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Corona-FörderungSchulen können zwei Wochenstunden pro Klasse zusätzlich anbieten

Im Sommersemester stellt der Bund Geld für 4700 zusätzliche Lehrer-Planstellen zur Verfügung. Über die Verwendung dürfen Schulen autonom entscheiden.

Bildungsminister Heinz Faßmann
Bildungsminister Heinz Faßmann © APA/Georg Hochmuth
 

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat heute ein Förderprogramm für Schüler vorgestellt, um durch Schulschließungen bedingte Defizite in den nächsten Semestern auszugleichen. In Summe will die Regierung 200 Millionen Euro in die Hand nehmen, das entspreche 4700 zusätzlichen Lehrer-Planstellen bzw. im bevorstehenden Sommersemester rund zwei zusätzlichen Schulstunden pro Woche in jeder Klasse über alle Schulstufen. "Wir wollen die bildungspolitischen Kollateralschäden so gering wie möglich halten", so Faßmann.

"Ich lehne Übertreibungen ab, die von einem verlorenen Jahr oder einer verlorenen Generation sprechen", so Faßmann. Es sei "offenbar eine geringe Wertschätzung der Lehrer und Schüler, zu sagen, was ihr geleistet habt, ist nichts wert". Das werde der Sache nicht gerecht. "Ich sehe ja, wie viel Arbeit, Energie und Enthusiasmus investiert wird."

Über diese Stunden - welche Klassen sie bekommen, mit welchen Schwerpunkten - sollen die Schulen autonom bestimmen dürfen. Die zusätzlich benötigen Lehrer könnten auch Lehramtsstudenten sein, die kurz vor dem Abschluss stehen.

Die Schulleitung könne etwa sagen, dass an einer Volksschule die ersten und vierten Klassen besonders gefördert werden sollen und den Großteil der Mittel dort investieren. Es können auch bestimmte Gegenstände verstärkt gefördert oder an Oberstufen vor einer mehrstündigen Schularbeit geblockt mehrere Fördereinheiten abgehalten werden. Möglich ist einerseits Förderunterricht nur für eine kleine Gruppe von Schülern, aber auch geteilte Klassen in manchen Gegenständen. "Wenn Förderunterricht angesetzt ist, dann ist er auch verpflichtend für jene Schüler, bei denen es die Lehrer als nötig ansehen", so Faßmann.

In den Semester- und Osterferien soll, wie bereits angekündigt, Lernbetreuung stattfinden - die Anmeldungen würden zeigen, dass die Zahl der betreuten Schüler in den Ferien deutlich zurückgehen werde, so der Minister. Auf 50.000 Plätze ausgebaut wird außerdem die Sommerschule: "Wenn's mehr wird, wird mich das Unglück auch nicht treffen", so Faßmann. Außerdem wird neben Deutsch auch Mathematik und an den Volksschulen Sachunterricht angeboten.

Lockdown-Evaluierung am Abend

Die Regierung evaluiert heute die Lage und setzt ihre Gespräche über die Pandemie fort. Den Start machen Beratungen mit Experten, danach werden im Laufe des Tages auch die Landeshauptleute und die Opposition über die aktuelle Lage informiert. Entscheidungen, wie es nach dem derzeitigen Lockdown ab 8. Februar weitergehen soll, werden bei diesen Gesprächen noch nicht getroffen, betonte das Kanzleramt im Vorfeld.

Kommentare (22)
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tim29tim
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Sehr erfreulich

daß VP-Bildungsminister Faßmann zusätzlich €200 Mill in die Schulen investiert, um Kinder, die während der COVID-Pandemie zurückgefallen sind, zu fördern...

gonzolo
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Eltern könnten ihren Kindern aber auch …

eine Stunde mehr Lesen „anbieten“ – kostet nichts … müsste man nur:
• mal „Nein“ zu Glotze, Spielkonsolen und Handy sagen …
• die „Herrschaft“ über dieses Zeugs „zurückerobern“ …
• und hin und wieder ein altersgemäß passendes Buch kaufen (geht sich locker aus, weil sich die Handygebühren entsprechend reduzieren)

