Tag der WassermeloneDer internationale "Feiertag" wurde wohl nur in Schönbrunn gefeiert

Die Tiere freuten sich über die saftige Erfrischung. In der heimischen Landwirtschaft spielt die Wasermelone jedoch kaum eine Rolle. Grund dafür ist unser Klima.

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© APA/DANIEL ZUPANC
 

Der Welttag der Wassermelone findet international eher weniger Beachtung. Da einige Zoobewohner das erfrischende Sommerobst aber sehr schätzen, wurde dieser Tag im Tiergarten Schönbrunn ausführlich gefeiert. Dabei dienten die Früchte nicht nur als köstlicher Snack, sondern auch als abwechslungsreiches Spielzeug.

Die Wasserschweine Lucy und Leopold bekamen von ihren Tierpflegern Wassermelonen am Spieß serviert. "Wasserschweine fressen hauptsächlich Heu und Gras. Auch Gemüse und Pellets stehen auf ihrem Speiseplan. Obst ist ein seltener Leckerbissen - wie für uns Schokolade. Die Melonen sind im Nu verputzt. Kein Wunder, sie sind sehr süß und erfrischend", sagte Revierleiter Alexander Keller am Dienstag. Die Melonenreste durften sich einige ihrer WG-Mitbewohner im Südamerikapark, die Flachlandtapire und Nandus, schmecken lassen.

(c) APA/DANIEL ZUPANC
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Dass Wassermelonen nicht nur gut schmecken, sondern auch ein tolles Spielzeug sind, zeigten Eisbären-Mädchen Finja und ihre Mutter Nora vor, die mit zwei Wassermelonen im Wasserbecken herumtollten. "Finja ist immer noch so eine Wasserratte wie sie es schon von klein auf war. Und Nora sowieso. Mit den Melonen können sie wie mit Bällen spielen und sie danach vernaschen", sagte Tierpflegerin Alessa Esau.

In Österreich kaum heimisch

Die Wassermelone spielt in der heimischen Landwirtschaft so gut wie keine Rolle. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich schätzt die Anbaufläche auf 20 bis 30 Hektar, verkauft werden die heimischen Melonen primär ab Hof und über Bauernläden. Das Problem sei das Klima hierzulande. Die Wassermelonen mögen keine Kälte und würden daher erst später reif als vom Markt gefordert, nämlich erst Mitte Juli.

Wie alle Bären sind Eisbären Allesfresser, der Anteil an Fleisch ist bei ihnen aber am größten. Ihr Futter besteht aus Fleisch, Fisch, Gemüse und Früchten. Finja wiegt mittlerweile fast 200 Kilogramm, also nur noch rund 30 Kilogramm weniger als ihre Mutter. Die beiden sind beinahe gleich groß und messen gerne spielerisch ihre Kräfte - etwa beim Spielen mit Wassermelonen.

 

Kommentare (2)
Ba.Ge.
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Heuer wurde nichts aus Mitte Juli,

was in den letzten Jahren aber eigentlich immer hinkam - beim heimischen Melonenbauern meines Vertrauens… Letztes Jahr waren sie auch schon später dran, heuer ist bis jetzt leider noch gar keine wirklich reif 🤷🏼‍♀️

hithere
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lovely thank you

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