VorarlbergWeltrekordversuch: Trio balancierte in 200 Metern Höhe zwischen zwei Berggondeln

Drei Vorarlberger Slackliner balancierten in Bregenz in 200 Metern Höhe von Gondel zu Gondel. Sie überboten damit die alte Bestmarke um fünf Meter, die Aktion ist als Weltrekord beantragt.

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Slackline-Aktion zwischen zwei Gondeln in Bregenz © APA/Michael Kreyer Fotografie
 

Drei Vorarlberger Slackliner sind am Donnerstag im Brandnertal in 200 Metern Höhe auf einem Seil 65 Meter weit von einer Bergbahngondel zur anderen balanciert. Damit haben Thomas Spöttl, Yannick Loerwald und Justin Kroppa beim "Highlinen ohne fixen Bezugspunkt" nach eigenen Angaben eine neue Weltbestleistung aufgestellt, die alte Bestmarke eines französischen Teams (60 Meter) wurde um fünf Meter überboten. "Es ging uns vor allem um dieses unglaubliche Erlebnis", sagte Spöttl.

Normalerweise werden Slacklines zwischen zwei fixen Punkten gespannt - etwa zwischen zwei Bäumen oder Felsen. Die Gondeln der Panoramabahn der Bergbahnen Brandnertal hängen jedoch selbst an Seilen, womit für außergewöhnliche Bedingungen gesorgt war. Die Höhe von 200 Meter schaffte noch einmal ein spezielles Umfeld. "Normalerweise kann man sich an der Umgebung visuell orientieren. Bei so einer Höhe bist du aber quasi im luftleeren Raum und musst dich voll und ganz auf dein Gefühl und die eigenen Fähigkeiten verlassen", so Spöttl, der Obmann des österreichischen Slackline-Verbands ist. Spöttl geht dem Slacklinen seit 2009 als Hobby nach, Loerwald und Kroppa sind seit 2015 aktiv.

Foto © APA/Michael Kreyer Fotografie

Aktion als Weltrekord beantragt

Sicherheit habe bei dem Weltrekordversuch an erster Stelle gestanden, wurde betont. So war das Trio etwa mit einer Leine gesichert. Wegen Windes war das Unterfangen bereits einmal verschoben worden. Der Balanceakt werde nun über den internationalen Slackline-Verband, der mit Guinness World Records kooperiere, als Weltrekord beantragt. Man habe sich beim Aufbau der Anordnung an das dafür nötige Regelwerk gehalten und sei daher zuversichtlich, dass das Unterfangen nach einer Prüfung als Weltrekord anerkannt werde, so Spöttl zur APA.

Foto © APA/Michael Kreyer Fotografie

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