Frage nicht immer, was die Schule für dein Kind tun kann – frage, was ICH für mein Kind tun kann! (… denn das mit den Kindern hört leider mit dem biologischen Zusammenbasteln halt nicht auf …)

Hätte man gerade jetzt im Lockdown viel Zeit dafür – oder?!

wirklichnicht
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Wieder einer, der glaubt im Lockdown hat man viel Zeit

So viele Eltern würden gerne mit ihren Kindern etwas tun, können aber nicht. Fernsehen am Abend ist im Lockdown nicht mehr drin, da muss noch der Haushalt gemacht werden und Arbeit nachgeholt werden, die am Tag wegen dem Home-Schooling mit den Kindern nicht gegangen sind. Der Arbeitgeber nimmt nämlich keine Rücksicht darauf, dass Kinder zu Hause sind und das Arbeitspensum ist unverändert bzw. höher, weil eben Abstimmungen komplizierter sind und länger dauern.
Lesen Sie doch mal ihren Kindern vor, wenn sie gleichzeitig Kundanfragen am Telefon beantworten müssen!

goje
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Die Diskussion um die verlorene Generation ist erbärmlich!

Ich bin davon überzeugt, dass der Großteil aller Kinder ganz viel aus der Pandemie mitnimmt. Eigenverantwortung, Solidarität, Flexibilität. Viele Kinder nehmen diese Zeit auch als Familienzeit wahr, als eine, in der es eben um andere Dinge ging, als nur Leistung und Hektik. Die Kinder/ Jugendliche werden sicher viel entspannter auf unerwartete Situationen im Leben zugehen. Sie werden flexibler und haben hoffentlich gelernt, dass ein Schritt zurück kein Weltuntergang ist. Tatsächlich ist es doch so, dass hier eine ganze Generation von Eltern etwas erlebt, was sie so nie erwartet hat und auch nicht gelernt hat. Wir sind es, die den Kindern Stärke und Sicherheit geben (müssen)!

wirklichnicht
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Sie beschreiben Urlaub und nicht Lockdown

Die Schule geht im Lockdown weiter, die Arbeit läuft auch weiter. Nur, dass sich alle im Haushalt auf die Zehen steigen und gleichzeitig stille Räume oder Computer benötigen. Die Hektik und der Stress ist für alle Familienmitglieder größer als in Normalzeiten.
Lockdown ist eher Arbeitslager in sozialer Isolierung. Was soll man da entspannt für "unerwartete Situationen" lernen? Unerwartet ist höchstens der Briefträger, der anläutet.

goje
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Der Briefträger läutet bei uns nicht wirklich unerwartet

Aber das nur nebenbei! Wie schlimm muss ihre Familie sein, um ein solches Szenario zu beschreiben? Wir sind mit drei schulpflichtigen Kindern im lockdown und nein, es ist kein Arbeits- oder Straflager. Im Übrigen sind wir Eltern geworden in dem Wissen, dass es auch mal schwierig werden kann und ganz ehrlich, ich hab schlimmere Bilder vor Augen, was meinen Kindern widerfahren kann.

Kirby
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KN95? Gibts die bei WISH?

Und die mit den Atmungsöffnungen sehe ich ständig. Jetzt und letzte Woche schon bei den Umsteigern. Aber statt sich über Kleinigkeiten bei zumindest benutzten Masken aufzuregen, macht endlich etwas gegen die Internet-Atteste für 20 € für Verweigerer ( sind eh meistens diejenigen, die es auch mit Hygiene nicht so genau nehmen) und die kompletten "ICH LASS MICH NICHT DIKTIEREN UND IN MEINEN MENSCHENRECHTEN EINSCHRÄNKEN!-Spinner

Super123
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Sonderschulen

werden jetzt auch Geschlossen könnte ja sein das da ein neuer Kanzler heranwächst.
Fassmann gibt die zwei Stunden wieder Retur die zuerst weggenommen wurden wenn die Shulen wieder mal öffnen sollten.
Ich fülle mich von dieser Regierung verarscht und hoffe das bald mehr dahinter kommen und das bald ein Ende hat.

plolin
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Welche Schule

hast du besucht? Schlimm, diese Rechtschreibung.

