Aktivitäten setzt.

Eigenes Lob. Der Untersuchungsausschuss habe "einige interessante Ergebnisse gebracht, aber jedenfalls keine Handhabe, um unsere grundsätzliche Entscheidung in Frage zu stellen". Einmal mehr lobt Schüssel die Eurofighter-Entscheidung: Man habe "die besten Flugzeuge zu einem vernünftigen Preis und mit den besten Gegengeschäften ausgewählt".