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Pflege in der KriseAuch dem Nachwuchs vergeht die Lust am Beruf

Knapp die Hälfte des Akut-Pflegepersonals in Österreich denkt ans Aufhören. Aber auch dem Nachwuchs vergeht die Lust am Beruf.

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Die Aktion "Mehr für Care" macht mit einem "Tanz mit Rettungsdecken" auf Defizite in Pflegeberufen aufmerksam © (c) Bettina Frenzel | Mehr für Care
 

Der Bedarf an Pflegepersonal wächst seit Jahren beständig an, die Pandemie hat diese Entwicklung noch beschleunigt. Umso alarmierender wirken die Ergebnisse zweier nun veröffentlichter Umfragen des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbands (ÖGKV). Knapp die Hälfte des Akut-Pflegepersonals in Österreich denkt an einen Ausstieg oder will fix aussteigen. Aber auch dem Nachwuchs vergeht die Lust am Beruf: Laut der ARGE Junge Pflege haben mittlerweile fast 40 Prozent der Pfleger in Ausbildung eine negative Sichtweise auf ihre künftigen Berufe.

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Kaufmann
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1:12

1:12 in der Steiermark erlaubt. Dieser Pflegeschlüssel muss dringend heruntergesetzt, da er im Normalfall von den Heimen voll ausgenutzt wird, und anderen Bundesländern, zb Wien, angepasst werden. 1:12 ist eine absolute Zumutung den Pflegern und den zu Pflegenden gegenüber.

melahide
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In der Pflege

Wird zu wenig bezahlt und die Belastung ist zu hoch. Also der Pflegeschlüssel. Die Arbeitszeiten sind mehr als schlecht! Wie auch in anderen Bereichen. Da kann man grosskotzig sagen: „Weniger Arbeitslosengeld , dann zwingen wir die Leute zur Arbeit“ … Bedingungen verbessern!

Hildegard11
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Melahide

Hoffentlich müssen Sie nicht einmal von einem unmotivierten zwangsvermitteltrn Pfleger betreut werden.
Aber es stimmt auch: viele Junge wollen sich nicht anstrengen.

thj123
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Punktuelle Zusammenfassung

Seit 20 Jahren in einem Krankenhaus tätig.
Kein einziger Dienstposten im patientenahnen Bereich mehr geworden.
Dafür Belastungen zusätzlich:
1. Gukg Novelle- Übernahme ärztlicher Tätigkeiten ohne Anpassung
2. Mehr hochaltrige Patienten mit vielen Zusatzerkrankungen ( Alzheimer!) ohne Anpassung
3.EDV!!! Qualitäts KO. Berichte. Planung, Evaluierung,......weiter stark zunehmend
4. Weniger Betten( RSG Stmk. politisch gewollt)
5. Bezahlung nur nach LKF Leistung nicht nach Patientenwohl
6. Aufenthaltsdauer kontinuierlich verkürzen. Was zu zunehmender Administrative Belastung führt
7. Keine verpflichtende Personalbesetzung. Der Dienstgeber kann immer unterbesetzen solange die LKF passen( =doppelter Profit für die BWLer)
8. Ausbildungsreform führt zu geringeren Output von neuen KollegInnen

Fazit: "Sparen im System" ist angekommen.
Ein gutes, faires Gesundheitssystem braucht eh nur der "Pöbel“.
Wenn man die Mittel hat, tangiert einen die Fehlentwicklung nicht.

Laser19
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Es st egal ob es das Pflegepersonal, die Köche oder die IT Experten sind

es gibt nicht zu wenige in Österreich, sondern die Bedingungen sind nicht attraktiv. So lange die nicht verbessert werden, hört das Jammern nicht auf.

jaenner61
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aber im ernst

das ist doch in wahrheit nicht nur ein problem des pflege und gesundheitsbereiches. jahrzehntelang wurden die (pflicht)schulabgänger weiter in die schulen bzw unis gedrängt, handwerk oder eben auch pflegeberufe erhielten das image, für die übrigzubleiben, die für schule und unis zu „blöd“ sind. ohne diese „normalen“ berufe und deren image wirklich aufzuwerten, wird sich daran auch nichts ändern!

Hildegard11
1
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Jänner61

Vollkommen richtig. Alles muss akademisiert werden. Bringt den Betroffenen nix, verlieren Beitragsjahre und kostet den Staat viel Geld.

jaenner61
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ich verstehe das einfach nicht

gerade das pflegepersonal hat doch ohnehin soviel applaus bekommen, sind die leute mit nichts zufrieden? fehlt nur noch, dass sie auch besser bezahlt werden wollen (sarkasmus off)

Hildegard11
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Auch abseits der Pflege...

...überall mehr Druck und diese elendigliche Bürokratie. Die ganze Wiederaufbauphase bis 1990 war unbürokratisch. Bis es dann irgendwelchen Idioten in Wien und Brüssel fad geworden ist. Und die grooooße Erleichterung EDV hat erst recht nur Stress produziert. Man wird nie mehr fertig - mit investieren und kontrollieren.

future4you
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Da läuft verdammt viel schief im System

wenn man vergleicht, welche Leistungen in der Pflege vollbracht werden und wie wenig dort verdient wird, im Vergleich zu anderen Berufen. Von den Gagen im Spitzensport, der Politik und im Management will ich erst gar nicht reden.

makhe
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Nur reden ist zu wenig,

handeln ist gefragt.30-32 Stunden/Woche bei gleichbleibender Bezahlung würden diesen fordernden Beruf sicherlich auch für Junge attraktiveren. Kenne einige in der Pflege, die schon seit Monaten auf dem Zahnfleisch daher kommen. Diese physische und psychische Dauerbelastung hält auf Dauer keiner aus.

suxxess
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WANN …

… werden endlich die Kollektivverträge des Pflegepersonals überarbeitet, hier sollte eine prozentuelle Gehaltsumschichtung von politischen Schauspielern in Richtung Menschen stattfinden die einen wichtigen Dienst unserer Gesellschaft erfüllen.
Wir alle werden älter und nicht jünger, wie sagte meine Oma bereits … alt werden ist nichts für Feiglinge … aber bei diesen derzeitigen Rahmenbedingungen des Pflegepersonals muss man Angst kriegen. Ich zähle mich jetzt nicht zu dem älteren Semester, aber um das geht es ja garnicht, auch sehr viele junge Menschen benötigen im Alltag Unterstützung und eine verdiente Unterstützung bekommt man nur von einem zufriedenen, ausgeglichenen und glücklichen Personal mit akzeptablen Rahmenbedingungen. Ich hoffe hier werden bald die politischen Daumenschrauben massiv angezogen … lg in die Community

mcmcdonald
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Mit diversen

Gesetzesänderungen wurden dem Pflegepersonal mehr Kompetenzen zugesprochen. Klingt auf den ersten Blick gut, In der Praxis bedeutet das aber dass mehr Arbeit von den Ärzten zum Pflegepersonal wandert - zumeist ohne das Personal aufzustocken.

iq66
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Aussagen der zuständigen Politik

wie " man kann froh sein einen krisensicheren Job" zu haben, sind halt auch nur bedingt hilfreich....

GordonKelz
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Das hat die Politik und sonstigen.....

Verantwortlichen, wieder einmal gut hinbekommen....mehr gibt es dazu nicht zu sagen!
Gordon