Super123
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So

sieht es aus wenn Schule fehlt und ich hoffe das meine Enkel lernen können und nicht auf der Strecke bleiben

gonzolo
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Wäre super123,

wennst deinen Enkerln immer wieder gute Bücher schenken würdest! Und dann knöpfst dir deine Kinder und Schwiegerkinder vor und erklärst ihnen, dass deren Kinder ohne weiters 1 Stunde am Tag lesen können/sollten, auch keine Glotze im Zimmer brauchen – und dass man ein Handy auch mal abnehmen kann, bis anderes erledigt ist usw. …

Alleine schon das könnte ihnen das offensichtlich sprachlich fatale Schicksal besorgter Großeltern ersparen …

gonzolo
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Wäre super123,

wennst deinen Enkerln immer wieder gute Bücher schenken würdest! Und dann knöpfst dir deine Kinder und Schwiegerkinder vor und erklärst ihnen, dass deren Kinder ohne weiters 1 Stunde am Tag lesen können/sollten, auch keine Glotze im Zimmer brauchen – und dass man ein Handy auch mal abnehmen kann, bis anderes erledigt ist usw. …

Alleine schon das könnte ihnen das offensichtlich sprachlich fatale Schicksal besorgter Großeltern ersparen …

Frage nicht immer, was der Staat für deine Enkerl machen kann - frag, was du für deine Enkerl machen kannst! ... Ist gar nicht so kompliziert - und wäre super - 123 ...

AIRAM123
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Wo gibts die Lehrer dafür?

?

Hapi67
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Berichtet bitte nochmals aufmerksam lesen,

Manchmal liegt die Antwort vor einen.

Lepus52
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Das sind nur die 2 Stunden retour,

die die Frau Gehrer den Schülern weggenommen hat. (Schülerentlastungsverordnung). Konservative Politik funktioniert so!

peter499
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Leider war es viel mehr

Frau Gehrer hat unter dem Deckmantel der Schülerinnen Entlastung in der Schule der 10 bis 14 Jährigen von 134 Wochenstunde auf 120 Wochenstunden in 4 Jahren reduziert. Die Kosten waren zu hoch, daher mussten die armen Kinderlein entlastet werden.

Hawkeye2209
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WOCHEN?

Also einmal geht als Flüchtigkeitsfehler durch aber 2 Mal erweckt den Eindruck, Sie meinen es ernst...

UHBP
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@pet..

Welche Stunden sind den damals weggefallen?

peter499
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Stundenreduktion

Es wurden in allen Fächern Stunden gestrichen - nur Religion blieb mit 2 Wochenstunden unangetastet. 14 Wochenstunden bei ca. 38 bist 39 Schulwochen bedeutet, dass in 4 Jahren um ca. 530 bis 540 Stunden weniger Unterricht pro Klasse anfiel. Damit konnten massiv Lehrerstunden eingespart werden. Ähnliches geschah es in den Volksschulen und in den Oberstufenklassen. Mich empört noch heute, dass die Verminderung der Arbeitszeitbelastung der Schülerinnen und Schüler als Vorwand herhalten musste.

peter499
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Korrektur

530 bis 540 Stunden natürlich pro Schuljahr - mehr als 2000 Stunden in 4 Jahren.

peter499
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Sorry

um die Verwirrung perfekt zu machen - 530 bis 540 Unterrichtsstunden fallen seither in 4 Schuljahren weg. die "Korrektur" war falsch gedacht.

Ch.Gschiel
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Kraut und Rüben gemischt!

Bitte nicht Wochenstunden und Stunden pro Woche vermischen und mit dieser Vermischung argumentieren, das kann so nicht funktionieren. Wochenstunden sind die Stunden aus einem Fach, die SchülerInnen jede Woche haben z. B. 5 Wochenstunden Deutsch heißt, dass jede Woche 5 Stunden Deutsch unterrichtet werden. In der MS/AHS-Unterstufe haben Schülerinnen durchschnittlich 30 Stunden pro Woche Unterricht. Eine HTL z. B. kommt auf über 40.