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Salzburg Journalist bei Kurz-Besuch kurzzeitig festgenommen

Drei junge Polizisten hätten den Mann nicht als Journalisten erkannt, heißt es bei der Salzburger Polizei.

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THEMENBILD:  FOTOTERMIN POLIZEIAUSBILDUNG / EINSATZTRAINING / HANDSCHELLEN
© (c) APA/BARBARA GINDL
 

Im Zuge eines Salzburgbesuchs von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist am Freitagnachmittag ein Journalist von oe24.tv festgenommen worden. Ein Sprecher der Polizei Salzburg bestätigte der APA die vorübergehenden Festnahme. Drei junge Polizisten hätten den Mann nicht als Journalisten erkannt, sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber.

Bei dem Besuch des Bundeskanzlers hätten sich rund 50 Personen zu einer Spontandemo zusammengefunden. "Die Teilnehmer waren großteils Corona-Maßnahmen-Gegner und haben skandiert, gedrängelt und gefilmt", schilderte Wolfgruber die Situation. Die Straße sei mit einer Menschenkette von Polizisten abgesperrt worden. Einzelne Teilnehmer hätten versucht an den Polizisten vorbeizukommen. Darunter auch der oe24.tv-Reporter, daher sei er festgenommen worden.

"Im Zuge der Überprüfung hat sich herausgestellt, dass es sich um einen Journalisten handelt. Daraufhin wurde er freigelassen", sagte der Polizeisprecher. Unter den Demonstranten seien immer öfter Personen zu finden, die sich als Pressevertreter ausgeben und auch mit Kameras unterwegs sind. "Die jungen Polizisten haben ihn nicht als Journalisten erkannt, sonst wäre es nicht dazu gekommen", betonte Wolfgruber.

Anzeige wegen eines Verwaltungsdelikts

"Plötzlich wurde ich von hinten an eine Wand gedrückt, das war sehr schmerzhaft", erzählte Vogl. "Drei junge Polizisten sagten mir, ich solle sofort aufhören zu filmen und zu fotografieren." Selbstverständlich habe er den Polizisten erklärt, dass er von der Presse sei und nur seinen Job mache. Trotzdem sei er gefesselt und festgenommen worden. Die Amtshandlung werde evaluiert, erklärte Polizeisprecher Wolfgruber. Gegen Vogl gebe es nun eine Anzeige wegen eines Verwaltungsdelikts, die nun der Behörde zur Beurteilung vorgelegt werde.

Der Österreichische Journalist*innen Club (ÖJC) verurteilte die Festnahme und sprach in einer Aussendung von "überschießender Polizeigewalt". Der Präsident des ÖJC, Oswald Klotz fordert eine sofortige Untersuchung des Vorfalls, eine Schulung der Salzburger Polizisten im Umgang mit arbeitenden Medienvertretern und eine offizielle Entschuldigung beim betroffenen Journalisten Mike Vogl.

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knapp
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Es gibt genügend Handyvideos die z.B. auf Twitter kursieren

Dort kann man sehr gut erkennen, dass die Aussagen dieses "Journalisten" so nicht stimmen. Im Gegenteil, er hat immer wieder versucht die Absperrung zu durchbrechen. Die Polizei hat alles richtig gemacht und ihn auch nicht gefesselt sondern mit mehreren Beamten festgehalten und abgeführt. Mit einem sichtbaren getragenen Journalisten Ausweis würde es diesen Bericht gar nicht geben. Aber OE24... naja...

hofmannn
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Zunehmende Polizeigewalt

Die drei Polizisten müssten bis zur Klärung sofort suspendiert werden. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. Sollten die Polizisten richtig gehandelt haben und der Journalist straffällig geworden sein, gibt's eine Anzeige. Und
umgekehrt auch.

gobox
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Wer OE24 kennt

stellt sich die Frage: was hat OE24 mit Journalismus zu tun ?

PiJo
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Presseausweis`???

Als Medienvertreter hat man einen Presseausweis sichtbar zu tragen dann passieren solche Aktionen nicht.. Manche Aktionen von Reportern sind aber auch provokant und grenzwertig, nur um eine Schlagzeile zu produzieren

dieRealität2019
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Präzise und prägnant ausgedrückt.

Stimmig. Kurz und bündig.

glashaus
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Realität

du hinkst weit hintennach. Der Presseausweis ist nur auf Verlangen eben vorzuweisen und nur weil Kurz zu Besuch ist, ist fotografieren wohl nicht verboten. Ausser es wäre in einer Sperrzone aber es war wohl eher vorauseilender Gehorsam der Polizisten an Türkies. Und genau das ist nicht zu akzeptieren, außer man sieht eben nur türkies.

dieRealität2019
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Das ist wohl die Dümmste Trottelhafterste und Wichtuerischeste Aussage.

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"Plötzlich wurde ich von hinten an eine Wand gedrückt, das war sehr schmerzhaft", erzählte Vogl. Vogl sie sind genaugenommen ein ausgemachtes Al. Der Zusatz bringt Aufmerksamkeit.
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Ein verständlicher Vorgang wenn die Person nicht bekannt ist und sich nicht "vorher" ausgewiesen hat. Sollten die Polizeibeamten vorher Gespräche führen? Wie Was Wann etc. Es ist wohl hinlänglich bekannt, dass es eine bewaffnete Tätergruppe gegeben hat, die angekündigt hatten u.a. auf Polizeibeamte zu schießen.
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Natürlich die Kritiker stehen dann in 2. 3. Reihe und schauen zu und machen nach dem Unglück nachher sofort Fotos, die ins Internet gehen.

dieRealität2019
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Von dieser Gruppe ganz zu schweigen.

"Die Teilnehmer waren großteils Corona-Maßnahmen-Gegner und haben skandiert, gedrängelt und gefilmt"
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Manche Menschen sollte einmal begreifen, dass es im Ernstfall kommt natürlich auf den Fall an keine Verhältnismäßigkeiten gibt.

dieRealität2019
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Eine Nonsens und unnötig diese Erklärung von Oswald Klotz.

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Einerseits, natürlich wird er nicht kontrolliert, schreibt er dann ich konnte hineingehen und hätte schießen können. Andererseits wird geschossen, dann kommen die Kritiken und die Klagen. Einige Menschen in diesem Land werden immer letztklassiger in ihrer Handlungs- und Verhaltensweise wie in ihren Kommentaren. Aus meiner Sicht erbärmliche Verhaltensweisen.
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"Drei junge Polizisten sagten mir, ich solle sofort aufhören zu filmen und zu fotografieren." Selbstverständlich habe er den Polizisten erklärt, dass er von der Presse sei und nur seinen Job mache. Trotzdem sei er gefesselt und festgenommen worden. Zu Recht. Erst nach einer der gestalteten Amtshandlung kann eine Ausweiskontrolle in Ruhe durchgeführt werden. Trotz Ausweis muss verständlicherweise ein Rückfrage erfolgen. Dürfte ja irgendwo verständlich sein.
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Wenn die Verkehrspolizei einen Lenker aufhält und sich der mit Führerschein ausweist, wird auch im Verkehrsamt nachgefragt. Warum. Zur Personenbestätigung und zur Überprüfung der Echtheit. Da von Jahr zu Jahr seit der Grenzöffnung gegenüber vorher immer mehr gefälschte Führerscheine und ungültige Lenkerberechtigungen im Umlauf sind.