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Interview mit Christiane SpielWarum die Maturanten gerade in der Krise unheimlich viel gelernt haben

In der nächsten Woche gibt das Bildungsministerium bekannt, wie die diesjährige Matura unter Coronabedingungen in der Praxis durchgeführt werden soll. Inhaltlich ist schon seit einer Weile fix, dass die mündliche Matura freiwillig ist. Bildungspsychologin Christiane Spiel über den Wert der "Corona-Matura" und warum sie die Reifeprüfung für so wichtig hält.

Christiane Spiel
Bildungspsychologin Christiane Spiel © derknopfdrücker
 

Die Matura wurde auch heuer wegen der Coronasituation abgespeckt: Die mündliche Prüfung ist freiwillig, die Noten der achten Klasse fließen ins Maturazeugnis ein. Wie geht es den Maturantinnen und Maturanten damit?
Christiane Spiel: Wie es ihnen speziell geht, kann ich nicht sagen, aber unsere Studien zeigen, dass insbesondere Obenstufenschüler - und damit auch die Maturanten - unheimlich viel Zeit in das Arbeiten für die Schule investiert haben: Im zweiten Lockdown waren es bei mehr als 60 Prozent mehr als acht Stunden pro Tag - deutlich mehr als im ersten Lockdown. Und das fast immer vor Geräten. Das ist anstrengend, es fällt oft schwer sich zu motivieren. Und mit Blick auf die Matura gibt es die Sorge: Schaffe ich das? Aber auch die Lehrerinnen und Lehrer haben mehr Erfahrung in Distance Learning und konnten die Schüler so besser unterstützen.

Kommentare (1)
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lucas200497
5
3
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Maturanten

Sie haben gelernt dass sich die Politik null um sie schert. Ihre Anliegen werden komplett ignoriert. De facto wird auf sie (wie auf alle jungen Menschen) geschissen