Coronapandemie, Krieg, Teuerungen und Klimakatastrophe: "Immer mehr Menschen fühlen sich einem stark wachsenden Druck ausgesetzt. Einsamkeit und Ängste haben ein epidemisches Ausmaß angenommen. Und dass es momentan keine Aussicht auf Entspannung der Situation gibt, belastet sehr", weiß die Hilfsorganisation Caritas. Doch sie merkt auch, dass die Bereitschaft unter den Österreichern, zusammenzustehen und anzupacken, enorm ist.

Auf diese Welle der Solidarität weist die Caritas zum Nationalfeiertag mit einer neuen Version der Bundeshymne hin. Mit neuem Text und einem ganzen Chor aus haupt- und ehrenamtlichen Caritas-Mitarbeitern verleiht die Hilfsorganisation der Hilfsbereitschaft hierzulande viele Stimmen. "Land der Berge und mancher Gräben. In harten Zeiten, einander geben." So beginnt die umgedichtete Hymne im Video. Nach und nach stimmen immer mehr Sänger, von jung bis alt, unterschiedlichster Lebens- und Herkunftsgeschichten mit ein, ganz im Sinne von Caritas & Du.

Rebecca F. ist hauptamtliche Caritas-Mitarbeiterin und eine der Mitwirkenden an der "Wir helfen"-Hymne. Sie schildert: "In unserer Arbeit sehen wir: An all den Orten, an denen wir helfen – an denen Not spürbar wird –, ist auch sehr viel Zusammenhalt und Zuversicht erfahrbar. Menschen, die bedingungslos füreinander einstehen. Menschen, die selbstverständlich helfen und damit sicherstellen, dass auch heute Abend jemand da sein wird, der Menschen auf Straßen mit Schlafsäcken und warmer Suppe versorgt. In Graz, Linz, Salzburg." Dieser Zusammenhalt und damit einhergehende Zuversicht ist zentral in der "Wir helfen"-Hymne.

Mamu aus Wien, 55 Jahre alt, ist einer der 47.000 Freiwilligen der Caritas österreichweit und Mitwirkender bei der "Wir helfen"-Hymne. Über seine Motivation zu helfen, sagt Mamu: "Für mich bedeutet anderen zu helfen und Solidarität zu zeigen, zusammenzuhalten und aufeinander zu schauen, aufmerksam zu bleiben für Nöte von Menschen in der eigenen Umgebung. Dass man nicht streitet und nicht engherzig ist." Amiya aus Wien, 12 Jahre alt und an der Hymne Mitwirkende: "Meine Lieblingszeile der Hymne ist 'Hilfsbereites Österreich', weil es bedeutet, dass das Land Österreich anderen helfen will und das gefällt mir."

Maßgeblich beteiligt an der Umsetzung von Hymne und Video war die Kreativagentur papabogner, die österreichische Filmregisseurin Gersin Livia Paya und der renommierte Musikproduzent Thomas Rabitsch. "Was wir den Leuten mit der "Wir helfen"-Hymne sagen wollen ist: Österreich, Land der Berge, Ströme, Äcker darf kein Land der Armut sein – sondern ein Land des Miteinanders, des Muts und der Menschlichkeit!" so Rabitsch. Gersin Livia Paya fügt hinzu: "Gerade in Krisenzeiten kann der Ruf nach Zusammenhalt und Zuversicht gar nicht laut genug sein!"