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Laut GutachtenNeue Erkenntnisse zum Terroranschlag in Wien

Über bisher nicht bekannte Ermittlungsergebnisse zum Anschlag in Wien vom 2. November 2020, bei dem vier Passanten in der Innenstadt getötet wurden, ehe der Attentäter von der Polizei erschossen wurde, hat der Sender Puls 24 am Montag berichtet.

© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Wie Puls 24 berichtet, war der Attentäter bereits gegen 18.25 Uhr und damit mehr als eineinhalb Stunden vor der ersten Schussabgabe am Schwedenplatz. Was er dort genau gemacht hat, ehe er von seiner Schusswaffe Gebrauch machte, ist unklar.

Der Privatsender zitierte aus einem Gutachten, das auf Basis von Bildmaterial aus Überwachungskameras zum möglichen Weg des Attentäters von seiner Wohnung in Wien-Donaustadt in die Innenstadt eingeholt wurde. Auf zumindest zwei Aufnahmen – in der Heinestraße im zweiten Bezirk sowie beim Schwedenplatz – war ein und dieselbe "schwer erkenntliche Person zu sehen", wie im Ermittlungsakt vermerkt wurde. Zur weiteren Abklärung der Identität dieser Person wurde ein Sachverständiger beigezogen, der – wie Puls 24 aus dessen Fachgutachten zur Videoauswertung zitierte – zu folgendem Schluss kam: "Nach eingehender Studie der relevanten Videosequenz wird (...) festgehalten, dass es sich bei der wahrgenommenen Person um mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um den Attentäter (...) handelt."

Der Gutachter verglich die Bilder mit – wie er in seinen Ausführungen festhält – "Aufnahmen kurz vor dem Anschlag", wobei der Fokus "auf Körpergröße/Körperbau, den Bewegungsablauf/Gangart der Person (...), die getragene Kleidung insb. die auffällige Hose/Hosenabschluss" gelegt wurde.

Wahrscheinlich zu Fuß unterwegs

Die mit den Ermittlungen betraute Staatsanwaltschaft Wien war für die APA vorerst telefonisch nicht erreichbar. Mittlerweile dürfte jedenfalls als gesichert anzunehmen sein, dass der 20-jährige Anhänger der radikalislamistischen Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu Fuß in die Innenstadt gelangte. Denn um 18.06 bzw. 18.07 Uhr wurde er in der Heinestraße von Überwachungskameras erfasst, im Bereich Schwedenplatz tauchte er 18 Minuten später auf. Diese Strecke ist zu Fuß zeitlich machbar, wie Ermittler feststellten, die Puls 24 ebenfalls zitierte: "Der Weitermarsch von Wien 02., Heinestraße nach Wien 01., Schwedenplatz dauerte bei einer durchschnittlichen Schrittgeschwindigkeit von etwa 5,5 km/h 18 Minuten."

Für die gesamte, rund sieben Kilometer lange Strecke von seiner Wohnung zum späteren Tatort hätte der Attentäter per pedes gut eineinhalb Stunden benötigt. Spannend bleibt vor allem die Frage, was der Mann ab 18.25 Uhr am Schwedenplatz gemacht hat, bis er auf Passanten zu schießen begann. Belegt ist, dass er in diesem Zeitraum sein Handy auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt und in einem Müllkübel entsorgt hat. Von der Polizei getötet wurde er um 20.09 Uhr.

Kommentare (2)
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retepgolf
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24
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Langsam sollte man sich nicht mehr

so viel mit diesem verirrten toten Attentäter beschäftigen!

Wichtig wäre es einmal die Schuldigen zu finden, die dieses Attentat verhindern hätten können! Wenn schon der Innenminister nicht den Funken Courage besitzt, und die Versäumnisse in seinem Resort zugibt, sonder alles der Justiz anhängen will...
Da wird sich doch wohl irgendwo wieder so ein „Spitzenbeamter“ (wie im Gesundheitsbereich) ausgraben lassen, den man dann alles umhängen könnte!
Einfach nur wiederwärtig, was in dieser türkisen Regierung abgeht!

Isidor9
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79
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Zu kurz gedacht

Natürlich muss man sich mit dem Attentäter beschäftigen. Denn Islamisten können in Österreich auf ein über Jahre hindurch dicht gesponnenenes Netzwerk zurückgreifen. Schuld sind von SaudiArabien finanzierte Kreise, Moslembrüder und einheimische naive , "nützliche Idioten".