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Corona-HilfenNeuer Härtefonds: Studenten bekommen bis zu 800 Euro

Für Studierende in einer Notlage gibt es einen neuen Härtefonds, der vom Bildungsministerium und der ÖH befüllt wird.

Studierende können bis zu 800 Euro erhalten. © (c) imago images/Westend61
 

Mit bis zu 800 Euro können unverschuldet in ein Notlage geratene Studenten durch einen neuen Corona-Härtefonds gefördert werden. Der mit 450.000 Euro dotierte Fonds wird jeweils zur Hälfte von Bildungsministerium und Österreichischer HochschülerInnenschaft (ÖH) gespeist. Verlängert wird außerdem de Schulstornofonds des Bildungsministeriums, mit dem Schulen bzw. Eltern bei Stornierungskosten von Schulveranstaltungen unterstützt werden.

Voraussetzung für eine Unterstützung durch den neue Corona-Härtefonds für Studierende sind einerseits ein adäquater Studienerfolg und andererseits eine Notlage. Letzteres liegt vor, wenn die monatlichen Ausgaben die monatlichen Einnahmen übersteigen und das nicht in der Verantwortung der Betroffenen liegt. Der Fonds löst den eigenen ÖH Fonds ab, der im Sommersemester mit 700.000 Euro dotiert war.

Schulstornofonds wird verlängert

Verlängert wird dagegen der vom Österreichischen Austauschdienst (OeAD) betreute Schulstornofonds. Dieser ersetzt Stornogebühren für mehrtägige Schulveranstaltungen (Skikurse, Sportwochen, Sprachreisen etc.), die aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt wurden. Ersatzfähig sind Fahrt- und Nächtigungskosten, Verpflegung oder Eintritte. Keine schulbezogenen Veranstaltungen sind Maturareisen.

Zunächst müssen die Schulen als Sammelantragsteller für die Eltern aber versuchen, mit ihren Vertragspartnern eine kostenlose Stornierung bzw. günstigere Stornobedingungen zu erzielen. Erst wenn dies scheitert, kann ein Ersatz beim Fonds beantragt werden.

Vergütet werden Stornokosten von 80 Prozent, wenn die Buchung vor dem 11. März 2020 erfolgt ist. 70 Prozent werden für jene Buchungen refundiert, die nach dem 11. März 2020 bis zum Ende des Unterrichtsjahres 2019/20 erfolgten. Einreichfrist ist der 30. Juli 2021. Der Fonds ist für beide Durchgänge mit insgesamt 13 Millionen Euro dotiert - bisher wurden knapp acht Millionen Euro ausbezahlt.

Kommentare (2)
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dieRealität2019
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eine klare Aussage und klare Vorausetzungen für die Annahme und Nutzung

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eine hervorragende Sache mit Sinn und Zweck. Vertretbare Summen und Vorausstzungen. Egal aus welcher Richtung und aus welchen Budgets diese Hilfe kommt.
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Voraussetzung für eine Unterstützung durch den neue Corona-Härtefonds für Studierende sind einerseits ein adäquater Studienerfolg und andererseits eine Notlage. Letzteres liegt vor, wenn die monatlichen Ausgaben die monatlichen Einnahmen übersteigen und das nicht in der Verantwortung der Betroffenen liegt.
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Daran kann sich jeder Hilfesuchende einfach und übersichtlich orientieren. Ein äußerst wertvolles Mosaiksteichnchen in der Coronazeit. Mehr ist aus meiner Sicht dazu nicht zu sagen.

Gedankenspiele
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Wow!

Ein Härtefallfond dotiert mit 450.000 Euro und das für über 300.000 Studierende!
Die Hälfte davon kommt nicht einmal vom Bund.
Wieviele Milliarden gibt der Staat sonst eigentlich in dieser Corona-Krise aus?
Welch ein Hohn, für arbeitslos gewordene Studienende.

Arbeitslose und Studierende, auf die hat es die ÖVP (und die aufgefangenen Grünen) besonders abgesehen.
Für seine Freunderl hat Kurz mehr übrig (Stichworte: Gesetze wie 12 Stundentag, wohlgesonnene Medien, Maskenbeschaffung, Antigentestbeschaffung,...)

Frechheit!