Ein Fallschirmspringer, der vor dem Anpfiff eines Fußballspiels den Ball einfliegen wollte, hat sich am Sonntag in Alberschwende (Bregenzerwald) beim Landeanflug schwere Verletzungen zugezogen. Der 23-Jährige geriet in fünf bis acht Metern Höhe in Turbulenzen und schlug hart am Boden auf, er wurde laut Polizei per Hubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. Laut "Vorarlberger Nachrichten" erlitt der Mann Beinbrüche und Wirbelverletzungen.

Als Showeinlage vor dem Vorarlbergliga-Spiel des FC Alberschwende gegen den VfB Bezau wollten zwei Fallschirmspringer den Ball aus der Luft aufs Spielfeld bringen und dort dem Schiedsrichter übergeben. Der erste Springer landete kurz nach 11.00 Uhr sicher, während der 23-Jährige seinen Schirm nicht mehr abfangen konnte und vor den Augen der rund 400 Zuschauer abstürzte. Ersthelfer versorgten den verunglückten Piloten umgehend. Dieser gelte mit rund 400 Fallschirmsprüngen als geübt und kontrolliert, hieß es seitens der Polizei. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, war Gegenstand der Ermittlungen. Der Pilot dürfte den Platz laut ersten Erkenntnissen zu schnell angeflogen haben, sodass er mit großer Wucht am Rasen aufschlug.

Der 23-Jährige hatte die Aktion anlässlich des Fußballmatches selbst organisiert und bezahlt, berichteten die "VN" unter Berufung auf den Obmann des FC Alberschwende. Der Verletzte sei ansprechbar gewesen und habe darauf bestanden, das Spiel nicht abzusagen. Der Anpfiff erfolgte mit einer Stunde Verspätung.